Jörg Tauss zeigt sich betroffen und gesteht selbst Fehler gemacht zu haben, weswegen er auch seine parteipolitischen Ämter niederlegt. Das bei dem SPD-Bundestagsabgeordneten sichergestellte kinderpornografische Material soll ihm zu Folge lediglich dazu gedient haben einen Ring Pädophiler dingfest zu machen. Tauss gab zu, dass seine Kontakte zu dem Ring unter Umständen gegen ihn ausgelegt werden könnten. Allerdings bestreitet er seine Schuld in dem Sinne wie sie ihm durch die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft auferlegt wird. Er sei kein Pädophiler. Er habe sich der Szene auf diese Art und Weise nur angenähert, um seiner Hypothese nachzugehen, dass
Kinderpornografie zunehmend via Post, Telefonhotlines und Handy transportiert wird. Seine Recherchen hätten bestätigt, dass das Internet in Bezug auf die Verbreitung kinderpornografischen Materials relativ ungenutzt ist. Bei seiner Vernehmung am Mittwoch in Karlsruhe machte der Politiker keine Aussagen, da für ihn und seinen Anwalt bis dato weder alle Akten einsehbar waren, noch alle Materialien vonseiten der Behörden ausgewertet wurden. Die Staatsanwaltschafft sieht jedoch, dass sich der Verdacht erhärtet.
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