
Latacunga, Ecuador
Im August des vergangenen Jahres gab das "Centro de Desarrollo y Autogestión, CDA" (Zentrum für Entwicklung und Selbstverwaltung) einen Bericht an die Gemeindeverwaltung weiter, in dem es auf Kennzahlen über Kinder, die auf Mülldeponien arbeiten, hinwies. Zusätzlich erörtete dieser Bericht die Möglichkeit, diesem Zustand entgegenzuwirken, indem man den betroffenen Kindern Anreize in Form von Stipendium anbieten könnte, damit diese wieder die Schule besuchen.
Stadtrat Nelson Neira gibt zu bedenken, daß bestehende Programme und Verordnungen in Ecuador lediglich einen Teil des Problems aufgreifen. "Diese Verordnungen dürfen sich nicht nur auf Kinderarbeit auf Mülldeponien beziehen, sondern müssen zunächst klar definieren, daß Kinder auch in öffentlichen Institutionen oder auf Straße Müll sammeln, um damit Geld zu verdienen." so Neira. Um Kinderarbeit völlig zu beseitigen, müsse man viel weiter darüber hinausdenken und berücksichtigen, daß diese Müllsammelarbeiten nur einen kleinen Teil des Sprektrums ausmachen, in dem Kinder tätig sind.
In Ecuador arbeiten Minderjährige auch bei der Endbeseitigung von Abfall oder im Transportwesen sowie in vielen anderen Bereichen.
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