Sonntag, 31. Januar 2010
 Gujarat, Indien
Trotz des Verbots von Kinderarbeit werden im indischen Bundesstaat Gurajat immer wieder Kinder als Haushaltshilfen angestellt, berichtet eine NGO. Eine indische Behörde namens "Childline", die damit betraut ist, Beratungsstellen zum Thema zu unterhalten und das Bewußtsein in dieser Angelegenheit zu verstärken, gab bekannt, daß im Zeitraum zwischen April 2008 und März 2009 28 Kinder in der Stadt Ahmedabad aus ihren Anstellungsverhältnissen befreit wurden. Weitere betroffene Städte waren: Gandhinagar, Madhya Pradesh, Goa, Rajasthan, Tamil Nadu und Uttar Pradesh.
Obwohl die Betreuungs- und Beobachtungszentren im ganzen Land nun bessere Arbeit leisten, ist es notwendig, dass der sogenannte "Juvenile Justice Act" endlich angemessen implementiert wird, konstatiert ein indischer Juraprofessor der Stadt Palanpur. Das Gesetz schreibt genau vor, dass Kinder unter 18 Jahren nicht in ein Angestelltenverhältnis treten dürfen und dennoch müssen manche von ihnen in Gujarat gelegentliche Arbeiten verrichten.
Childline engagiert sich nicht nur bei der Befreiung Minderjähriger aus ihren Arbeitsverhältnissen, sondern offeriert auch Beratung für Familien mit Kindern unter 18 Jahren.
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Freitag, 29. Januar 2010
 Latacunga, Ecuador
Im August des vergangenen Jahres gab das "Centro de Desarrollo y Autogestión, CDA" (Zentrum für Entwicklung und Selbstverwaltung) einen Bericht an die Gemeindeverwaltung weiter, in dem es auf Kennzahlen über Kinder, die auf Mülldeponien arbeiten, hinwies. Zusätzlich erörtete dieser Bericht die Möglichkeit, diesem Zustand entgegenzuwirken, indem man den betroffenen Kindern Anreize in Form von Stipendium anbieten könnte, damit diese wieder die Schule besuchen.
Stadtrat Nelson Neira gibt zu bedenken, daß bestehende Programme und Verordnungen in Ecuador lediglich einen Teil des Problems aufgreifen. "Diese Verordnungen dürfen sich nicht nur auf Kinderarbeit auf Mülldeponien beziehen, sondern müssen zunächst klar definieren, daß Kinder auch in öffentlichen Institutionen oder auf Straße Müll sammeln, um damit Geld zu verdienen." so Neira. Um Kinderarbeit völlig zu beseitigen, müsse man viel weiter darüber hinausdenken und berücksichtigen, daß diese Müllsammelarbeiten nur einen kleinen Teil des Sprektrums ausmachen, in dem Kinder tätig sind.
In Ecuador arbeiten Minderjährige auch bei der Endbeseitigung von Abfall oder im Transportwesen sowie in vielen anderen Bereichen.
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 In einem Treffen zwischen Offiziellen des thailändischen Sozial- und Arbeitsministeriums und der US-Botschaft befürworteten die USA Thailands Politik gegen den Menschenhandel und bestätigten den signifikanten Rückgang von Kinderarbeitsfällen in den letzten 27 Jahren. In den vergangenen Jahren beschuldigten die USA Thailand der Zwangs- und Kinderarbeit, vor allem in der Zuckerrohr-, Garnelen- und Kleidungsindustrie.
Seit 1999 gibt es in den USA eine gesetzliche Verordnung, die es staatlichen Organisationen verbietet, Produkte zu erwerben, die aus Kinderarbeit stammen, egal aus welchem Land.
Thailands Politik gegen Kinderarbeit basiert auf drei Punkten: Eine Schulpflicht von zwölf Jahren; Ein Maßnahmenpaket des Ministeriums um die Kinderarbeitssituation im Land zu überwachen; Kampagnen für thailändische Arbeitgeber, damit diese rechtmäßig Arbeiter einstellen und gemäß des Arbeitsschutzgesetzes behandeln.
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"USA prüft Thailands Aufzeichnungen zur Kinderarbeit" vollständig lesen
Donnerstag, 28. Januar 2010
 Beim kommenden Weltwirtschaftsforum in Davos möchte sich Reinhard Marx, katholischer Erzbischof aus München, für eine globale Wettbewerbsordnung stark machen. Laut Marx sollte über ein Weltkartellamt nachgedacht werden. Auch die WTO könne dabei helfen, Dinge wie Kinderarbeit zu beseitigen. Zusätzlich regt er eine Ethikdebatte an, welche dem Verbraucher bei der Entscheidung helfen soll, welche Produkte er kauft oder ablehnt. Vor allem die USA und Europa sieht Marx hierbei in der Pflicht. Ferner gibt er zu bedenken, daß es solch eine Chance eventuell in 30 Jahren nicht mehr geben würde.
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Mittwoch, 27. Januar 2010
 Circa 30% der Kinder, die in Mexiko arbeiten, sind weniger als 13 Jahre alt und hauptsächlich in der Landwirtschaft tätig, berichtet Javier Loranzo Alarcón, Staatsekretär für Arbeit und Soziales. Laut ILO ist die Zahl der arbeitenden Kinder in Mexiko mittlerweile auf 3,6 Millionen angestiegen. Hinzu kommt, daß knapp 1,5 Millionen von ihnen nicht die Schule besuchen. In ländlichen Gegenden und innerhalb der indigenen Bevölkerung Mexikos ist dies ohnehin schon ein weit verbreitetes Problem.
"Es ist nicht vorstellbar, daß sich eine Nation verfünftig entwickelt, während Kinder arbeiten, anstatt zur Schule zu gehen." berichtet Jean Maninat, ILO-Regionaldirektor für Lateinamerika und die Karibik. Laut Maninat sind weltweit mehr als 130 Millionen Kinder in der Landwirtschaft beschäftigt.
Die ILO hat indessen ein Programm angekündigt, um diesem Mißstand in Mexiko entgegenzuwirken. Das Programm ist zunächst auf vier Jahre angelegt.
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 Die indische Regierung plant erstmalig die Einrichtung von speziellen Schulen, welche für Kinder gedacht sind, die noch zuvor arbeiten mußten. Diese Art von Internatsschulen werden nun geplant, da es in vergangener Zeit zunehmend Berichte von arbeitenden Migrantenkindern gab, und zwar aus mehreren indischen Bundesländern.
Im Rahmen des sogenannten "National Child Labour Project (NCLP)" gibt es derzeit knapp 9.000 Schulen in 271 Regierungsbezirken Indiens. Die Kinder, die diese Schulen besuchen, hat man aus gefährlichen Beschäftigungsverhältnissen geholt und gibt ihnen nun die Möglichkeit, für drei Jahre die Grundschule zu besuchen, um dann später wieder in das formale Schulsystem eingegliedert zu werden.
Ein Abgeordneter des Arbeitsministeriums gibt jedoch zu bedenken, daß es nicht reiche den Migrantenkindern nur die Schuleinrichtungen zur Verfügung zu stellen. Da diese sehr oft den Ort wechseln, müsse man ihnen auch Heime oder ähnliche Einrichtungen anbieten können. Andernfalls könne man nicht gewährleisten, daß die Kinder wieder anfangen zu arbeiten.
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Dienstag, 26. Januar 2010
 Islamabad:
Die Legislative der pakistanischen Nationalversammlung forderte am Montag nachdrücklich ein neue Gesetzgebung zur Vorbeugung von Kinderarbeit und häuslicher Gewalt. Die Forderung entstand im Kontext der Ermordung eines 12-Jährigen Dienstmädchens. Der Tod des Mädchens ereignete sich vor einigen Tagen in Lahore, einer Stadt im Nordosten Pakistans, und ist allem Anschein nach die Folge von Misshandlungen durch deren Arbeitgeber.
Laut Nationalversammlungsmitglied Wasim Akhtar häufen sich die Fälle von Vergehen gegen Minderheiten und Kinder, vor allem in der pakistanischen Provinz Sindh. Zusätzlich wirft er der dortigen Landesregierung Versäumnisse bei der Verbesserung ihrer Gesetzgebung und Strafverfolgung für derartige Fälle vor. Es gäbe dort "regelmäßig Entführungen von Minderjährigen, welche dann für Lösegeld freigekauft werden müssen."
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 Die Bestimmung der Bestattungs- und Friedhofssatzung der Stadt Nürnberg, dass auf städtischen Friedhöfen nur Grabmale aufgestellt werden dürfen, die über die gesamte Produktionskette nachweislich nicht aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen, wurde vom Bundesverwaltungsgericht für unwirksam erklärt. Damit wurde eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichts vom 27. Juli vergangenen Jahres bestätigt. Am Mittwoch will die Stadt Nürnberg ihr weiteres Vorgehen bekanntgeben.
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Montag, 25. Januar 2010
 Im Rahmen seines Programms "Construyendo Perú", zu deutsch "Aufbau Peru", hat das peruanische Staatsministerium für Arbeit mittlerweile zahlreiche Maßnahmen eingeführt, um Kinderarbeit zu vermeiden. Es geht dabei vordringlich um Tätigkeiten, welche die Kinder daran hindern, sich natürlich zu entwickeln.
In den Jahren 2007 und 2008 hat Construyendo Perú mehr als 165.000 Familienvätern im Zuge von Projekten im ganzen Land Arbeit -zumindest temporär- verschafft.
Davon profitierten über 197.000 Kinder, deren Väter bei der Realisierung von Bauvorhaben beschäftigt waren, während sie die Schule besuchen konnten. Im vergangenen Jahr kam dieses Programm knapp 92.000 Vätern und somit indirekt mehr als 200.000 Kindern zugute.
Zusätzlich bietet das Programm den Eltern die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Formen von Verstößen gegen die Rechte Minderjähriger zu informieren. Um Kinderarbeit zu bekämpfen, verwirklicht Construyendo Perú Vorhaben in Verbindung mit sowohl öffentlichen als auch privatwirtschaftlichen Unternehmen.
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 Dem Bericht der Pan American Development Foundation zufolge arbeiten mindestens 225.000 Kinder in Haitis Städten. Wegen der Armut sind Kinder zur Sklaverei gezwungen und dienen im Haushalt. Manche von ihnen werden auch als Sexsklaven missbraucht die psychisch und physisch an ihre Grenzen gebracht werden. Besonders viele Mädchen werden zu sexuellen Handlungen gezwungen.
Der Bericht schlägt vor, die haitianische Regierung aufzufordern, ihre Bemühungen darauf zu richten, den armen Kindern Bildung zu ermöglichen und soziale Einrichtungen zu schaffen, wie etwa Mädchenhäuser. Sie machen zwei Drittel der Kinderarbeit aus. Diese Kinder sind unter dem Namen "restavek" bekannt, was übersetzt "die, die übrig bleiben" heißt. Diese Kinder haben die Hoffnung, dass ihnen eine wohlhabende Familie bessere Lebenschancen bietet. Viele arme Familien schenken ihre Kinder her, um aus der Armut und dem Elend zu entfliehen. Doch die Geschichte ist bei weitem nicht so idyllisch. Sie arbeiten von früh bis spät und werden oft missbraucht.
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