Freitag, 26. Februar 2010

Vor kurzem startete die Anmeldung für die bundesweite Kindernothilfe- Kampagne 2010 unter der Schirmherrschaft von Christina Rau.
Kinder und Jugendliche aus Schulen, Kirchengemeinden und Aktionsgruppen werden im Rahmen des Projekts im Oktober und November tatkräftig im Haushalt und Garten, bei Verwandten, Nachbarn oder in Unternehmen kleinere und größere Arbeiten verrichten. Im Gegenzug erhalten sie Spenden, die dieses Jahr in das Haiti Projekt der Kindernothilfe gegen ausbeuterische Kinderarbeit einfließen.
Als kleine Prämie schreibt die Kindernothilfe auch ein kleines Preisgeld für die Klassenkasse des fleißigsten Spendensammlers aus. Zudem wird die Berliner Band Culcha Canelda in der Schule der Gewinner auftreten.
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 Die Lokalregierung des kolumbianischen Departamentos El Magdalena plant, am kommenden Dienstag ihre neue Strategie im Kampf gegen Kinderarbeit zu veröffentlichen. Dabei geht es vorrangig um die Bekämpfung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit, mit dem Hauptziel, Maßnahmen zu finden, diesem Problem entgegenzuwirken. Für die ILO ist weiterhin die Armut einer der Hauptgründe für das Entstehen von Kinderarbeit.
Im Rahmen der neuen Strategie werden zunächst alle 30 kolumbianischen Departamentos besucht, um der jeweiligen Lokalregierung das Problem näherzubringen und später zu einer gemeinsamen Vorgehensweise zu gelangen. El Magdalena ist das erste kolumbianische Bundesland, das sich verpflichtet, eine neue Methode im Kampf gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit einzusetzen. Obwohl keine offiziellen Zahlen bekannt sind, wird vermutet, daß allein in El Magdalena ca. 32.000 Kinder arbeiten.
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 In Uganda herrscht seit 23 Jahren Krieg zwischen der Lord´s Resistance Army (LRA) und der Regierung von Uganda, von dem vor allem der nördliche Teil des Landes betroffen ist. Die amerikanische Non-Profit-Organisation "Invisible Children" setzt sich dafür ein, die Einberufung von Kindern in die LRA zu verhindern. Manche dieser Kinder sind gerade mal zwei Jahre alt. Im Mittelpunkt steht dabei der Anführer der LRA, Joseph Kony. Der amerikanische Senat zieht mittlerweile einen Gesetzesentwurf in Betracht, mit dem drei verschiedene Ziele erreicht werden sollen: Die Gefangennahme von Joseph Kony, die Erneuerung der vom Krieg zerstörten Gebiete und der Friedensprozess in Norduganda. Invisible Children möchte die Verabschiedung dieses Gesetzes vorantreiben.
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 Nach 14 Jahren wird Pakistans Regierung in Zusammenarbeit mit der ILO eine neue "National Child Labour Survey" durchführen. Dies teilte der Staatsminister für Arbeit dem pakistanischen Parlament am Donnerstag mit. Die damalige Studie, die durch das Statistische Bundesamt koordiniert wurde, ergab, daß von 40 Millionen Kindern im Alter zwischen 5 und 14 Jahren ungefähr 3,3 Millionen arbeiten müssen.
Zusätzlich teilte der Arbeitsminister dem Senat mit, daß 2008 knapp 12.000 Kinder aus ihren ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen befreit wurden. Die ILO hat in den letzten sechs Jahren ca. 285.000 US-Dollar ausgegeben, um Kinderarbeit aus Pakistan zu verbannen. Dieses Geld wurde vor allem für die Stärkung von sogenannten "Child Labour Units" verwendet, in den Provinzen Sindh und Baloachistan. Im April 2010 wird Pakistan eine neue Richtlinie zum Schutz der Rechte von Arbeitern verkünden.
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Donnerstag, 25. Februar 2010
 Die Philanthropen (Menschenfreunde), die britische Waisenkinder zu Bauernhöfen in Australien und Kanada schickten, dachten, sie täten dies für einen wohltätigen Zweck. Zwischen 1920 und 1960 wurden knapp 150.000 Kinder in Pflegeheime und andere Institutionen nach Übersee verfrachtet, um dort ein besseres Leben im unterbevölkerten Commonwealth zu beginnen. Wohltätigkeitsvereine wie Barnardo´s, die katholische Kirche und die britischen Behörden halfen damals, diese "Emigration" zu organisieren. Meistens erzählte man den betroffenen Kindern, dass ihre Eltern gestorben wären. In Wahrheit waren viele von ihnen Kinder von alleinstehenden Müttern, die gezwungen wurden, ihre Kinder zur Adoption freizugeben. In der damaligen Zeit war der Status von alleinerziehenden Frauen mit einem ernsthaften sozialem Stigma behaftet.
"Nach australischem Premier entschuldigt sich auch Gordon Brown für die damalige Deportation von Kindern" vollständig lesen
 Unter dem Motto "Kinderarbeit vermeiden. Na klar - aber wie?" werden am Donnerstag, den 4. März 2010, von 15 bis 18 Uhr in der Münchner Stadtinformation im Rathaus Fragen rund um das Thema Kinderarbeit beantwortet. Heinz Schulze von der lokalen Agenda 21 koordiniert den Themennachmittag der Kinder- und Familieninformation. Fragen können auch schon vorab an "www.kinder-familieninformation@muenchen.de" geschickt werden.
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Mittwoch, 24. Februar 2010
 Viel Wirbel gab es im vergangenen Jahr um das geplante Internetsperrengesetz für Seiten mit kinderpornografischem Inhalt. Trotz massiver Proteste von Datenschützern und Usern wurde es hart erkämpft, letzte Woche vom Bundespräsidenten unterschrieben und trat am 22. Februar in Kraft, um zeitgleich durch das Innenministerium wieder gestoppt zu werden. Schon im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP war vereinbart worden, das Gesetz ein Jahr lang nicht anzuwenden. Statt der Sperrung soll nun eine neue Regelung getroffen werden: Unter Druck geraten erarbeitet die Bundesregierung bereits ein Gesetz zur Löschung entsprechender Webseiten, das als wesentlich erfolgversprechendere Maßnahme angesehen wird. In einem Erlass des Innenministeriums heißt es nun eindeutig, es seien "weder Sperrlisten zu erstellen noch Sperrlisten an die Internetserviceprovider zu übermitteln".
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 Die nigerianische „National Agency for Prohibition of Traffic in Persons“ (NAPTIP) hat ein innerstaatliches Aufklärungsprogramm gegen Menschenhandel und Kinderarbeit gestartet.
Gemäß einer Studie der „International Labour Organisation“ (ILO) sind mehr als zwölf Millionen nigerianische Kinder in Kinderarbeit verstrickt und weiterhin über zehntausend junge Nigerianerinnen in der italienischen Prostitution tätig, die meisten von ihnen sind Opfer von Menschenhandel.
Nach NAPTIP sind die Hauptprobleme, die junge Nigerianer in Kinderarbeit und Prostitution treiben, neben der hohen Armut und einer großen Zahl von Schulabbrechern, vor allem ein weit verbreiteter Analphabetismus und Ahnungslosigkeit vor dem Geschäft der Menschenhändler.
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Dienstag, 23. Februar 2010
 Die Gruppe der paramilitärischen „Lord’s Resistance Army“ (LRA) um Rebellenführer Joseph Kony setzt seit über zwanzig Jahren Kindersoldaten in Uganda ein. Insgesamt sollen so bereits mehr als 30 000 Kinder durch Entführung "rekrutiert" worden sein.
Ziel der 1987 gegründeten Miliz ist es, Staatspräsident Yoweri Kaguta Museveni zu stürzen und einen fundamental-christlichen Gottesstaat zu errichten.
Auch gegenwärtig verübt die LRA massive Verbrechen an der Zivilbevölkerung Ugandas und wirkt bis in den Südsudan hinein.
Dabei werden äußerste Brutalität und Massenmord als taktische und militärische Mittel verwendet, um die Region im Nordwesten Ugandas gezielt zu destabilisieren.
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 Im Rahmen der Konferenz „Roma-Kinder in Europa - Zwischen Integration und Isolation“ hat Unicef eine Studie zur Lage der Roma-Kinder in Osteuropa veröffentlicht.
Kinder der Roma in Südosteuropa sind, laut Unicef, besonders stark von Kinderarbeit betroffen. Sie bilden auch den Großteil der Straßenkinder in Albanien und Bosnien- Herzegovina. UNICEF führt den hohen Anteil vor allem auf den schlechteren Bildungszugang der Volksgruppe zurück. Durch Integrationsprojekte und überwachte Einschulung ist die Zahl der arbeitenden Roma-Kinder in Rumänien inzwischen rückläufig.
Link zur Unicef Studie: "Breaking the cycle of exclusion - Roma children in south east Europe"
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