Donnerstag, 11. März 2010
 Das Maskottchen zur FIFA WM 2010 sollte von einer Firma in Shanghai Produziert werden. Nachdem jedoch Berichte über die dortigen miserablen Arbeitsbedingungen, unter anderem soll man dort auf Kinderarbeit zurückgegriffen haben, bekannt wurden, entzog man dem Unternehmen die Lizenz wieder. Der Weltverband inspizierte daraufhin die Fabrik. Seitdem wurden dort einige Verbesserungen vorgenommen, sodass weiterproduziert werden darf.
Link zur Meldung: Fussball: Beste Fabriken
 Zu diesem Thema findet heute um 19.30 Uhr ein Vortrag mit anschließender Diskussion im Reinoldinum, Schwanenwall 34, Dortmund statt. Dabei soll diskutiert werden, ob ein pauschales Verbot von Kinderarbeit nicht auch schädlich sein kann und ob Kinder nicht vielmehr ein Recht zu arbeiten hätten. Zudem soll besprochen werden welche Formen von Kinderarbeit akzeptabel seien und welche nicht.
Link zur Veranstaltungsseite: Arbeitende Kinder achten - Kinderarbeit ächten
Mittwoch, 10. März 2010
 Die Entscheidung über die Annahme des Antrages des Fraktionsvorsitzendern der Fraktion Die Grünen/Bündnis Zukunft Martin Feller „Der Landkreis Uelzen möge keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit erwerben“ wurde vertagt. Feller zog seine Angekündigte Kritik an der Haltung von CDU und SPD zurück, da diese weiteren Beratungsbedarf zu diesem Thema bekundeten. Zuvor ging aus einer Stellungnahme der Verwaltung hervor, dass der Verzicht auf Produkte aus Kinderarbeit Kosten erhöhend wirken könnte, da Unternehmen die auf Kinderarbeit zurückgreifen entscheidende Kostenvorteile hätten. Weiterhin würden den Sachbearbeitern der Vergabestellen, vor allem in der Anfangszeit, durch die Prüfung der Produkte höhere Kosten entstehen. Daher empfahl der Kreisausschuss dem Kreistag, mit Verweis auf die Haushaltslage des Landkreises, auf derartige Verpflichtungen zu verzichten, zumal sie den Kreiseinwohnern nicht unmittelbar zugute kämen.
Link zur Stellungnahme der Verwaltung: Vorlage Nr. 2010/028
  Die Stadt Bad Bevensen hat beschlossen in Zukunft keine Produkte, die durch Kinderarbeit entstanden sind, mehr zu kaufen. Auch die Samtgemeinde Bad Bevensen wird am 18.03.2010 einen Gemeinderatsbeschluss dazu absegnen. Der Landkreis Uelzen, in welchem Bad Bevensen liegt, hat sich jedoch dagegen ausgesprochen, sich beim Bündnis Aktiv gegen Kinderarbeit zu beteiligen.
 Die Gemeinde Kammerstein hat beschlossen ihre Vergabepraxis so zu ändern, dass keine Produkte aus Kinderarbeit mehr gekauft werden. Dabei wird nun darauf geachtet, ob Waren ein Siegel wie zum Beispiel TransFair tragen und die Lieferanten versichern, dass ihre Produkte nicht aus Kinderarbeit stammen. Außerdem will man die Bürger und Bürgerinnen aktiv über die Problematik informieren und die Gemeinde als „ Fairtrade Gemeinde“ anmelden
Weiterhin ist die Gemeinde dem »Energiebündel Roth-Schwabach e.V.» beigetreten, mit dem Ziel den Landkreis Roth und die Stadt Schwabach energieautark zu machen, um so eine Umweltfreundlichere Energiepolitik betreiben zu können.
Link zum Artikel: "Nein zu Kinderarbeit Gemeinde Kammerstein schließt sich Bündnis an"
Dienstag, 9. März 2010
 Kaffee genießen und dabei Gutes tun: Der Kaffeeröster Tchibo schenkt ab sofort ausschließlich nachhaltig erzeugten Kaffee aus. Zu den seit 2008 auf Fairtradeproduktion umgestellten Kaffeespezialitäten und Espressoerzeugnissen gesellt sich neu der Caffè Crema. Tchibos klassischer Filterkaffee stammt von nun an von Kaffeefarmen, die durch die Rainforest Alliance zertifiziert sind. Wesentliche Anliegen des Kaffeerösters sind die Sicherung von Ressourcen, Umweltschutz und die Verbesserung der sozialen Bedingungen in den Produktionsländern. Tchibo hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: 2015 soll jede vierte Bohne aus verantwortlichem Anbau stammen.
Auch Starbucks stellt auf Fairtrade-Erzeugnisse um: Ab sofort bietet die Kaffeekette europaweit nur noch zertifizierte Espressogetränke an. Der Kaffeeriese verpflichtet sich durch seine Kooperation zu nachhaltig produziertem und gehandeltem Kaffee: "Starbucks setzt neue Maßstäbe in der Kaffeeindustrie, indem es seine globale Größe dazu einsetzt, Gutes zu tun. So wird die Reichweite von Fairtrade vergrößert und der Einfluss auf zehntausende Bauern, die das Herz des Fairtrade Systems bilden, verstärkt.", so Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair e.V.
Link zum Artikel (Tchibo)<Link zum Artikel (Starbucks)
Montag, 8. März 2010
 Der indische Staatsminister für Arbeit und Erwerbstätigkeit, Harish Rawat, lies heute verlauten, dass ein allgemeines und striktes Verbot von Kinderarbeit in Indien die Familien betroffener Kinder in zusätzliche Armut stürzen würde.
Rawat zufolge seien die zwei diesbezüglich wichtigsten Konventionen der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aufgrund der in Indien 'einzigartigen sozioökonomischen Bedingungen' bisher nicht unterzeichnet worden. Namentlich sind dies zum einen Konvention Nr.182 zur ausdrücklichen Eliminierung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit und zum anderen Konvention Nr.138 zur Einführung eines Mindestalters für erwerbsmäßige Beschäftigung von 18 Jahren.
Nichtsdestoweniger ist die indische Regierung bemüht, beide Konventionen umzusetzen. Zu diesem Zweck ist jüngst eine eigene Arbeitsgruppe ins Leben gerufen worden, um zwischen verschiedenen relevanten Akteuren zu vermitteln.
Link zum Atikel von "The Hindu" (auf Englisch)
Die christlich- demokratische Arbeitnehmerschaft im Ennepe- Ruhr- Kreis setzt im Kampf gegen Kinderarbeit ein Zeichen.
Der Vorsitzende Hugo Frohn fordert alle Mitbürger zum Kauf- Boykott von Waren aus Kinderarbeit auf, denn so Frohn: „Kinderarbeit ist ein schrecklicher Skandal. Als Verbraucher müssen wir uns in unserer Stadt und unserem Ortsteil engagieren und dagegen angehen, indem wir bestimmte Produkte boykottieren.“
Neben den Bürgern sind aber auch die Städte im Kreis selbst darum gebeten worden, ihr Beschaffungswesen zu überprüfen und die Veträge aufzulösen, die die Lieferung von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit beinhalten.
Ziel ist es, dass zukünftig Produkte, die von Kinderhand gefertigt wurden, in den Städten des Kreises nicht mehr angeboten werden.
Link zum Artikel
 Am gestrigen Sonntag begann in San'a, der Hauptstadt des Jemen, ein fünftägiger Workshop, der darauf abzielt, ausgewählte Inspektoren zu Gesundheits- und Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit Kinderarbeit aufzuklären und sie bei ihrer Feldarbeit in den betroffenen Regionen zu unterstützen. Organisiert wird der Workshop vom Ministerium für Soziale Angelegenheiten und Arbeit in Zusammenarbeit mit der ILO. Den Teilnehmern wurde eine Liste mit Beschäftigungen ausgeteilt, die Kinder nicht ausführen dürfen. Dieser Workshop ist Teil eines nationalen Programms und eine weitere Intervention der Regierung, die institutionelle Seite im Kampf gegen Kinderarbeit zu stärken. Der nationale ILO-Repräsentant, Raidan Al-Saqqaf, gab an, dass die Organisation seit 2000 in Zusammenarbeit mit sozialen Partnern und der Regierung vor Ort präsent sei: "[...] Wir sehen einer weiteren Kooperation in der Zukunft entgegen, um ehrliche Arbeit für alle zu ermöglichen."
Offiziellen Schätzungen zufolge arbeiten 420.000 Kinder im Jemen.
Link zum Artikel (englisch)
Freitag, 5. März 2010
 Das Internationale Rescue Committee (IRC) baut auf seinen kürzlichen Erfolg im Kampf gegen Kinderarbeit im Norden Ugandas. Das IRC startet ein neues Programm, um gegen die Armut vorzugehen, die viele Familien zwingt, ihre Kinder arbeiten zu schicken. Dabei sollen zusammen mit lokalen Beamten 60 neue Spar- und Kreditverbände geschaffen werden. Somit soll armen Familien die Möglichkeit gegeben werden, sich finanziell beraten zu lassen und Kredite zu niedrigen Zinsraten aufzunehmen. Diese Spar- und Kreditverbände werden jeweils einzelnen Dörfern angegliedert.
Durch den sich lange hinziehenden Bürgerkrieg im Norden des Landes sind viele Familien in starke Armut geraten und hatten somit keine andere Wahl, als ihre Kinder zum Arbeiten zu schicken.
Link zum Artikel auf Englisch
|