
Die Fälle von
Kinderhandel in
Malawi haben zugenommen. Nach einer Aussage von Zondwayo Juwa von der Organisation Eye of the Child konnten in jüngster Zukunft alleine 1000 Fälle verhindert werden. Dies sei aber nur die Spitze des Eisbergs, die Gesamtzahl durchgeführter Verschleppungen liege weit höher. Die Kinder werden über die unsichere Grenze in die Nachbarländer
Tansania,
Sambia und
Mosambik gebracht, von wo sie an unbekannte Zielorte weiter geschickt werden.
Die Gründe dafür, dass
Kinderhändler in Malawi kaum belangt werden, sieht Juwa vor allem kulturell begründet.
Kinderhandel scheint in der Bevölkerung als gängige Praxis anerkannt und geduldet zu werden. Besonders deutlich wird dies, wenn bei Polizeikontrollen die Kinder zwar entdeckt aber nichts unternommen werde, obwohl Malawi eigentlich die „Convention on the Rights of the Child“ (CRC) ratifiziert habe.
Die unter der früheren Ministerin Joyce Benda angelegten Projekte zur Ächtung des
Kinderhandel sind offenbar unter der neuen Amtsträgerin Anna Kachikho wieder gestoppt worden.
Daher scheinen Malawis Kinder auf Hilfe angewiesen zu sein, die nicht von Regierungsseite kommt. Unter der Schirmherrschaft von Monase Nyirongo von den Malawi News soll nun eine Kampagne gestartet werden, die aufgedeckte Fälle publik macht und sie der Gesellschaft vor Augen führt.
Artikel bei Africa News