Mittwoch, 3. September 2008
Verantwortliche in Uganda geben an, der Tod vieler Eltern an Aids sei einer der Hauptgründe für Kinderarbeit. Eine Großzahl der 1,5 Millionen Kinderarbeiter im Land arbeitet als Prostituierte, um so das nötigste zum Leben zu erwerben.
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Donnerstag, 28. August 2008
Das US-Arbeitsministerium hat eine Studie veröffentlicht, nach der die Gesetze gegen ausbeuterische Kinderarbeit oftmals wirkungslos bleiben. Die staatlichen Kontrolleure seien häufig nur unzureichend ausgebildet und aufgrund ihrer niedrigen Gehälter anfällig für Bestechung.
In den meisten Ländern gebe es zwar Anstrengungen gegen die schlimmsten Formen ausbeuterischer Kinderarbeit vorzugehen, allerdings müssen diese deutlich verstärkt werden.
Nach aktuellen Schätzungen der ILO müssen weltweit 218 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren ausbeuterische Arbeit verrichten.
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Donnerstag, 21. August 2008
Der turkmenische Präsident Gurbanguly Berdymuhammedow hat den Einsatz von Schülern zur Baumwollernte untersagt. Er drohte drastische Strafen gegen Schulleiter und alle diejenigen an, die Kinder für die Arbeit auf den Plantagen vom Unterricht freistellten.
Die Kinderarbeit in Turkmenistan, die von Menschenrechtlern seit Jahren harsch kritisiert worden war, hat eine lange Tradition. Schon zu Sowjetzeiten wurden Kinder für die Baumwollernte eingesetzt, die in Turkmenistan auch das "weiße Gold" genannt wird.
Diese Gründe lassen befürchten, dass auch dieser Erlass des turkmenischen Präsidenten nur dazu dienen soll, die Kritiker zu beruhigen. In der Vergangenheit wurden regelmäßig solche Verbote ausgesprochen, doch geholfen haben sie nie.
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Haiti gilt als das ärmste Land in der westlichen Hemisphäre. Am Samstag wurde dort die Leiche eines zwolfjährigen Jungen gefunden, der vier Tage zuvor gekidnappt worden war.
Offizielle der UN-Friedensmission (MINUSTAH) auf der Insel haben nun Alarm geschlagen. Es wird berichtet, dass in diesem Jahr bereits 69 Kinder gekidnappt worden seien.
Bis zu 25000 Dollar können die Kidnapper als Lösegeld für die Rückgabe eines Kindes erwarten, was gegenüber den ca. 200 Dollar die man in Haiti sonst durchschnittlich im Monat verdient, gewaltig erscheint.
Man kann sagen, dass diese Gräueltaten gegenüber Kindern in Haiti zum Geschäft geworden sind. Das Kidnapping ist bandenmäßig organisiert.
Immer häufiger werden die Kinder während der Entführung gefoltert und sexuell missbraucht.
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Vom 07.09.08 - 05.10.08 findet im Kunsthaus Tacheles in Berlin die Gruppenausstellung "THIS WORLD IS NOT MY HOME" statt.
Als einer von 14 internationalen Künstlern wird dort der deutsche Julian Ronnefeldt eine Multimedia-Installation über die nach wie vor stark vertretene Kinderarbeit in der Bekleidungsindustrie präsentieren.
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Dienstag, 19. August 2008
Die vier großen US-Amerikanischen Handelsvereinigungen haben einen Appell an den Usbekischen Präsidenten Islam Abduganievich Karimov gerichtet und fordern diesen auf, die ausbeuterische Kinderarbeit auf den Baumwollplantagen seines Landes durch weitreichende Maßnahmen zu beenden.
Usbekistan, dem drittgrößten Baumwollexporteur der Welt, wird vorgeworfen erlaubt zu haben, dass bereits 10-15 jährige Kinder zur Arbeit auf den Plantagen gezwungen werden.
Der Verbund fordert auch andere internationale Organisationen auf, sich dem Appell anzuschließen und sich dafür einzusetzen.
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Montag, 18. August 2008
Nachdem Berlin in den letzten Jahren einen Baby-Boom erlebt hat, werden in großem Maße neue Geschäfte eröffnet, die Kinderkleidung verkaufen.
Erfreulicherweise reicht es vielen Eltern nicht mehr aus ihren Kindern bloß ein gutaussehendes Kleidchen oder hübsche Schuhe zu kaufen. Sie legen dabei immer mehr wert auf ethische und ökologische Kriterien.
Lene König, Gründerin des Labels "bubble.kid", wollte ihren einjährigen Sohn nicht in die gängigen T-Shirts und Camouflage-Jacken großer Hersteller stecken, da diese oft von Kindern gefertigt werden.
Sie lässt ihre Mode in der Oberlausitz produzieren, denn dort gebe es keine Kinderarbeit und sie könne die Standards kontrollieren. So kann sie sich und ihre Kunden, die sehr viel Wert auf die Herkunft der Kleidungsstücke legen, zufrieden stellen. Das ist ihr wichtig.
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Montag, 11. August 2008
Die 13 Jahre alte Shannen Koostachin (Attawapiskat, Kanada) ist für ihren leidenschaftlichen Kampf zum Neubau einer Schule in ihrer Gemeinde für den internationalen Kinderfriedenspreis nominiert worden. Bereits seit dem Jahr 2000 wird der Gemeinde der Bau einer neuen Schule durch den dafür zuständigen Minister verwehrt. Die Kinder werden in Wohncontainern unterrichtet.
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Fighting for a school for Attawapiskat
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"Die vergessenen Kinder von Attawapiskat" vollständig lesen
Donnerstag, 7. August 2008
Im indischen Bundesstaat Bihar wurde ein Aktionsplan veröffentlicht, der die Kinderarbeit in der Region bekämpfen soll. Nach offiziellen Angaben findet 8.9 % der Kinderarbeit in Indien in Bihar statt.
Der Plan sieht vor, dass lokale Nicht-Regierungs-Organisationen durch Haustürbefragungen dabei helfen Fälle von Kinderarbeit in Haushalten, Restaurants und Hotels aufzudecken.
Weiterhin sollen die Ministerien des Staates so ausgerichtet und umgestaltet werden, dass sie effektiver gegen Kinderarbeit vorgehen können.
Um die Umsetzung des Plans sicherzustellen, soll in jeder Region des Staates ein Beauftragter das Vorgehen überwachen.
Der Aktionsplan soll dem Parlament in den nächsten Tagen vorgelegt werden.
Es bleibt also abzuwarten, ob er ernsthaft dazu beitragen kann, die Kinderarbeit in der Region Bihar einzudämmen.
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Am 30. Mai 2008 veröffentlichte die dänische Nicht-Regierungs-Organisation DanWatch einen Artikel über die menschenrechtswirdrigen Zustände beim Abbau von Rohstoffen wie Cobalt, Tantal/Coltan in kongolesischen Minen, die u.a. für die Herstellung von Mobiltelefonakkus verwendet werden. Viele Kinder werden zur Gewinnung der Stoffe missbraucht und müssen diese mit einfachsten Werkzeugen oder sogar mit den bloßen Händen in den Minen schürfen.
DanWatch erhebt in seinem Artikel den Vorwurf, dass die großen Mobiltelefonhersteller bisher nicht genügend Anstrengungen unternommen hätten um zu überprüfen unter welchen Bedingungen die Rohstoffe gefördert werden, obwohl ihnen die Verhältnisse dort schon lange bekannt sind.
Die dänische Organisation veröffentlichte zusätzlich einen ausführlichen Bericht, der über die Hintergründe des Rohstoffabbaus im Kongo informiert.
DanWatch forderte die Unternehmen auf zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.
Die Stellungnahmen sind nun abrufbar.
Artikel, Hintergrundbericht, Stellungnahmen
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