Mittwoch, 1. September 2010

Das dritte Internationale Treffen gegen Kinderarbeit findet dieses Jahr am 3. und 4. November in Bogotá, Kolumbien statt. Im Vordergrung steht das Thema Kinderarbeit in Lateinamerika. Schon in den Monaten September und Oktober sollen einige Onlineaktivitäten realisiert werden ( Zeitplan).
Die konkreten Ziele des Treffens sind zum einen, ein Internationales Netzwerk aus Personen und Organisationen auszubauen und eine Plattform zu entwickeln, auf der sich über Erfahrungen im Kampf gegen Kinderarbeit ausgetauscht und gemeinsam Lösungsansätze gefunden werden können. Außerdem soll anhand eigener Initiativen ein Mitwirken an der Umsetzung der Millenniumsziele der UN stattfinden und geholfen werden die Kinderarbeit in Lateinamerika einzudämmen.
Die Eröffnung findet am ersten September statt.
Link zum Artikel (spanisch)
Dienstag, 20. Juli 2010
 Um eine Petition gegen Kinderhandel zu erreichen, hat das Netzwerk ECPAT eine Protesttour durch 11 deutsche Städte gestartet. "Mit der Petition fordern wir die Bundesregierung und -länder dazu auf, Opfer von Kinderhandel kindgerecht zu unterstützen und gleichzeitig ein nationales Meldesystem aufzubauen", so Mechthild Mauerer, ECPAT-Geschäftsführerin. Die Unterschriften sollen im kommenden Jahr den Vereinten Nationen übergeben werden. Angestrebt werden auch gezielte Qualifizierungen von Polizisten und Mitarbeitern in Jugend- und Ausländerbehörden. ECPAT Deutschland, 2001 gegründet, hat es sich zum Ziel gesetzt, sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen durch Pornografie, Prostitution und Menschenhandel zu bekämpfen. Die Organisation wird durch 29 unabhängige Einrichtungen unterstützt, darunter missio. In 66 Ländern gibt es vergleichbare Aktionen gegen sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel.
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Bild: Thomas Schoch
Donnerstag, 24. Juni 2010
Die Blumen für den späternen Export in Entwicklungsländern zu produzieren ist ein lukratives Geschäft: Die Auslagerung nach Afrika und Lateinamerika rechnet sich durch billige Arbeitskräfte und lockere Gesetze zum Schutz von Mensch und Umwelt im Gegensatz zur Produktion im eigenen Land. Leider sind die Plantagenarbeiter oft zu ausbeuterischen und unwürdigen Bedingungen angestellt und sich gewerkschaftlich zu organisieren wird ihnen verboten. Ausbeuterische Kinderarbeit ist nur ein Aspekt des Problems. Um diese Situation zu verbessern, hat die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN im Rahmen ihrer fair flowers Kampagne eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, die faire Arbeitsbedingungen für die Betroffenen fördern soll. Die Petition wurde bereits von 33 Abgeordneten des Europäischen Parlaments unterzeichnet.
Die Petition ist auch online verfügbar unter: http://www.ipetitions.com/petition/fairflowers/
Link zum Artikel: Unterschriftenaktion für menschenwürdige Arbeitsbedingungen auf Blumenplantagen
Tags für diesen Artikel: afrika, aufruf, blumensiegel, chemikalien, entwicklungsländer, eu, landwirtschaft, lateinamerika, petition, recht, who
Mittwoch, 23. Juni 2010
Am 3. Juli wird in Lütgendortmund im Ruhrgebiet ein Fair Trade Markt stattfinden. Innitiiert wurde die Aktion, um den Verbrauchern eine breite Palette an fair gehandelten Produkten vorzustellen, die sonst vielleicht auch nicht überall leicht zu finden sind. Neben dem Verkauf der Produkte werden auch Verköstigungen möglich sein und durch ein Fair-Handel-Quiz und Torwandschießen wird Programm für die ganze Familie geboten. Die Leitung des Marktes übernimmt die Arbeitsgemeinschaft "Aktiv im Ort". Weiterhin unterstützen der Einzelhandelsverband, die Dortmunder Wirtschaftsförderung, das Agenda-Büro der Stadt und die Projektagentur Impulse. Neben örtlichen Händlern und der evangelischen Kirche hat auch die Kolpingsfamilie Lütgendortmund ihre Beteiligung zugesagt.
Wann: Samstag, 3. Juli, 9.00-14.00 Uhr
Wo: Lütgendortmund, Limbecker Straße
Link zum Artikel: Erster Lütgendortmunder Markt mit Fairen Produkten
Montag, 21. Juni 2010
Durch die momentan stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft steht Afrika im Fokus der Weltöffentlichkeit. In diesem Zusammenhang initiierte die Wohltätigkeitsinitiative TOCOA (Think of Children of Africa) des Dachauer Modeunternehemens cored GmbH die Produktion von karitativen T-Shirts, aus deren Verkauf Spenden für die Kindernothilfe gesammelt werden. Auf den T-Shirts der Serie sind die Landesfarben der exemplarisch gewählten Länder Sambia, Swasiland, Angola, Zimbabwe, Mosambik und Niger und das jeweilige Hauptproblem in dem Land dargestellt. Für jedes verkaufte Shirt spendet core GmbH 5 Euro zweckgebunden an die Kindernothilfe. Durch die Aktion soll auf die andauernde Armut hingewiesen werden, in der ein großer Teil afrikanischer Kinder aufwächst und zu deren Folgen auch zwangsweise Kinderarbeit gehört.Zu bestellen sind die T-Shirts unter www.tocoa.org oder über Amazon.
Link zum Artikel: Tocoa- mit stylishen Motiven auf karikativen T-Shirts Gutes tun
Freitag, 18. Juni 2010
„Mehr wissen! Mehr tun!“ – unter diesem Motto startete die Deutsche Unesco-Kommission eine Website zum Thema nachhaltige Entwicklung. Im Rahmen der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" zielt dieser Internetauftritt vor  allem darauf ab, Menschen zu aktivieren, damit sie selbst etwas für nachhaltige Entwicklung tun. Durch verschiedene Ideen, Projekte und Aktionen soll das Bewusstsein für Nachhaltigkeit geschärft werden und zum konkreten Handeln anregen. Weiterhin lädt die Seite zu unterhaltsamen Aktivitäten ein, wie beispielsweise sein bereits vorhandenes Wissen bei verschiedenen Tests zu überprüfen und seinen persönlichen „Wasser-Fußabdruck“ zu berechnen. Nachhaltige Entwicklung kann laut Unesco nur funktionieren, wenn sich jeder für eine menschenwürdige Gesellschaft einsetzt.
Wer sich nicht nur für seine persönliche Zukunft interessiert, sondern auch für die Zukunft der Welt und ihrer Bewohner etwas tun will, sollte im Netz einfach mal vorbeischauen.
Link zum Artikel: UNESCO-Kommission startet Website zu Nachhaltigkeit
Link zur Website
Mittwoch, 9. Juni 2010
Der Welttag gegen Kinderarbeit wurde 2002 von der Internationalen Arbeitsorganisation ILO eingeführt. An diesem Tag finden rund um den Globus in über 60 Ländern verschiedenste Aktionen statt, um dem von der ILO erklärten Ziel, die schlimmsten Formen von Kinderarbeit bis 2016 zu eliminieren, ein Stück näher zu kommen. Das Thema des diesjährigen Welttags gegen Kinderarbeit lautet ganz im Sinne dieses Ziels und der zeitgleich stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft "Go for the Goal-end Child Labour". Viele der Veranstaltungen am 12. Juni werden die WM als Rahmenthema in ihre Aktionen mit einbeziehen.
Link zum Artikel: World Day against Child Labour
Freitag, 4. Juni 2010
Am 12. Juni 2010 findet im Rathaus Dortmund im Rahmen der Auszeichnung des Ruhrgebiets als europäische Kulturhauptstadt 2010 die Unterzeichnung der Magna Charta Ruhr.2010 gegen ausbeuterische Kinderarbeit statt. Engagierte aus Weltläden, Agendabüros, Eine-Welt-Zentren, kirchlichen Einrichtungen usw. haben sich
zum Netzwerk "Faire Kulturhauptstadt Ruhr.2010" zusammengeschlossen, damit
das Thema „Eine Welt“ auch im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 mit
einbezogen wird. Ein Ziel ist es, das Ruhrgebiet mittelfristig zu einer fairen
Metropole zu machen. Hierzu werden 30 von den 53 Kommunen des Ruhrgebiets den Beschluss in einer feierlichen Zeremonie unterzeichnen, um fairen Handel zu fördern und bei der öffentlichen Beschaffung von Produkten Kinderarbeit zu vermeiden.
Link zum Artikel: Netzwerk faire Kulturhauptstadt Ruhr.2010
Mittwoch, 26. Mai 2010
Am 5. Juni wird der Deutsche Kinderpreis, der vom Kinderhilfswerk World Vision initiiert wurde, im Phantasialand in Brühl vergeben. Anerkennung finden 18 Projekte aus ganz Deutschland, die in einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet werden. Pämiert werden Menschen, die sich für Kinder engagieren, die Kinder in ihrer Entwicklung fördern, die sich für Interessen von Kindern im In- und Ausland einsetzen und die Andere zum Nachahmen anregen. Die Verleihung gliedert sich in sechs Kategorien: Kinder bewegen… …die Welt, …die Umwelt, …Politik, …Medien, …Kultur und …Unternehmen. Zu den Preisträgern gehört auch Stephanie Freifrau zu Guttenberg, die Ehefrau von Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg. Sie erhielt bereits heute den Ehrenpreis für ihr Engagement gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern in ihrer Funktion als Präsidentin der deutschen Sektion der gemeinnützigen Organisation „Innocence in Danger“.
Link zum Artikel: Stephanie Freifrau zu Guttenberg erhält Ehrenpreis
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Freitag, 21. Mai 2010
 Der Kindergipfel, der vom 13.- 16. Mai 2010 in Marburg stattfand, ging mit guten Ergebnissen und konkreten Forderungen an die politische Ebene zu Ende. Unter dem Motto „Eine Welt. Eine Zukunft. Unsere Chance. Wir fairändern!“ wurden in verschiedenen Arbeitskreisen Themen erarbeitet und diskutiert. Der Kindergipfel ist ein großes Treffen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren, das alle zwei Jahre von der Naturfreundejugend Deutschlands organisiert wird. Er soll den Kindern eine Plattform bieten, um sich gegenseitig auszutauschen, die Aufmerksamkeit von Erwachsenen für ihre Ideen und Wünsche zu bekommen und mit bekannten Politikern zu diskutieren. Als Ergebnis der viertägigen Veranstaltung wurde der „ Zukunftsvertrag“ überreicht. Handlungsbedarf sehen die Teilnehmer beispielsweise bei der Langzeithilfe für (ehemalige) Kindersoldaten aus den Entwicklungsländern und beim Kontrollwesen bei Beschäftigungen von Kindern, um diese besser vor Missbrauch und Ausbeutung zu schützen. Weiterhin wurden Forderungen hinsichtlich der Themenfelder „Klimawandel“, „Migration“, „Gesundheit“, „Datenschutz“ und „fairer Handel“ formuliert.
Link zum Artikel: Gegen Kindersoldaten, für fairen Handel
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