Montag, 30. August 2010
 Um sich selbst davon zu überzeugen, dass die Stoffe ihrer neue ökologische Mode-Kollektion für das Label "People Tree" aus fairem Handel stammen, reiste Emma Watson selbst nach Asien. Die Schauspielerin war beeindruckt davon, dass die Frauen in den Slums von Bangladesh durch den fairen Verkauf von Kleidung eine Möglichkeit gefunden hatten, sich und ihren Kindern eine Chance auf eine bessere Zukunft in geringerer Armut zu eröffnen.
Um die in den Slums von Bangladesh herrschenden Lebensbedingungen und die Notwendigkeit von Fair Trade Modebegeisterten und Fans der Schauspielerin näher zu bringen, wurde die Reise mit Hilfe einer Kamera dokumentiert (Video anschauen).
Link zur Pressemitteilung
Donnerstag, 15. Juli 2010
 Die Justizbehören von Pennsylvania haben Ermittlungen gegen die Reality-Show „Kate plus 8“ des amerikanischen Senders TLC wegen Verdachts auf Kinderarbeit aufgenommen. Die Reality-Show zeigt das Leben von TV-Star Kate Gosselin und ihren 8 Kindern, darunter Sechslinge im Alter von sechs Jahren. Nach dem Gesetz dürfen Kinder unter sieben Jahren zwar in Filmen mitspielen, nicht aber im Fernsehen auftreten. Danach dürften die Sechslinge also nicht mehr in der Show auftreten. Wie es mit „Kate plus 8“ weitergeht ist daher im Moment unklar.
Link zum Artikel: Kate Gosselin and TLC have they been breaking the child labor laws?
Freitag, 2. Juli 2010
Am Sonntag, 18 Juli gibt es eine amerikanische Fernsehsendung von "Dateline", die heißt "Children of the Harvest". Diese Sendung geht um Kinderarbeit in Amerika, besonders auf Farmen. Die Sendung folgt meistens der Geschichte von einem 10 jährigen, der seiner Familie von Wanderarbeitern auf Farmen hilft. Die Sendung hofft, Kinderarbeit in Amerika aufzudecken.
Link zum Artikel: Dateline Presents AMERICA NOW: CHILDREN OF THE HARVEST
Freitag, 25. Juni 2010
 Gestern hat der Vorstand des Deutschen Komitees für UNICEF Christian Schneider zum neuen Geschäftsführer bestellt. Damit löst er die bisherige Amtsinhaberin Regine Stachelhaus ab. Schneider ist bereits seit rund 12 Jahren bei dem entwicklungspolitischen Organ der UN und leitete zuletzt den Bereich Kommunikation und Kinderrechte.
Der amtierende Vorstand des Deutschen Komitees für UNICEF wurde zudem im Amt bestätigt. Gestärkt wollen sie nun gemeinsam den Kampf um Kinderrechte vorantreiben.
Link zum Artikel: Christian Schneider neuer UNICEF-Geschäftsführer
Mittwoch, 9. Juni 2010
 Kurz vor der WM ist nicht nur das Fußballfieber zu spüren sondern auch das Gastgeberland Südafrika ist in aller Munde und überall präsent. Engagierte versuchen auf diesen Zug aufzuspringen, um vor allem auf die Probleme des Landes aufmerksam zu machen. Um noch mehr Aufmerksamkeit für die Probleme des Landes zu gewinnen, hat das UN-Kinderhilfswerk ( UNICEF) zusammen mit zahlreichen Promis in Köln zur Einhaltung bzw. Verwirklichung der Kinderrechte in Afrika aufgerufen. Unter den Unterzeichnern des Aufrufes fanden sich nationale wie internationale Größen aus Film, Fernsehen und der Medienwelt. Ex-Bond Roger Moore und Hollywoodstar Nick Nolte zählten genauso zu den Verfechtern wie Schauspieler Mario Adorf, Katja Riemann, Veronica Ferres sowie Frankreichs Staatspräsidenten-Sohn Pierre Sarkozy.
Die Kindersterblichkeit in Afrika ist extrem hoch, was hauptsächlich an der schlechten und mangelnden medizinischen Versorgung liegt. Desweiteren dokumentierte UNICEF, dass rund 45 Millionen Kindern das Recht auf Bildung vorenthalten bleibt und jedes dritte afrikanische Kind zwischen fünf und 14 Jahren arbeiten muss. Angesichts des Hypes um das runde Leder sollte man nicht das Land darüber vergessen und vor allem die darin lebenden Menschen nicht hintanstellen und aus dem Bewusstsein streichen.
Link zum Artikel: Promis fordern Schutz für Kinderrechte in AfrikaTags für diesen Artikel: afrika, Aufklärung, aufruf, bildung, europa, film, frankreich, Kinderrechte, recht, südafrika, unicef
Mittwoch, 2. Juni 2010
 Am 10. Juni 2010 findet im Rahmen des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit am 12. Juni 2010 eine Pressekonferenz zum Thema statt. Grundlage ist die kontroverse Frage, ob es sinnvoll ist, Kinderarbeit völlig abzuschaffen und so die betroffenen Kinder möglicherweise zu illegaler Abeit zu zwingen, da sie, bzw. deren Familien auf die Zusatzeinkünfte angewiesen sind. Möglichkeiten für würdevolle und sichere Arbeit der Kinder sollen diskutiert werden.
Veranstalter der Pressekonferenz sind die Christliche Initiative Romero (CIR) und der Verein zur Unterstützung arbeitender Kinder und Jugendlicher ProNATs e.V. Sie wird am Donnerstag, 10. Juni, um 10.30 Uhr im Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), Im Mehringhof, Gneisenaustraße 2a, 10961 Berlin stattfinden.
Bei der Pressekonferenz wird die 14-jährige Francis Estefania Zeas aus Nicaragua anwesend sein, die selbst als Beitrag zu den Familieneinkünften bereits arbeitet. Dadurch kann aus erster Hand ein Eindruck von dem Thema Kinder- und Jugendarbeit aus der Sicht einer Betroffenen Jugendlichen gewonnen werden.
Link zum Artikel: Einladung zur Pressekonferenz "Gegen Ausbeutung- für Kinderrechte: Arbeitende Kinder achten statt Kinderarbeit zu ächten"
Donnerstag, 27. Mai 2010
  Viele Eindrücke und Erfahrungen brachte die 20-Jährige Badenwürttembergerin Dorothea Hyneck nach ihrem neunmonatigen Aufenthalt in Chile und Paraguay mit nach Hause. Die zukünftige Studentin hat dort mit viel Engagement und Tatendrang bei verschiedenen Organisationen mitgearbeitet, um vor allem die Lage der dort lebenden Kinder zu verbessern. Die Situation der Kinder steht meist nicht zum Besten, da diese aufgrund von Armut und Vernachlässigung oft sich selbst überlassen werden. Abhilfe schafft beispielsweise die Organisation „Dequení“, bei der sich die Deutsche um rund 2400 Kinder kümmerte und mit Mahlzeiten, Nachhilfeunterricht und Freizeitangeboten für eine lückenlose Betreuung sorgte. Wenn Kinder an Tagen fehlen bedeutet dies oft, dass sie gezwungen waren zu arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen. Bei der Organisation „Maria ayuda“ liegt der Schwerpunkt auf der psychologischen, ärztlichen und schulischen Betreuung von Schwangeren und Müttern zwischen 14 und 20 Jahren. Dorotheas Aufgabe lag meistens darin, sich um die Babys der rund 20 Mütter zu kümmern. Nach ihrer Rückkehr will sie sich auch weiterhin für diese Länder engagieren, mehr Wissen in ihrer Heimat verbreiten und um Hilfe werben.
Link zum Artikel: Dorothea hofft auf Hilfe für die Ärmsten
Mittwoch, 26. Mai 2010
Eine 48-jährige Schweizerin berichtete jüngst im Schweizer Fernsehen und in einem Interview mit der Zeitung „Blick“ über ihre Scientology-Vergangenheit und ihren geglückten Ausstieg. Sie erzählte von gezielter Manipulation, einem ekstatischen Gefühl und hohen Geldbeträgen. Sie habe erlebt, wie ganze Familien auseinandergerissen wurden und Menschen alles im Leben verloren haben. Auch ein schlechter Umgang mit Kindern soll bei der von vielen Kritikern als „Pseudo-Religion“ bezeichneten vermeintlichen Sekte an der Tagesordnung sein. Die Aussteigerin sagte diesbezüglich im Interview: „Laut Scientology sind Kinder genauso geistige Wesen wie Erwachsene, einfach in kleinerem Körper. Also müssen sie dasselbe leisten.“ Diese Vorstellung von Scientology und die daraus resultierenden Praktiken passen nicht mit beispielsweise den Menschenrechten zusammen, bei denen Kinder, als die Schwächeren in der Gesellschaft, unter besonderem Schutz stehen. Doch bei der „Sekte“ werden „Schwache wie der letzte Dreck behandelt.“
Link zum Artikel: «Ich war Sklave dieser Sekte»
Mittwoch, 19. Mai 2010
 Gegen drei ehemalige Verantwortliche der Hamburger Adoptionsvermittlung ICCO (International Child's Care Organisation) wurde Anklage wegen Kinderhandel erhoben. Nach einem ausgiebigen Ermittlungsverfahren kamen erschreckende Details ans Licht: in den Jahren 2003 bis 2006 sollen die Angeklagten mit 30 Kindern gewerbsmäßig gehandelt haben. Bei der Vermittlung an adoptionswillige Eltern sollen 475.000 Euro geflossen sein.
Die Kinder stammen aus Russland und sollen Waisen sein oder aus sozial schwachen Familien stammen.
Die 1997 gegründet Vermittlungsagentur galt in Deutschland lange Zeit als seriöse Anlaufstelle für Auslandsadoptionen und als Hilfsorganisation für behinderte Kinder in armen Ländern. 2005 kam die Agentur zum ersten Mal in die schlagzeilen, als gegen sie aufgrund einer Anzeige wegen Untreue ermittelte wurde. Laut NDR Info wurde der ICCO bereits vor mehreren Jahren die Lizenz entzogen. Auch Vorwürfe über unlautere Praktiken und Vorgehensweisen gab es. Experten warnen vor undurchsichtigen Prozessen und Forderungen bei einer Adoption und Raten zu noch größerer Vorsicht und Misstrauen gegenüber unseriösen Gepflogenheiten.
Link zum Artikel: Anklage wegen Kinderhandels gegen drei Hamburger
Mittwoch, 12. Mai 2010
 In diesem Monat feiert die Mainzer Organisation „Human Help Network e.V. - Die Kinderhilfsorganistion“ ihr 20-jähriges Jubiläum. Seit ihrem Bestehen setzt sich die Organisation in den verschiedensten Gebieten ein, so auch im Kampf gegen Kinderarmut, Kindesmissbrauch und Kinderhandel. Sie haben es sich zu ihrer Aufgabe gemacht, den „Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und die Lebenschancen junger Menschen aus ärmsten Schichten weltweit zu verbessern“. Es wurden schon über 600 Projekte ins Leben gerufen und mehreren tausend Kindern zu besseren Lebensbedingungen verholfen.
Den Auftakt ihres Jubiläumsmonats feierte Human Help Network mit einer Jubiläumsbenefizweinprobe, die von der Winzerfamilie Braunewell aus Essenheim gestaltet wurde. Der ganze Erlös des Abends soll weiteren Hilfsprojekten zugute kommen. Nachhaltigkeit stehe an erster Stelle, sagt Ewald Dietrich, der Vorsitzende von Human Help Network. Dazu gehört die Förderung eigener Gewerbe und industrieller Manufakturen.
Es sollen viele neue „Inseln der Hoffnung“ geschaffen werden.
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