Mittwoch, 1. September 2010
 In der Region Puno, in Peru ist das minimale Arbeitsalter bei 14 Jahren festgesetzt. In Ausnahmefällen dürfen Kinder auch schon ab 12 Jahren arbeiten. Die Bedingung dafür ist, dass ihre Aktivitäten nicht ihr Recht auf schulische Bildung, freie Entwicklung oder ihr gesundes Wachstum verletzten. Die arbeitenden Kinder haben außerdem die gleichen Rechte wie Erwachsene. Dazu gehört unter anderem die gleiche Bezahlung, Pausen und soziale Absicherung.
Um dies vollständig umzusetzen soll in den Schulen der Region Prävention vorgenommen werden. Eine Vielzahl Kinder sind in den Hochburgen der Bergarbeit beschäftigt. Aber auch Märkte, Transportfirmen, Ziegelbrenner und andere möglichen Arbeitsplätze für Minderjährige sollen nach den beschriebenen Vorgaben überprüft werden. Das Amt für Arbeit beaufsichtigt die Bezahlung und die Versicherungen der jungen Arbeiter während der Überprüfung auf Arbeitserlaubnis.
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Montag, 30. August 2010
 In der am 02.08.2010 veröffentlichten Erklärung des Grefrather Bürgermeisters Herr Lommetz, des Rates und der Verwaltung der Gemeinde Grefrath, wird in Bezugnahme eines Antrag des Bündnis 90/Die Grünen festgehalten, dass in der Gemeinde Grefrath keine Verwendung für Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit besteht.
„Rat und Verwaltung der Gemeinde Grefrath bitten alle Grefrather Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen dringend, nur Produkte zu beschaffen, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden. Jeder sollte sich dafür einsetzen, dass möglichst keine derartigen Waren in den Handel gelangen, um langfristig soziale Gerechtigkeit herzustellen.“
Die Bürger werden auf die zur Orientierung dienenden offiziellen Gütesiegel einzelner Produkte hingewiesen. Die Gemeinde möchte sowohl für private VerbraucherInnen als auch für Unternehmen eine Vorbildfunktion einnehmen und setzt sich öffentlich für die Bekämpfung von ausbeuterischer Kinderarbeit ein.
Freitag, 27. August 2010
 Hessen könnte eine Vorbildrolle im Kampf gegen Grabsteine aus Kinderarbeit einnehmen. Die Fraktion der Grünen im Hessischen Landtag stellt in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Familie und Gesundheit den entscheidenden Antrag. Wenn dieser gebilligt wird, werden hessische Kommunen die Möglichkeit erhalten in ihren Friedhofssatzungen ein entsprechendes Verbot festzuschreiben.
Kordula Schulz-Asche, stellvertretende Fraktions-Vorsitzende, erklärt, dass die Grünen sich hierbei auf das "Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Form der Kinderarbeit" beziehen, welches auch Deutschland unterzeichnet hat. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, müsse man Grabsteine boykottieren, die von Kindern unter schlimmsten Bedingungen in Schwerstarbeit und ohne jeglichen Schutz gegen den Staub und den Lärm gefertigt würden.
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Mittwoch, 11. August 2010
 Eine aktuelle Studie der US-Organisation CHF International belegt, dass von 11 Millionen jemenitischen Kindern momentan fünf Millionen arbeiten.
3/5 der arbeitenden Kinder gehen nebenbei nicht zur Schule, während die restlichen zwei Millionen neben der Arbeit noch die Schule besuchen. Laut der Studie liegt für 40 % der Kinder das Eintrittsalter in den Arbeitsmarkt zwischen sieben und vierzehn Jahren. 80 % der arbeitenden Kinder verrichten gefährliche und schwere Arbeiten, wovon 60% gefährliche Werkzeuge benutzen und 30% berichten, während der Arbeit verletzt oder krank geworden zu sein.
Auch unterschiedliche Arten des Missbrauchs wurden untersucht, so gelten 20% der Kinder als physisch und emotional, 10% als sexuell missbraucht.
Manche Eltern versuchen sogar, ihre Kinder nach Saudi-Arabien zu schmuggeln, wo sie bis zu 400 US-$ im Monat verdienen können, ein Vielfaches des Lohns im Jemen. Die jemenitische Rechtsgruppe SEYAJ berichtet von hunderten Kindern in den nordwestlichen Provinzen Hajja und Al-Hudaydah, die im Drogenhandel nach Saudi-Arabien eingesetzt werden.
"Neue Studie über Ausmaß der Kinderarbeit im Jemen" vollständig lesen
Montag, 9. August 2010
 Das neuseeländische Parlament wird scharf kritisiert, die Chance vergeben zu haben, einen Gesetzesentwurf auf den Weg zu bringen, der den Crown Financial Institutes ein ethisch korrektes Investment von staatlichen Geldern auferlegt hätte.
Die knappe Entscheidung mit nur fünf Stimmen Mehrheit bezeichnet Robert Howell vom Neuseeländischen Rat für sozial verantwortliches Investment als kurzsichtig. Die Verabschiedung des Gesetzesentwurfs hätte die Scheinheiligkeit der momentanen Haltung zu ethisch und sozial korrektem Investment der Regierung mit gesetzlichen Fakten untermauert und glaubwürdig gemacht.
Howell kritisiert, dass in Neuseeland selbst natürlich Gesetze bestehen, die Investment in umweltgefährdende Projekte oder Firmen, die Kinderarbeit nutzen, verbieten und dies auch moralisch nicht vertretbar wäre.
Der Widerspruch zwischen dieser Haltung und der zu ausländischen Investments, bei denen oben genannte Investitionen kein Problem zu sein scheinen, hätte nun ein für alle Mal ausgeräumt werden können.
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Indien beschleunigt endlich seine Bemühungen im Kampf gegen Kinderarbeit, indem es nun plant, den Child Labour Act von 1986 zu ratifizieren. Arbeitsminister Harish Rawat kündigte an, dass Indien einen Plan auf den Weg gebracht habe, die ILO-Konvention 182 zu ratifizieren, die die schlimmsten Formen der Kinderarbeit von Kindern unter 18 Jahren verbietet.
Das größte, und bisher vernachlässigste, Problem in Indien stellt Kinderarbeit in der Landwirtschaft dar. JR Sharan von der NGO Bachpan Bachao Andolan (BBA) gibt sich optimistisch, dass eine strenge Befolgung der ILO-Konvention sicher tausende Kinder im gesamten Land vor gefährlicher und ausbeuterischer Arbeit retten könnte. Außerdem fordert die ILO nach Unterzeichnung die sofortige Ergreifung von effektiven Maßnahmen, sowie die Behandlung der Thematik als absolut dringlich.
Indien sehe sich nun hoffentlich gezwungen, anderen Ländern und deren Standards entsprechend zu handeln, hofft Sharan.
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Donnerstag, 5. August 2010
 Scharfe Kritik seitens der Parlamentsmitglieder musste sich das südafrikanische Arbeitsministerium während des letzten Ressorttreffens anhören. Der Ministeriumsdirektor für Arbeitsmarktpolitik, Les Kettledas, sprach von fast 2 Millionen Kindern, die mindestens zwölf Stunden "wirtschaftliche Arbeit" pro Woche verrichten. Die Parlamentsmitglieder werfen dem Ministerium jedoch vor, die realen Ausmaße der ausbeuterischen Kinderarbeit im Land nicht zu kennen. Wieviele Kinder wirklich betroffen sind ist nicht bekannt,da veraltete Statistiken benutzt würden.
Neue Zielvorgaben für die Abschaffung der Kinderarbeit werden nun benötigt.
Die Parlamentarierin des African National Congress, Alina Rantsolase, nennt konkrete Probleme: das Wasserholen von sehr weit entferneten Stellen,das es den Kindern nicht erlaubt nach der Schule zu lernen; die fehlende Unterstützung von Kindern,die nach dem Tod der Eltern ihre kleinen Geschwister versorgen müssen sowie die Ausweisproblematik,da diese nicht kostenlos sind und auch Kinder keine Zuschüsse für Ausweise erhalten.
Dass viele Eltern auch sonntags arbeiten,ist ein weiteres Problem,da die Kinder dann alleine zu Hause sind und die gesamten Haushaltsaufgaben übernehmen müssen.
Das größte Problem allerdings,so Ministeriumsdirektor Kettledas,seien immer noch die viel zu niedrigen Bußgelder für Kinderarbeit, die die Missetäter sofort wieder zur ausbeuterischen Praxis zurückkehren ließen.
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Donnerstag, 29. Juli 2010
 Seit 1.Juni gilt in Wien das Verbot von „gewerbsmäßigem Betteln“
In Zusammenhang mit einem 2008 erlassenen Verbot von Betteln mit Kindern ist das Ziel, organisiertes Betteln zu unterbinden.
Seit dem Erlass gab es zwar in Wien einen starken Rückgang des Bettelns, dafür stiegen die Zahlen in anderen österreichischen Städten jedoch rapide an.
Ein weiterer Effekt ist, dass auch der Handel mit vorwiegend osteuropäischen Kindern und deren Prostitution stark anstiegen.
Organisierten Bettlerbanden drohen hohe Geld- und Gefängnisstrafen, während durch die mangelnde Kooperationsbereitschaft der Regierungen, vor allem in Rumänien die Dratzieher hinter dem Handel mit Kindern kaum zu fassen sind.
Auch die Abschiebung rumänischer Kinder ist beinahe unmöglich,da rumänische Hilfsorganisationen, von Österreich unterstützt und mit geschulten Mitarbeitern besetzt, geschlossen, oder die Hilfskräfte durch unqualifizierte, aber parteigetreue Arbeiter ersetzt wurden.
Die Abschiebung der betroffenen Kinder durch Hilfsorganisationen ist beinahe unmöglich, da sie so kaum dem Kreislauf des Handels und der Prostitution entgehen können.
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Freitag, 16. Juli 2010
 Augsburg wird als erste bayrische Großstadt „Fairtrade Stadt“. Die Organisation „Transfair“ verleiht die Auszeichnung am Samstag im Rahmen eines Festaktes auf dem Rathausplatz. Damit gehört Augsburg zu den über 800 Fairtrade-Städten weltweit. In Augsburg gibt es in über 80 Geschäften und 28 Gaststätten fair gehandelte Produkte zu kaufen, außerdem setzen sich 18 Schulen, 30 Kirchengemeinden und acht Vereine für fairen Handel ein. Der Augsburger Stadtrat hatte im Februar den Beschluss gefasst, dass man Fairtrade werden wolle.
Link zum Artikel: Augsburg bekommt den Titel „Fairtrade Stadt“
Donnerstag, 15. Juli 2010
 In einer internen Studie des BKA für das erste Halbjahr 2010 heißt es: " Kinderpornografische Webseiten bleiben trotz aller Löschungsbemühungen eine zu lange Zeit abrufbar." Selbst nach einer Woche können solche Seiten per Mausklick auf den Computer geladen werden. Das Erschreckende: Bis zur kompletten Löschung gibt es der Untersuchung zufolge "immense Zugriffszahlen". Deshalb plädiert BKA-Präsident Jörg Ziercke für die Seitensperrung, zumal die Produzenten häufig über Kopien des Materials verfügen. Auch der Innenausschussvorsitzende im Bundestag, Wolfgang Bosbach (CDU) fordert: "Wenn man aber nicht löschen kann, muss man wenigstens den Zugang durch Internetsperren erschweren. Dafür plädiert die Union energisch." Sie stößt dabei aber weiterhin auf heftigen Widerstand seitens der FDP.
Link zum Artikel in welt online
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