Mittwoch, 10. März 2010
  Die Gemeinde Bad Bevensen will in Zukunft keine Produkte, die durch Kinderarbeit entstanden sind, mehr kaufen. Ein Gemeinderatsbeschluss dazu soll am 18.03.2010 abgesegnet werden. Der Landkreis Uelzen, in welchem Bad Bevensen liegt, hat sich jedoch dagegen ausgesprochen, sich beim Bündnis Aktiv gegen Kinderarbeit zu beteiligen.
 Die Gemeinde Kammerstein hat beschlossen ihre Vergabepraxis so zu ändern, dass keine Produkte aus Kinderarbeit mehr gekauft werden. Dabei wird nun darauf geachtet, ob Waren ein Siegel wie zum Beispiel TransFair tragen und die Lieferanten versichern, dass ihre Produkte nicht aus Kinderarbeit stammen. Außerdem will man die Bürger und Bürgerinnen aktiv über die Problematik informieren und die Gemeinde als „ Fairtrade Gemeinde“ anmelden
Weiterhin ist die Gemeinde dem »Energiebündel Roth-Schwabach e.V.» beigetreten, mit dem Ziel den Landkreis Roth und die Stadt Schwabach energieautark zu machen, um so eine Umweltfreundlichere Energiepolitik betreiben zu können.
Link zum Artikel: "Nein zu Kinderarbeit Gemeinde Kammerstein schließt sich Bündnis an"
Montag, 8. März 2010
Die christlich- demokratische Arbeitnehmerschaft im Ennepe- Ruhr- Kreis setzt im Kampf gegen Kinderarbeit ein Zeichen.
Der Vorsitzende Hugo Frohn fordert alle Mitbürger zum Kauf- Boykott von Waren aus Kinderarbeit auf, denn so Frohn: „Kinderarbeit ist ein schrecklicher Skandal. Als Verbraucher müssen wir uns in unserer Stadt und unserem Ortsteil engagieren und dagegen angehen, indem wir bestimmte Produkte boykottieren.“
Neben den Bürgern sind aber auch die Städte im Kreis selbst darum gebeten worden, ihr Beschaffungswesen zu überprüfen und die Veträge aufzulösen, die die Lieferung von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit beinhalten.
Ziel ist es, dass zukünftig Produkte, die von Kinderhand gefertigt wurden, in den Städten des Kreises nicht mehr angeboten werden.
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Donnerstag, 4. März 2010
 Laut ILO haben derzeit informelle Gespräche begonnen, wie man Arbeitsrechte und -standards mit internationalen Handelsrichtlinien sinnvoll verbinden kann. Diese Handelsrichtlinien werden von der Welthandelsorganisation (WTO) festgelegt. In letzter Zeit gab es immer mehr große multinationale Firmen, die sich an die ILO wandten, um Arbeitsrechte im Produktionsprozeß und entlang der Lieferkette durchzusetzen.
Laut Karen Curtis, stellvertretende Direktorin für internationale Arbeitsstandards bei der ILO, müsse die WTO endlich aufwachen und erkennen, daß Arbeitsrechte nicht isoliert von internationalem Handel betrachten werden können. 1998 gab die ILO einen Schriftsatz zur Förderung grundsätzlicher Arbeitsrechte heraus. Dieser Schriftsatz ist auf sämtliche Staaten anwendbar, unabhängig davon, ob sie die ILO-Konventionen ratifiziert haben und unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. "Einer der Gründe, warum die ILO diese Deklaration veröffentlichte war, daß die WTO den Erwartungen ihrer Mitgliedstaaten damals nicht gerecht wurde und die ILO somit selbst universell anwendbare Richtlinien zur Sicherung von Arbeitsrechten verfasste", so Curtis. Nun gibt es mehr und mehr Firmen, die Hilfestellung bei der ILO suchen, wenn es um Arbeitsrechte entlang der Lieferkette und in deren Versorgernetzwerken geht. Laut Curtis gäbe es einen ansteigenden Trend von Firmen, Arbeitsrechte ernstzunehmen und sie als Teil ihrer gemeinsamen, sozialen Verantwortung zu sehen. "Die Firmen wissen nun, daß die Aufrechterhaltung grundsätzlicher Arbeitsrechte gut für ihr Image ist. Sie wissen, daß dies wichtig für ihre Geldbeutel ist", so Curtis.
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Dienstag, 2. März 2010
 Die Stadt Hannover will künftig mehr Produkte aus fairem Handel einsetzen. Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit sollen dabei vollständig verbannt werden. Die Stadtverwaltung hat diesbezüglich den Ratsmitgliedern ein neues Beschaffungskonzept vorgelegt. Bei Veranstaltungen öffentlicher Einrichtungen sollen Getränke wie Kaffee, Tee oder Orangensaft nur aus fairem Handel bezogen werden. Auch die öffentliche Beschaffung von Produkten wie Arbeitskleidung, Spielwaren, Sportbällen und Pflastersteinen liegt künftig den neuen Kriterien zugrunde. Nachgewiesen wird die Herkunft über entsprechende Siegel oder durch Selbstverpflichtungserklärungen und unabhängige Kontrollen.
Das neue Konzept beruht auf der einstimmig beschlossenen Milleniumserklärung des deutschen Städtetags. Seit 2005 existiert bereits ein Grundsatzbeschluss der Stadt Hannover, Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit in der Stadtverwaltung auszuschließen. Auf dem neuen Vergaberecht vom April 2009 basierend, legt das Konzept nun Details dazu fest.
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Mittwoch, 24. Februar 2010
 Viel Wirbel gab es im vergangenen Jahr um das geplante Internetsperrengesetz für Seiten mit kinderpornografischem Inhalt. Trotz massiver Proteste von Datenschützern und Usern wurde es hart erkämpft, letzte Woche vom Bundespräsidenten unterschrieben und trat am 22. Februar in Kraft, um zeitgleich durch das Innenministerium wieder gestoppt zu werden. Schon im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und FDP war vereinbart worden, das Gesetz ein Jahr lang nicht anzuwenden. Statt der Sperrung soll nun eine neue Regelung getroffen werden: Unter Druck geraten erarbeitet die Bundesregierung bereits ein Gesetz zur Löschung entsprechender Webseiten, das als wesentlich erfolgversprechendere Maßnahme angesehen wird. In einem Erlass des Innenministeriums heißt es nun eindeutig, es seien "weder Sperrlisten zu erstellen noch Sperrlisten an die Internetserviceprovider zu übermitteln".
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 Die nigerianische „National Agency for Prohibition of Traffic in Persons“ (NAPTIP) hat ein innerstaatliches Aufklärungsprogramm gegen Menschenhandel und Kinderarbeit gestartet.
Gemäß einer Studie der „International Labour Organisation“ (ILO) sind mehr als zwölf Millionen nigerianische Kinder in Kinderarbeit verstrickt und weiterhin über zehntausend junge Nigerianerinnen in der italienischen Prostitution tätig, die meisten von ihnen sind Opfer von Menschenhandel.
Nach NAPTIP sind die Hauptprobleme, die junge Nigerianer in Kinderarbeit und Prostitution treiben, neben der hohen Armut und einer großen Zahl von Schulabbrechern, vor allem ein weit verbreiteter Analphabetismus und Ahnungslosigkeit vor dem Geschäft der Menschenhändler.
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Dienstag, 23. Februar 2010
 Die Gruppe der paramilitärischen „Lord’s Resistance Army“ (LRA) um Rebellenführer Joseph Kony setzt seit über zwanzig Jahren Kindersoldaten in Uganda ein. Insgesamt sollen so bereits mehr als 30 000 Kinder durch Entführung "rekrutiert" worden sein.
Ziel der 1987 gegründeten Miliz ist es, Staatspräsident Yoweri Kaguta Museveni zu stürzen und einen fundamental-christlichen Gottesstaat zu errichten.
Auch gegenwärtig verübt die LRA massive Verbrechen an der Zivilbevölkerung Ugandas und wirkt bis in den Südsudan hinein.
Dabei werden äußerste Brutalität und Massenmord als taktische und militärische Mittel verwendet, um die Region im Nordwesten Ugandas gezielt zu destabilisieren.
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Dienstag, 16. Februar 2010
 Die Fraktionen der SPD/GAL und der UVW wollen eine Änderung der Pfullinger Friedhofsordnung erreichen. Entsprechend ihrem Antrag soll der Passus: „Grabsteine müssen aus unbedenklicher Produktion stammen, was bei Importsteinen durch entsprechende Zertifikate nachzuweisen ist“ in diese eingefügt werden.
Die Änderung sei nötig, da mittlerweile zwischen 30 und 60 Prozent der in Deutschland verwendeten Grabsteine aus indischen Billigproduktionen stammen würden. Bei der Produktion in Indien stehe ausbeuterische Kinderarbeit in den Steinbrüchen auf der Tagesordnung.
Eine gemeinsame Pressemitteilung der Fraktionen prangert an, dass es weder seitens der Bundesrepublik Deutschland noch der Europäischen Union bisher ein Importverbot für Produkte aus Kinderarbeit gebe. Sehr wohl gebe es aber Zertifikate (z.B. „ Xertifix“), welche ausbeuterische Kinderarbeit bei der Produktion ausschließen würden.
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 Wie die taz mitteilt, haben die Folgen der schweren Beben auf Haiti besonders gravierende Konsequenzen für die in Städten arbeitenden Kinder und Jugendlichen, die so genannten „Restavèks“.
Die Kinder werden von Maklern gegen Provision aus den verarmten, ländlichen Gebieten als Arbeiter in die Städte gebracht, wo sie allerdings völlig unentgeltlich schwere körperliche Arbeiten zu verrichten haben und zudem sexuellen Missbrauch und körperliche Gewaltfürchten müssen.
Nach den schweren Erdbeben hat sich ihre Lage nun zusätzlich verschlimmert.
Neben der allgemein schlechten Versorgungslage sind es nämlich meist die Restavèks, die jetzt zu ihrer bisherigen Arbeit hinzu noch die Hilfslieferungen zu ihren „Zieheltern“ transportieren müssen. Außerdem soll die Gewalt gegen sie, mitunter als Reaktion auf den psychischen Stress nach der Erdbebenkatastrophe, noch weiter zugenommen haben.
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