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Mittwoch, 1. September 2010
 Die niederländische Arbeitsbehörde hat Gemeinden verwarnt, die in sogenannten Taschengeldprojekten Kinder unter 13 Jahren teilnehmen ließen. Dies sei Kinderarbeit und nicht erlaubt, so ein Sprecher der Arbeitsbehörde. Bei den Projekten sollen Kinder und Jugendliche aus Brennpunkt-Vierteln den Arbeitsmarkt kennenlernen und die Möglichkeit erhalten, ein wenig Geld zu verdienen, so die Begründung.
Verboten ist es in den Niederlanden allerdings, dass Kinder unter 12 Jahren arbeiten und für Kinder bis 15 Jahre gelten sehr strenge Regeln.
Eine der Gemeinden, die junge Kinder beschäftigte, ist Rotterdam: Die Zeitung Rotterdam-Noord berichtet, dass zehn Kinder aus dem Agniese-Viertel freiwillig am Taschengeldprojekt teilnehmen. Sie sind zwischen zehn und zwölf Jahren alt und sammeln, mit Mülltüten und Greifzangen ausgestattet, jeden Samstag für eineinhalb Stunden in der Nachbarschaft Müll auf- für gerade mal 2,50 €.
Diese als Kinderarbeit definierte Beschäftigung ist den Gemeinden nun seitens der Arbeitsbehörde und der Vereinigung niederländischer Gemeinden untersagt worden nachdem sich einige Erwachsene über die Ordnungsmäßigkeit dieser Projekte erkundigt hatten.
Link zum Artikel (auf niederländisch)
Freitag, 13. August 2010
 Der englische Schokoladenhersteller Cadbury bringt ab sofort auch auf dem kanadischen Markt seinen beliebten Schokoriegel "Dairy Milk" in Fair Trade-Qualität heraus. Das Besondere an dieser Entscheidung ist allerdings, dass dem Verbraucher keine höheren Kosten entstehen, wenn er sich für die Fair Trade Sorte entscheidet. Cadbury hat Investitionen bereitgestellt, um den Preis für die Schokolade aus fairem Handel nicht erhöhen zu müssen und beruft sich dabei auf seine Quäkerwurzeln: "Wir glauben gut zu leben, wenn wir Gutes tun.", so Alison Ward, die Verantwortliche für soziale Verantwortlichkeit des Unternehmens.
In Kanada etabliert sich nach und nach eine große Bandbreite an Fair Trade Produkten in den verschiedensten Kategorien, wie TransFair Canada, die diese Produkte zertifizieren, feststellt.
Die Bewegung startete mit motivierten und interessierten Einzelkonsumenten und kleinen Spezialläden, heute fordern immer mehr Verbraucher Produkte aus fairem Handel in den Regalen der Supermärkte.
Dirk Matten, Dozent für soziale Verantwortlichkeit von Unternehmen an der Schulich School of Business in Toronto, erklärt, dass große, multinationale Konzerne erheblich zum Erfolg und zur Bekanntheit von Fair Trade beitragen.
Letztendlich ist die Initiative von Cadbury, ein Fair Trade Produkt ohne Preisaufschlag anzubieten, ein Schritt in die richtige Richtung: Konsumenten können ihre Kaufentscheidung nun auf Grund von ethischen und nicht rein finanziellen Überlegungen treffen.
Link zum Artikel (englisch)
 Costa Ricanische Kinder und Jugendliche aus den armen Vorstadtvierteln von San Isidro in Costa Rica haben eine vollkommen andere Perspektive als viele ihrer Altersgenossen bekommen: Zirkusdarsteller zu werden. Eine Initiative des Vereins "Vida Nueva" rief den Kinderzirkus "Circo Fantazztico" ins Leben, in dem nun zwölf Kinder von durchschnittlich 13 Jahren als Artisten beheimatet sind. Die Kinder werden durch die Zirkuspädagogik gefördert und erhalten gleichzeitig eine sichere Zufluchtsstätte und feste soziale Bande.
Kinderarbeit und Kriminalität haben im Leben für den Zirkus keinen Platz, stattdessen werden vielmehr ernste Szenarien wie die Arbeit in einem Kinderlager persifliert und so deren Absurdität vor Augen geführt.
Daneben gibt es natürlich auch beeindruckende artistische Vorführungen, in denen die Kinder ihre Lebensfreude zum Ausdruck bringen. Sogar eine hauseigene Balkan- und Ethno-Jazz-Band kann die Gruppe aufweisen.
Bemerkenswert ist zudem, dass die gesamte "Circo Fantazztico"-Truppe schon zwei Europatourneen (2007 und 2009), sowie zwei Mittelamerikatourneen (2008 und 2010) auf die Beine gestellt hat.
Link zum Artikel
Dienstag, 13. Juli 2010
 Der Ludwigsburger Mineralienhändler Marco Schreier erarbeitet gemeinsam mit dem Verein "Fair Trade Minerals & Gems e.V." Kriterien für ein Gütesiegel zum fairen Handel mit Mineralien und Schmucksteinen. Eine anerkannte Fairtrade-Zertifizierung gibt es auf dem Sektor bisher nicht, nachdem die Handelswege der Steine intransparent sind und einzelne Verarbeitungsschritte getrennt voneinander durchgeführt werden. Über Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben informiert sich Marco Schreier regelmäßig persönlich mit seinem Team. Mitarbeiter kontrollieren auch vor Ort die Hauptlieferanten in Indonesien, China und Brasilien. Zusätzlich unterstützt er auch aktiv ein faires Opal-Abbau-Projekt in Honduras.
Link zum Artikel
Freitag, 18. Juni 2010
 Morgen findet in Stockholm die Hochzeit von Prinzessin Victoria von Schweden und ihrem Verlobten Daniel Westling statt. Positiv zu bemerken ist, dass die Braut sich eine "moderne und umweltbewusste" Hochzeit wünscht. Daher wurde veranlasst, dass der Blumenschmuck der Feierlichkeiten nach Fair Trade-Regeln eingekauft und auf Feuerwerk und Konfetti verzichtet wurde.
Link zum Artikel: Leinen los fürs Liebes-Glück
Montag, 17. Mai 2010
Das orangefarbene Markenzeichen des ökumenischen Kirchentags wird nun von Experten kritisiert: Möglicherweise wurden bei der Produktion Fair-Trade-Standards verletzt. "Cotton made in Africa" - mit diesem Label waren die Textilien von der Firma S.Oliver ausgezeichnet und beworben worden. Claudia Brück von Transfair: "Das hat mit fairem Handel nichts zu tun." Die Schals waren gegen eine Spende ab drei Euro verteilt worden. Die Kirchentagsleitung konnte durch den Verkauf mehrere Hunderttausend Euro umsetzen.
Link zum Artikel
Mittwoch, 12. Mai 2010
Die „TrauringManufaktur“ in Hamburg lockt nachhaltig denkende Ehewillige mit einem besonderen Angebot: hochwertige und individuelle Trauringe, die aus ökologisch gefördertem Gold oder Recycling Gold hergestellt werden. Die Ringe für den vermeintlich schönsten Tag im Leben werden aus Rohstoffen gefertigt, die auf ökologisch- und sozialgerechte Weise abgebaut, weiterverarbeitet und gehandelt wurden oder aus Recyclingsystemen stammen. Problematische Folgen bei der gewöhnlichen Produktion von Schmuck, wie das Verwenden von giftigen Chemikalien wie Quecksilber und Zyanid, Kinderarbeit, sowie der hohe und klimaschädliche Energieverbrauch können durch die ökologische Variante nahezu ausgeschlossen werden. Bei der Herstellung der „Öko-Fairen Trauringe“ legt man zudem besonders viel Wert auf direkte Zusammenarbeit mit den Arbeitern und Händlern vor Ort, damit die Quelle der Ressourcen nachvollzogen werden kann. Beim Kauf eines fairen Trauringes erhält man als Nachweis seiner Herkunft und Einzigartigkeit ein „Öko-Faire Zertifikat“. Und das Beste: der Preis für diese besonderen Ringe ist nur geringfügig höher.
Link zum Artikel: Hochzeit mit ‚Oeko-Faire Trauringen’
Link zur Homepage der Manufaktur
Mittwoch, 21. April 2010
Das Öko-Institut Freiburg untersuchte zusammen mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung rund 70 gängige Labels. Ausgangspunkt der Untersuchungen war die mangelnde Orientierungsleistung der Labels hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit, denn Labels sind meistens auf bestimmte Produktgruppen beschränkt und erschweren dadurch eine generelle Konsumierung nachhaltiger Produkte.
Ziel der Studie war es auch den Verbrauchern die Wahl im Supermarkt zu erleichtern.
Als häufigstes Defizit der Siegel entlarvten die Wissenschaftler vor allem die lückenhafte Produktionsbeschreibung bei den Rohstoffen und bei den Vorprodukten, die oft unter sozial schwierigen Bedingungen in Entwicklungsländern produziert werden. Hierbei kommt auch Kinderarbeit zum Einsatz.
Darum plädieren die Experten für die Einführung von Nachhaltigkeitsstandards, um die bestehenden Siegel weiterzuentwickeln.
Link zum Artikel: Ökologisch, fair, bezahlbar und gelabelt?
Es geht um Nachhaltigkeit und um Fair Trade!
Das Naturkosmetikunternehmen Hautbalance stellt Naturkosmetik vor, die sich diesen zwei Anforderungen an ihre Produkte verschrieben haben. So zum Beispiel Santaverde aus Brasilien, die mit der Xingu-Linie ein Luxuspflegeprodukt geschaffen hat, das zugleich auch der einheimischen Bevölkerung zugute kommt, da 10 Prozent des Rein-Erlöses an das Entwicklungshilfeprojekt Caatinga im Nordosten Brasiliens gehen. Auch Naturelle d'Argan hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben. So setzt es sich nicht nur für die Pflege der Marokkanischen Arganwälder, aus denen das Arganöl zur Kosmetikproduktion gewonnen wird, ein, sondern unterstützen und fördern auch die Kooperation der Berberfrauen , die das Öl produzieren.
Auf der Website gibt es weiter Informationen zu anderen Unternehmen.
Link zum Artikel: Nachhaltigkeit und Fair Trade in der Naturkosmetik
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