Dienstag, 23. Februar 2010
 Im Rahmen der Konferenz „Roma-Kinder in Europa - Zwischen Integration und Isolation“ hat Unicef eine Studie zur Lage der Roma-Kinder in Osteuropa veröffentlicht.
Kinder der Roma in Südosteuropa sind, laut Unicef, besonders stark von Kinderarbeit betroffen. Sie bilden auch den Großteil der Straßenkinder in Albanien und Bosnien- Herzegovina. UNICEF führt den hohen Anteil vor allem auf den schlechteren Bildungszugang der Volksgruppe zurück. Durch Integrationsprojekte und überwachte Einschulung ist die Zahl der arbeitenden Roma-Kinder in Rumänien inzwischen rückläufig.
Link zur Unicef Studie: "Breaking the cycle of exclusion - Roma children in south east Europe"
Montag, 22. Februar 2010
 Die Aktion 3.Welt Saar hat eine vierseitige Broschüre zum Thema Kinderarbeit veröffentlicht. Neben einer kurzen Einführung in die Thematik geht es vordringlich um die Frage: "Wer sind die Nutznießer von Kinderarbeit? Diese Frage ist mitentscheidend, um die Vermeidung von Kinderarbeit voranzutreiben. Desweiteren gibt die Broschüre Lösungsansätze für diese Problematik. Sie ist u.a. zur Verwendung im schulischen Unterricht und in der außerschulischen Bildungsarbeit gedacht.
Gefördert wird das sogenannte Flugblatt von der Stiftung für Demokratie Saarland, von InWent GmbH aus Mitteln des BMZ und vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) in Bonn.
Link zum Artikel
Mittwoch, 26. November 2008
Aus aktuellem Anlass zum dritten Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern in Rio de Janeiro hat die Organisation IPEC (The International Programm on the Elimination of Child Labour) einen neuen Ratgeber zur Verhütung von Kinderhandel und Prostitution herausgebracht. Dieser wendet sich sowohl an Politiker, als auch an andere Personen, die sich gegen Kinderhandel und Ausbeutung einsetzen und entsprechende Programme dagegen entwickeln möchten. Der Ratgeber besteht aktuell aus fünf Büchern mit verschiedenen Themenspektren. Diese reichen von der politischen Rahmenarbeit bis hin zu Initiativen, die angewendet werden können, um Kinderarbeit zu bekämpfen.
Neben der brasilianischen Regierung, die den Kongress u. a. organisiert, UNICEF, ECPAT sowie der NGO zur Bewahrung der Kinderrechte nimmt, das Programm zur Beseitigung von Kinderarbeit (IPEC) auf dem Weltkongress eine Schlüsselrolle ein.
englische Mitteilung bei ILO News
Mittwoch, 19. November 2008
 Das Buch „Uns gehört die Welt“ von Klaus Werner-Lobo erklärt die Zusammenhänge und die konkreten Folgen der Weltwirtschaft für unser alltägliches Leben. Im Zuge der Globalisierung wurden viele Menschen reich, aber noch mehr wurden tiefer in die Armut getrieben. Hauptursache für diese dramatische Entwicklung ist der entgrenzte Kapitalismus, den die multinationalen Konzerne in jeden Winkel der Erde tragen. Dabei verfolgen die Multis nur ein Ziel: Maximalen Profit. Menschenrechte, Demokratie und Umweltschutz sind hierbei nur im Weg. Kinderarbeit für minimale Löhne, Finanzierung von Bürgerkriegen oder illegale Medikamententests sind für viele Unternehmen keine Hürde auf der Jagd auf den größten Shareholder-Value. In dem Buch werden die Ursachen für Armut, Kinderarbeit, Migration, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörungen erläutert und es gibt Tipps für jeden einzelnen, wie er sich dem entgegensetzen kann.
Link zur Buchbesprechung
Donnerstag, 13. November 2008
 Im Weltladen Heidelberg wird am 16. November eine Lesestunde zum Thema Schokolade und Kakao-Anbau stattfinden. Der Weltladen hat dazu den Jungautor Stephan Sigg aus der Schweiz eingeladen, welcher die Geschichte von Emmas Schokoladengeschäft preisgeben wird. Die Hauptfiguren des Romans, Natascha und ihre Mutter, sollen sich während Tante Emmas Abwesenheit um ihr Schokoladengeschäft kümmern. Tante Emma ist urplötzlich nach Südamerika gereist, um einem schweren Verdacht im Kakao-Anbau nachzugehen. „Was kann nur so verdächtig an zuckersüßer Schokolade sein?“, versteht Natascha die Welt nicht mehr.
Die Veranstaltung richtet sich besonders an die jüngeren Besucher des Weltladens, welche hiermit den Unterschied zwischen herkömmlicher und fairer Schokolade erfahren sollen. Nach und vor der Lesung besteht außerdem die Möglichkeit den Erlebnislernzirkel des Weltladens kennen zu lernen und auszuprobieren.
Der Eintritt der Veranstaltung ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
Ankündigung beim Dachverband der Weltläden
Buchinfo Emmas SchokoLaden
Montag, 10. November 2008
Entgegen aller Vorwürfe verteidigt Jadgish Baghwati in seinem aktuellen Buch die Globalisierung. Sie sei eine rundherum gelungene Sache, so der Autor. Laut Baghwati, gebürtiger Inder und heute Wirtschaftsprofessor an der New Yorker Columbia Universität, trüge die Globalisierung nicht zur Verarmung der Entwicklungsländer und zu Kinderarbeit bei. Gegenteilig ist er der Ansicht, dass die sozialen Standards in der Dritten Welt dadurch sogar steigen würden. Multinationale Konzerne drängen auf soziale Verbesserungen und höhere Standards, um die Billigkonkurrenz zu schädigen. Dabei macht Baghwati keinen Hehl aus seiner Abscheu für Armut und Ausbeutung. Doch er möchte mit seinem Buch die Globalisierungskritiker mit Beweisen überzeugen: Es sei schlichtweg ungerecht der Globalisierung für alle Entwicklungen den schwarzen Peter zuzuschieben.
Artikel in Welt Online
Buchinfo "Verteidigung der Globalisierung"
Donnerstag, 6. November 2008
 Noch bis in die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert mussten zehntausende Kinder in der Schweiz als Kinderarbeiter schuften anstatt zur Schule zu gehen. Oft wurden die Kinder von ihren Eltern aus finanziellen Gründen weggegeben, oder die Kinder wurden nicht umsorgt. Auch Scheidungen, Todesfälle, die eigene uneheliche Geburt oder Alkoholsucht waren Ursachen für eine Weggabe des Kindes.
Nun standen in Basel drei Ehemalige 'Verdingkinder' auf der Bühne, um von ihren Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten. Dabei machten sie auch auf ihre Gedanken und Probleme dieser Zeit aufmerksam. Grund für ihren Auftritt war aber nicht nur das eigene Schicksal, sondern vielmehr das Schicksal vieler Millionen anderer Kinder auf allen Kontinenten, die auch heute noch unter schlechtesten Bedingungen arbeiten müssen.
In dem Buch 'Versorgt und Vergessen' von Marco Leuenberger und Loretta Seglias werden 40 Einzelschicksale aufgeführt.
Link zum Artikel
Mittwoch, 15. Oktober 2008
lautet der Titel des im September 2008 erschienen Buches von Klaus Werner-Lobo. Dieses knüpft im Wesentlichen an das erfolgreiche „Schwarzbuch der Markenfirmen“ an und beleuchtet die Macht und die Machenschaften der multinationalen Konzerne. Viele dieser sogenannten Multis betrachten die Welt als eine Ware, wobei Menschenrechte, Umwelt und Demokratie häufig unberücksichtigt bleiben. Folgen sind Arbeitslosigkeit, Ausbeutung, Krieg, Kinderarbeit, Umweltzerstörung und wachsende soziale Unterschiede. Der Autor, welcher die schwarzen Schafe auch konsequent beim Namen nennt, möchte dabei die Zusammenhänge zwischen globaler Wirtschaftpolitik und dem Alltag der Konsumenten aufzeigen. Er will somit Bewusstsein schaffen und Menschen ermutigen sich den oft bitteren Machenschaften der Konzerne und Großunternehmen in den Weg zu stellen.
Link zum Pressegespräch mit Klaus Werner-Lobo
Uns gehört die Welt!
Mittwoch, 6. August 2008
 Der niederländische Autor und Fotograf Peter de Ruiter hat sein Buch "A world for children" vorgestellt. Auf 200 Seiten stellt er die Problematik von Kinderarbeit dar und zeigt, anhand vieler Fotos von seinen Reisen, die Situation in verschiedenen Ländern auf. Die Texte sind auf niederländisch. Eine deutsche, spanische und englische Ausgabe soll in Kürze erscheinen.
Peter de Ruiter veröffentlichte seine Arbeiten auch auf eigenen Austellungen in den Niederlanden. Wann und wo seine Fotografien wieder zu sehen sind, wird man unter anderem hier erfahren können.
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Dienstag, 24. Juni 2008
Der katholische Diözesanrat des Erzbistums Köln hat eine neue Broschüre zum Thema Kinderarbeit herausgegeben. In „Herausforderung Kinderarbeit - Fakten, Zusammenhänge, Handlungs-Perspektiven“ informiert der Diözesanrat auf 22 Seiten umfassend, zusammenhängend und verbraucherbezogen. Sowohl VerbraucherInnen als auch LehrerInnen finden in dem reichlich illustrierten Prospekt nützliche Hinweise für den Umgang mit dem Thema Kinderarbeit beim Einkauf und bei der Gestaltung des Unterrichts.
Wer interessiert ist, kann die Broschüre kostenfrei beim Erzbistum Köln beziehen.
Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln
Breite Straße 106
50667 Köln
E-Mail: kontakt@dioezesanrat.de
Telefon: 0221/ 257 61 11
Fax: 0221/ 255 46 2
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