Mittwoch, 21. Juli 2010
 Werden in Deutschland palästinensische Jugendliche und Kinder als Drogenkuriere missbraucht? Vor Erscheinen des schon jetzt polarisierenden Buches der kürzlich verstorbenen Jugendrichterin Heisig wurden Passagen daraus bereits im "Spiegel" abgedruckt. Sie stellt die These auf, dass in Deutschland ca ein Dutzend arabische Clans mit Tausenden Mitgliedern in kriminell ausgerichteten Strukturen leben, die ihre Kinder den deutschen Behörden entziehen. Diese Kinder wüchsen in ein System hinein, welches Straftaten jeglicher Bandbreite abdecke: von Drogendelikten bis hin zu Mord. Hinzu kommen staatenlose Kinder aus palästinensischen Flüchtlingslagern, die mithilfe der arabischen Drogenmafia in die Bundesrepublik geschleust und durch Landsleute in den Drogenhandel eingewiesen würden. Heisig fordert in ihrem Buch schärfere Einreisekontrollen und geschlossene Einrichtungen, um staatenlose Kinder vor den Gefahren einer dergestalt organisierten Kriminalität zu schützen.
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und Süddeutsche Zeitung vom 20. Juli 2010, Panorama: "Abrechnung mit den Clans"
Dienstag, 13. Juli 2010
 In Indien ist ein neuer Kurzfilm vorgestellt worden, der das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Bildung für Kinder fördern soll. Der viereinhalb Minuten lange Film wurde von dem bekannten Werbespezialisten Dorai Swamy produziert und zeigt die Lebensbedingungen von Kindern ohne Schulbildung, die auf Farmen, als Mechaniker, Diener oder Hotelarbeiter arbeiten. Er möchte damit auch zeigen, dass Kinderarbeit oft eine Folge von mangelnder Schulbildung ist. Die Menschenrechtskommission von Hyderabat stellte den Film mit dem Titel `Bhavi Bharata Bhagya Vidhatalu’ am Montag vor.
Link zum Artikel: "Depicting the plight of streetchildren"
Dienstag, 27. April 2010
"Ich, Tomek", so lautet der Titel des verstörenden Films zum Thema Kinderprostitution, der auf dem diesjährigen Wiesbadener Filmfestival "Go East" gezeigt wurde. Tomek lebt in einer kleine Stadt nahe der deutsch-polnischen Grenze. Nachdem er in einer Disko den Zuhälter Borys kennengelernt hat, gerät er in eine Spirale aus Prostitution und Gewalt. Zunächst arbeitet er als Stricher, dann wechselt er die Seiten und wird selbst zum berechnenden Zuhälter. Die Grenzregion, in der der Film angesiedelt ist, spiegelt die gesellschaftlichen Missstände wider. Hier prallen Welten aufeinander: Beengte, dürftige Familienverhältnisse auf der einen, Luxus und Überfluss auf der anderen Seite - repräsentiert durch zahlungswillige deutsche Sextouristen. Anschaulich und realitätsnah beschreibt der Film die verhängnisvolle Verstrickung von Opferbereitschaft und Materialismus.
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Dienstag, 23. Februar 2010
 Im Rahmen der Konferenz „Roma-Kinder in Europa - Zwischen Integration und Isolation“ hat Unicef eine Studie zur Lage der Roma-Kinder in Osteuropa veröffentlicht.
Kinder der Roma in Südosteuropa sind, laut Unicef, besonders stark von Kinderarbeit betroffen. Sie bilden auch den Großteil der Straßenkinder in Albanien und Bosnien- Herzegovina. UNICEF führt den hohen Anteil vor allem auf den schlechteren Bildungszugang der Volksgruppe zurück. Durch Integrationsprojekte und überwachte Einschulung ist die Zahl der arbeitenden Roma-Kinder in Rumänien inzwischen rückläufig.
Link zur Unicef Studie: "Breaking the cycle of exclusion - Roma children in south east Europe"
Montag, 22. Februar 2010
 Die Aktion 3.Welt Saar hat eine vierseitige Broschüre zum Thema Kinderarbeit veröffentlicht. Neben einer kurzen Einführung in die Thematik geht es vordringlich um die Frage: "Wer sind die Nutznießer von Kinderarbeit? Diese Frage ist mitentscheidend, um die Vermeidung von Kinderarbeit voranzutreiben. Desweiteren gibt die Broschüre Lösungsansätze für diese Problematik. Sie ist u.a. zur Verwendung im schulischen Unterricht und in der außerschulischen Bildungsarbeit gedacht.
Gefördert wird das sogenannte Flugblatt von der Stiftung für Demokratie Saarland, von InWent GmbH aus Mitteln des BMZ und vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) in Bonn.
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Mittwoch, 26. November 2008
Aus aktuellem Anlass zum dritten Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern in Rio de Janeiro hat die Organisation IPEC (The International Programm on the Elimination of Child Labour) einen neuen Ratgeber zur Verhütung von Kinderhandel und Prostitution herausgebracht. Dieser wendet sich sowohl an Politiker, als auch an andere Personen, die sich gegen Kinderhandel und Ausbeutung einsetzen und entsprechende Programme dagegen entwickeln möchten. Der Ratgeber besteht aktuell aus fünf Büchern mit verschiedenen Themenspektren. Diese reichen von der politischen Rahmenarbeit bis hin zu Initiativen, die angewendet werden können, um Kinderarbeit zu bekämpfen.
Neben der brasilianischen Regierung, die den Kongress u. a. organisiert, UNICEF, ECPAT sowie der NGO zur Bewahrung der Kinderrechte nimmt, das Programm zur Beseitigung von Kinderarbeit (IPEC) auf dem Weltkongress eine Schlüsselrolle ein.
englische Mitteilung bei ILO News
Mittwoch, 19. November 2008
 Das Buch „Uns gehört die Welt“ von Klaus Werner-Lobo erklärt die Zusammenhänge und die konkreten Folgen der Weltwirtschaft für unser alltägliches Leben. Im Zuge der Globalisierung wurden viele Menschen reich, aber noch mehr wurden tiefer in die Armut getrieben. Hauptursache für diese dramatische Entwicklung ist der entgrenzte Kapitalismus, den die multinationalen Konzerne in jeden Winkel der Erde tragen. Dabei verfolgen die Multis nur ein Ziel: Maximalen Profit. Menschenrechte, Demokratie und Umweltschutz sind hierbei nur im Weg. Kinderarbeit für minimale Löhne, Finanzierung von Bürgerkriegen oder illegale Medikamententests sind für viele Unternehmen keine Hürde auf der Jagd auf den größten Shareholder-Value. In dem Buch werden die Ursachen für Armut, Kinderarbeit, Migration, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörungen erläutert und es gibt Tipps für jeden einzelnen, wie er sich dem entgegensetzen kann.
Link zur Buchbesprechung
Donnerstag, 13. November 2008
 Im Weltladen Heidelberg wird am 16. November eine Lesestunde zum Thema Schokolade und Kakao-Anbau stattfinden. Der Weltladen hat dazu den Jungautor Stephan Sigg aus der Schweiz eingeladen, welcher die Geschichte von Emmas Schokoladengeschäft preisgeben wird. Die Hauptfiguren des Romans, Natascha und ihre Mutter, sollen sich während Tante Emmas Abwesenheit um ihr Schokoladengeschäft kümmern. Tante Emma ist urplötzlich nach Südamerika gereist, um einem schweren Verdacht im Kakao-Anbau nachzugehen. „Was kann nur so verdächtig an zuckersüßer Schokolade sein?“, versteht Natascha die Welt nicht mehr.
Die Veranstaltung richtet sich besonders an die jüngeren Besucher des Weltladens, welche hiermit den Unterschied zwischen herkömmlicher und fairer Schokolade erfahren sollen. Nach und vor der Lesung besteht außerdem die Möglichkeit den Erlebnislernzirkel des Weltladens kennen zu lernen und auszuprobieren.
Der Eintritt der Veranstaltung ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
Ankündigung beim Dachverband der Weltläden
Buchinfo Emmas SchokoLaden
Montag, 10. November 2008
Entgegen aller Vorwürfe verteidigt Jadgish Baghwati in seinem aktuellen Buch die Globalisierung. Sie sei eine rundherum gelungene Sache, so der Autor. Laut Baghwati, gebürtiger Inder und heute Wirtschaftsprofessor an der New Yorker Columbia Universität, trüge die Globalisierung nicht zur Verarmung der Entwicklungsländer und zu Kinderarbeit bei. Gegenteilig ist er der Ansicht, dass die sozialen Standards in der Dritten Welt dadurch sogar steigen würden. Multinationale Konzerne drängen auf soziale Verbesserungen und höhere Standards, um die Billigkonkurrenz zu schädigen. Dabei macht Baghwati keinen Hehl aus seiner Abscheu für Armut und Ausbeutung. Doch er möchte mit seinem Buch die Globalisierungskritiker mit Beweisen überzeugen: Es sei schlichtweg ungerecht der Globalisierung für alle Entwicklungen den schwarzen Peter zuzuschieben.
Artikel in Welt Online
Buchinfo "Verteidigung der Globalisierung"
Donnerstag, 6. November 2008
 Noch bis in die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert mussten zehntausende Kinder in der Schweiz als Kinderarbeiter schuften anstatt zur Schule zu gehen. Oft wurden die Kinder von ihren Eltern aus finanziellen Gründen weggegeben, oder die Kinder wurden nicht umsorgt. Auch Scheidungen, Todesfälle, die eigene uneheliche Geburt oder Alkoholsucht waren Ursachen für eine Weggabe des Kindes.
Nun standen in Basel drei Ehemalige 'Verdingkinder' auf der Bühne, um von ihren Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten. Dabei machten sie auch auf ihre Gedanken und Probleme dieser Zeit aufmerksam. Grund für ihren Auftritt war aber nicht nur das eigene Schicksal, sondern vielmehr das Schicksal vieler Millionen anderer Kinder auf allen Kontinenten, die auch heute noch unter schlechtesten Bedingungen arbeiten müssen.
In dem Buch 'Versorgt und Vergessen' von Marco Leuenberger und Loretta Seglias werden 40 Einzelschicksale aufgeführt.
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