Mittwoch, 1. September 2010

Das dritte Internationale Treffen gegen Kinderarbeit findet dieses Jahr am 3. und 4. November in Bogotá, Kolumbien statt. Im Vordergrung steht das Thema Kinderarbeit in Lateinamerika. Schon in den Monaten September und Oktober sollen einige Onlineaktivitäten realisiert werden ( Zeitplan).
Die konkreten Ziele des Treffens sind zum einen, ein Internationales Netzwerk aus Personen und Organisationen auszubauen und eine Plattform zu entwickeln, auf der sich über Erfahrungen im Kampf gegen Kinderarbeit ausgetauscht und gemeinsam Lösungsansätze gefunden werden können. Außerdem soll anhand eigener Initiativen ein Mitwirken an der Umsetzung der Millenniumsziele der UN stattfinden und geholfen werden die Kinderarbeit in Lateinamerika einzudämmen.
Die Eröffnung findet am ersten September statt.
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 In der Region Puno, in Peru ist das minimale Arbeitsalter bei 14 Jahren festgesetzt. In Ausnahmefällen dürfen Kinder auch schon ab 12 Jahren arbeiten. Die Bedingung dafür ist, dass ihre Aktivitäten nicht ihr Recht auf schulische Bildung, freie Entwicklung oder ihr gesundes Wachstum verletzten. Die arbeitenden Kinder haben außerdem die gleichen Rechte wie Erwachsene. Dazu gehört unter anderem die gleiche Bezahlung, Pausen und soziale Absicherung.
Um dies vollständig umzusetzen soll in den Schulen der Region Prävention vorgenommen werden. Eine Vielzahl Kinder sind in den Hochburgen der Bergarbeit beschäftigt. Aber auch Märkte, Transportfirmen, Ziegelbrenner und andere möglichen Arbeitsplätze für Minderjährige sollen nach den beschriebenen Vorgaben überprüft werden. Das Amt für Arbeit beaufsichtigt die Bezahlung und die Versicherungen der jungen Arbeiter während der Überprüfung auf Arbeitserlaubnis.
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Montag, 30. August 2010
 Um sich selbst davon zu überzeugen, dass die Stoffe ihrer neue ökologische Mode-Kollektion für das Label "People Tree" aus fairem Handel stammen, reiste Emma Watson selbst nach Asien. Die Schauspielerin war beeindruckt davon, dass die Frauen in den Slums von Bangladesh durch den fairen Verkauf von Kleidung eine Möglichkeit gefunden hatten, sich und ihren Kindern eine Chance auf eine bessere Zukunft in geringerer Armut zu eröffnen.
Um die in den Slums von Bangladesh herrschenden Lebensbedingungen und die Notwendigkeit von Fair Trade Modebegeisterten und Fans der Schauspielerin näher zu bringen, wurde die Reise mit Hilfe einer Kamera dokumentiert (Video anschauen).
Link zur Pressemitteilung
 Die usbekische Seidenindustrie stützt sich noch immer auf die Arbeit von Kindern-obwohl die autoritäre Regierung Kinderarbeit als offiziell abgeschafft bezeichnet. Kinder wie die 15-jährige Dilorom Nishanova, die bei der Seidenproduktion mithilft seit sie acht Jahre alt war, glauben allerdings, dass es normal und eine Pflicht der Kinder sei, ihren Eltern bei der Arbeit zu helfen.
Usbekische Menschenrechtsgruppen halten dagegen und verwesen darauf, dass die anstrengende und arbeitsintensivste Zeit der Seidenraupenkokons im Mai liegt- gleichzeitig mit den Schulexamen.
Usbekistans Regierung hält das Staatsmonopol auf die Seidenproduktion und beruft sich auf die geschichtliche Tradition des Landes an der Seidenstraße. Bauern müssen bestimmte Quoten erfüllen, die so hoch sind, dass ihre Kinder bei der Arbeit mithelfen müssen, ansonsten drohen Strafgebühren oder der Verlust des Landes.
Die jährlichen Einnahmen aus dem Seidenverkauf erscheinen im Vergleich mit der einen Billion US-$ aus dem Baumwollanbau lächerlich, allerdings liegt die Produktion proportional zur Bevölkerugszahl weltweit am höchsten.
Während der Saison, in denen die Seidenraupen ihre Konkons spinnen, arbeiten die Familien ca. 25 Tage lang von 4 Uhr morgens bis Mitternacht, die Kinder verpassen so die Schule.
Die Behörden beharren aber auf ihrem Standpunkt:"Nur Erwachsene, keine Kinder sind in diese Arbeit involviert.", so Kakhhor Yavkashtiyev, Leiter des Seidendepartments des usbekischen Landwirtschaftsministeriums.
Link zum Artikel (englisch)
Montag, 16. August 2010
 Britische Hilfsorganisationen schätzen, dass hunderte Kinder in Großbritannien zur Prostitution gezwungen werden. Das Problem wurde in der Öffentlichkeit und durch die Medien bisher nicht thematisiert, obwohl es sich nicht um Einzelfälle handelt. Zwischen April 2009 und Mai 2010 hatte das staatliche Human Trafficking Centre 38 Fälle registriert - die Kinderhilfsorganisation Barnardo's berichtete gar von 609 sexuell ausgebeuteten Kindern, die im vergangenen Jahr betreut werden mussten. Die Kinderprostituierten stammten oftmals aus sozial schwachen und instabilen Familien.
Häufig läuft die Ausbeutung nach einem bestimmten Schema ab: Meist sind es Mädchen im Alter zwischen 11 und 13 Jahren, die von älteren Männern - Loverboys genannt - mit Geschenken gelockt und manipuliert werden, bis sich ein Vertrauensverhältnis aufbaut und die Kinder zur Prostitution gezwungen werden.
Link zum Artikel in spiegel online
Donnerstag, 12. August 2010
 In der indischen Stadt Cantt wurden Minderjährige bei den Bauarbeiten einer Straße vorgefunden, die brisanterweise im Auftrag des öffentlichen Wohlfahrtsdezernats ausgeführt wurde.
Dies stellt eine eklatante und offensichtliche Verletzung des Child Labour Acts von 1986 dar, der die Beschäftigung von Kindern unter 14 Jahren in gefährlichen Jobs verbietet.
Kinder zwischen 11 und 14 Jahren, gekleidet in Lumpen, wurden bei schweren Arbeiten angetroffen, so trugen sie Ziegeln, brachen Steine oder entfernten schwere Äste von der Straße. Für die schwere und gefährliche, acht- bis zehnstündige Arbeit erhalten die Kinder 100 Rupien pro Tag, die ihnen eine Mahlzeit erlauben.
Das Wohlfahrtsdezernat gibt an, dass die Arbeit auf Vertragsbasis von einem anderen Unternehmen ausgeführt wird. Der Vize-Arbeitsbeauftragte S.P. Gupta versicherte, dass der Fall überprüft werde und erst einmal das Alter der Kinder festgestellt werde, bevor Maßnahmen ergriffen würden.
Das Problem ist die Kontrolle der Kinderarbeit, da sie für einen großen Teil der Bevölkerung den einzigen Weg darstellt, etwas Geld zum Kauf von Nahrungsmitteln zu verdienen. "Wenn Gabbar und Alka nicht arbeiten, wie würden sie dann Geld verdienen, wie könnten wir sie dann ernähren? Wir leben von der Hand in den Mund, wie können wir da über Bildung für unsere Kinder nachdenken?", fragt eine der Mütter der betroffenen Kinder.
Die Eltern jedenfalls haben keine Ahnung von eventuellen Gesetzen gegen Kinderarbeit und solange sich ihre Gesamtsituation nicht verbessert, werden auch ihre Kinder weiterhin als Arbeiter ohne Zugang zu Gesundheitsversorgung, guter Nahrung und Schulbildung aufwachsen.
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Donnerstag, 5. August 2010
 Wer schmückt sich nicht gern mit einem guten Gewissen? Erstmals wird in Kolumbien zertifiziertes Fairtrade-Gold gewaschen. Im Westen Kolumbiens, in Tado, wurde die Organisation "Oro Verde" auf die traditionelle, umweltschonende Goldwaschpraxis der Einwohner aufmerksam und machte aus dem geschürften Edelmetall eine Marke. Der Verein garantiert höhere Einkommen (2 % über dem Marktwert) und sorgt dafür, dass 13% aus dem Goldverkauf in Entwicklungsprojekte vor Ort fließen. Dies kommt auch anderen Einwohnern zugute: "Viele Menschen profitieren von dem Programm, selbst wenn sie nicht direkt im Geschäft mit Gold sind", so der Goldwäscher Mosquera. Um Umweltschutzkriterien zu gewährleisten, gibt es regelmäßige Kontrollen des Vereins Asocasan vor Ort: So werden Wassertiere geschützt, der Gebrauch von Quecksilber vermieden und die Böden nach den Grabungen wieder bepflanzt. Fairtrade vergibt nun ihr Logo an Oro Verde und an ein Dutzend vergleichbarer südamerikanischer Initiativen. Der Marktanteil von Fairtrade Gold soll langfristig global auf 5 % steigen.
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Montag, 2. August 2010
 In nur einer Woche hat die ghanaische Polizei im Rahmen einer neuen Vorgehensweise gegen Kinderarbeit gleich drei große Fälle von Kinderhandel unterbunden.
Der Anwalt für Kinderrechte, Bright Appiah, lobt die Zusammenarbeit von Polizei und dem Ministerium für Frauen- und Kinderangelegeneheiten. In zwei Fällen wurden insgesamt 402 Kinder vor dem Verkauf in die Voltaregion und das Assin bewahrt, des weiteren konnten zwei Männer beim versuchten Kinderhandel in den Süden Ghanas verhaftet werden.
Appiah fordert strengere Gesetze, die klarstellen, was Kinder leisten dürfen und was nicht; gerade im Hinblick auf das Image Ghanas müsse Kinderhandel und -arbeit streng verfolgt werden.
Interessensgruppen sind nun dazu aufgerufen, sich um das Wohl der abgefangenen Kinder zu kümmern und deren Interessen weiterhin zu vertreten, auch in Zusammenarbeit mit
im Bereich der Kinderarbeit erfahrenen, internationalen Organisationen.
Quelle
 Kinderarbeit ist traurige Realität in Indien. Insbesondere in der Textilindustrie garantiert ausbeuterische Kinderarbeit Bekleidung zu Dumpingpreisen. Dennoch zeigte sich das Indische Apparel Export Promotion Council (APEC) "schockiert" darüber, dass das Amerikanische Arbeitsministerium Bekleidung aus Indien in die 'Executive Order 13126 List' aufnahm, welche Produkte auflistet, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Kinderarbeit stammen. Die Indische Bekleidungslobby hatte in den vergangenen Monaten intensiv versucht diesen Schritt zu verhindern. Die APEC behauptete, dass die Daten, auf welche das Department of Labor seine Analyse basierte, veraltet seien. Als Konsequenz kündigte die APEC die Einführung eines eigenen Verhaltenskodexes und "unabhängiger" Untersuchungen an. Der Kodex, welcher vorraussichtlich im August veröffentlicht wird, soll den Kleidungsherstellern in einer Reihe von Seminaren nähergebracht werden. Aufgrund der tiefen Verwurzelung von Kinderarbeit in der Indischen Wirtschaft, ist es allerdings mehr als zweifelhaft, ob diese Initiative einen Effekt haben wird und ob die Intention der APEC über eine pure Imagekampagne hinausgeht. Es wird vermutet, dass die getroffenen Maßnahmen im wesentlichen auf die Reevaluierung des 'Trafficking Victims Protection Reauthorisation Act', eine weitere Liste die Kinderarbeit anprangert, abzielen.
Quelle: Economic Times of India
Freitag, 30. Juli 2010
 Das Arbeitsministerium der Vereinigten Staaten hat El Salvador 10 Millionen Dollar für neue Programme zum Kampf gegen Kinderarbeit zur Verfügung gestellt. Damit solle die Kinderarbeit bekämpft und soziale Schutzprogramme geschaffen werden, so der salvadorianische Außenminister Hugo Martinez.
Die jetzt zur Verfügung gestellte Hilfe soll Kinderarbeit vor allem in den sogenannten “Comunidades Solidarias”, den am meisten benachteiligten Gemeinschaften, bekämpfen. Das Projekt wird durch das International Program on the Elimination of Child Labor der International Labor Organization (ILO-IPEC) durchgeführt.
Die USA sind seit über einem Jahrzehnt im Kampf gegen Kinderarbeit in El Salvador engagiert. Bisher profitierten etwa 38000 Kinder von den Programmen, durch die sie vor der Arbeit auf Zuckerrohr- und Kaffee-Feldern, Austernfischerei und sexueller Ausbeutung geschützt wurden.
Link zum Artikel: USA unterstützen El Salvador im Kampf gegen die Kinderarbeit
Link zum Artikel: U.S. to contribute $10 million for child labor eradication in El Salvador
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