Dienstag, 13. Juli 2010
 Der Ludwigsburger Mineralienhändler Marco Schreier erarbeitet gemeinsam mit dem Verein "Fair Trade Minerals & Gems e.V." Kriterien für ein Gütesiegel zum fairen Handel mit Mineralien und Schmucksteinen. Eine anerkannte Fairtrade-Zertifizierung gibt es auf dem Sektor bisher nicht, nachdem die Handelswege der Steine intransparent sind und einzelne Verarbeitungsschritte getrennt voneinander durchgeführt werden. Über Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben informiert sich Marco Schreier regelmäßig persönlich mit seinem Team. Mitarbeiter kontrollieren auch vor Ort die Hauptlieferanten in Indonesien, China und Brasilien. Zusätzlich unterstützt er auch aktiv ein faires Opal-Abbau-Projekt in Honduras.
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Montag, 12. Juli 2010
 Seit Juli 2009 erobert eine neue Lifestyle-Limonade die Republik. Mit den Slogans :"Trinken hilft" und "Halb Limonade, halb Entwicklungshilfe", unterstützt LemonAid zwei Kleinbauernkooperativen in Brasilien und Paraguay. Die ceveren Erfinder der Marke, die Jungunternehmer Bethke und Berndt bieten einen biologischen Limettendirektsaft, abgerundet durch fair gehandelten Rohrzucker und Bio-Minze in edel und modern gestalteten Flaschen an. Kaufen kann man LemonAid in ausgewählten Läden und Szenekneipen. Das Produkt soll nicht zur Massenware verkommen, aber junge Konsumenten auch wegen seines guten Geschmacks und seiner Aufmachung dazu animieren, den fairen Handel zu unterstützen.
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 In ihrer Plenarsitzung am 9. Juli haben die Länder die Bundesregierung angehalten, sich international stärker für eine Umsetzung des Verbots der schlimmsten Formen von Kinderarbeit einzusetzen. Die Bundesregierung soll prüfen, inwieweit auf Ebene der WTO künftig Maßnahmen zum Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit getroffen werden können. Außerdem solle geprüft werden, ob Deutschland spezielle Sozialprogramme in den betroffenen Ländern unterstützen könne. Der Bundesrat verwies beispielhaft auf Programme in Mexiko und Brasilien, bei denen armen Familien Geldleistungen gewährt werden, die an den Schulbesuch der Kinder geknüpft sind. Der Bundesrat wies darauf hin, dass nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen weltweit immer noch 165 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren unter ausbeuterischen und sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten müssen.
Link zum Artikel: Bundesrat will Kinderschutz international verbessern
Mittwoch, 23. Juni 2010
 Die brasilianische Regierung hat heute angekündigt, dass sie Kinderarbeit bis in drei Jahren stoppen wird. Ihr Ziel ist, bis 2013 keine Kinderarbeit mehr zu haben. 2008 gab es in Brasilien 2.1 Millionen Kinder, die arbeiteten. Meistens arbeiten sie auf Farmen, aber Kindern verkaufen auch Sachen auf der Straße oder sind Prostituierte.
Link zum Artikel: Brazil Aims To Eradicate Child Labour By 2013
Mittwoch, 16. Juni 2010
Brasilien und die USA haben sich im Kampf gegen Kinderarbeit in Haiti zusammengeschlossen und die erste “Dreiecks-Vereinbarung” über Nord-Süd-Süd-Kooperation geschlossen. Die Vereinbarung wurde mit Unterstützung der ILO unterzeichnet. Sie betont die Wichtigkeit, Kinderarbeit in Haiti abzuschaffen und vorzubeugen und die Einhaltung internationaler Standards zu überwachen, vor allem in der Zeit nach dem schweren Erdbeben am 12. Januar 2010.Sie soll Maßnahmen der haitianischen Behörden und der Gesellschaft unterstützen. Dabei soll insbesondere die Erfahrung Brasiliens im Kampf gegen Kinderarbeit eingebracht werden. Die „Dreiecks-Vereinbarung“ beinhaltet Aktivitäten, um Kinderhandel, sexueller Ausbeutung und Kinderarbeit, speziell auch bei den Wiederaufbauarbeiten an Gebäuden und Straßen, vorzubeugen. Die Ziele der Vereinbarung korrelieren mit den Zielen der ILO in Haiti und bauen auf bereits existierenden Aktivitäten gegen Kinderarbeit auf.
"Abkommen gegen Kinderarbeit in Haiti" vollständig lesen
Dienstag, 18. Mai 2010
 Vom 10.-11. Mai fand in Den Haag die von der niederländischen Regierung und der ILO gemeinsam organisierte Konferenz mit dem Titel "Toward a World without Child Labour - Mapping the Road to 2016" statt. Mehr als 400 Vertreter aus 80 veschiedenen Ländern nahmen an der Konferenz teil. Dies beinhaltete Regierungsbeamte aus Bangladesch, Brasilien, Südafrika, Indien und den Niederlanden, Vertreter von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen, NGOs und internationale Organisationen.
Die Niederlande hatten bereits in der Vergangenheit Konferenzen dieser Art organisiert, unter anderem die Konferenz von 1997, welche in der Verabschiedung der ILO-Konvention Nr. 182 endete, die die schlimmsten Formen von Kinderarbeit verbietet. Diese Konvention wurde von 171 der 183 ILO-Mitgliedsstaaten unterschrieben.
"Den Haag Konferenz "Global Child Labour"" vollständig lesen
Mittwoch, 21. April 2010
Unter Teilnahme von Arbeitsministern und Botschaftern aus Indien, Brasilien und Südafrika (IBSA) wurde am vergangenen Montag in Washington eine Podiumsdiskussion zum Thema Kinderarbeit abgehalten. Gastgeber war das International Center on Child Labour and Education (ICCLE).
Unter anderem wurden die Teilnehmer gebeten, nationale Vorgehensweisen und konkrete Programme vorzustellen bzw. die bisherigen Erfahrungen aus ihrem Herangehen an das Kinderarbeitsproblem. Dabei wurde großer Wert auf den Aspekt der nachhaltigen Lösungen gelegt. Die Wichtigkeit des Problems müsse sich stärker im Bewußtsein der allgemeinen Öffentlichkeit und konkreter Interessensgruppen verankern.
Angesichts der vom 10.-11. Mai stattfindenden Global Conference on Child Labour, die in Zusammenarbeit zwischen der ILO und der niederländischen Regierung organisiert wird, galt diese Veranstaltung als eine Art Vorbereitung. Den Teilnehmern ging es vor allem darum, die Wichtigkeit dieses Themas in Zeiten der Wirtschaftskrise herauszustellen. Seit Beginn der globalen Wirtschaftsprobleme wurde der Vorbeuge von Kinderarbeit und deren Bekämpfung seitens der internationalen Gemeinschaft immer weniger Aufmerksamkeit geschenkt.
Desweiteren drückten die IBSA-Staaten ihre Bereitschaft aus, auf ihren jeweiligen Kontinenten Führungsrollen im Kampf gegen die Kinderarbeit zu übernehmen.
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Es geht um Nachhaltigkeit und um Fair Trade!
Das Naturkosmetikunternehmen Hautbalance stellt Naturkosmetik vor, die sich diesen zwei Anforderungen an ihre Produkte verschrieben haben. So zum Beispiel Santaverde aus Brasilien, die mit der Xingu-Linie ein Luxuspflegeprodukt geschaffen hat, das zugleich auch der einheimischen Bevölkerung zugute kommt, da 10 Prozent des Rein-Erlöses an das Entwicklungshilfeprojekt Caatinga im Nordosten Brasiliens gehen. Auch Naturelle d'Argan hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben. So setzt es sich nicht nur für die Pflege der Marokkanischen Arganwälder, aus denen das Arganöl zur Kosmetikproduktion gewonnen wird, ein, sondern unterstützen und fördern auch die Kooperation der Berberfrauen , die das Öl produzieren.
Auf der Website gibt es weiter Informationen zu anderen Unternehmen.
Link zum Artikel: Nachhaltigkeit und Fair Trade in der Naturkosmetik
Dienstag, 6. April 2010
Brasilien ist der größte Tabakexporteur der Welt: 200.000 Familien sind an der Produktion beteiligt. Nachdem die Tabakernte sehr aufwändig ist, werden die Kinder meist in den Familienbetrieb mit eingebunden. Zeit für den Schulbesuch bleibt nur am Nachmittag, am Abend geht die Ernte weiter. Während der Schulferien, die in die Haupterntezeit fallen, arbeiten die Kinder ohne Unterbrechung durch. Die anstrengende, im Stehen zu verrichtende Arbeit birgt ein hohes Gesundheitsrisiko. Eine Studie der Medizinerin Rosa Wolf besagt: "Wer während vier Stunden Tabakblätter erntet und dabei noch schwitzt, vergiftet seinen Körper so stark mit Nikotin wie jemand, der 20 Zigaretten raucht." Nikotinvergiftungen sind für Kinder, die in der Tabakindustrie arbeiten, an der Tagesordnung. Fieber, Schlaflosigkeit, Übelkeit und Atemnot sind die Symptome. Souza Cruz, größte Tabakeinkaufsfirma in Brasilien und Tochterfirma des Konzerns British American Tobacco, hat Kinderarbeit vertraglich verboten, schiebt aber die Verantwortung auf die Bauern. Direktor Flavio Goulart: "Wenn jemand Kinder arbeiten lässt, ist das seine Entscheidung." Und solange die Kinder regelmäßig die Schule besuchen, sieht auch der Staat keine Notwendigkeit, einzugreifen.
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Dienstag, 2. März 2010
 Die Stadt Hannover will künftig mehr Produkte aus fairem Handel einsetzen. Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit sollen dabei vollständig verbannt werden. Die Stadtverwaltung hat diesbezüglich den Ratsmitgliedern ein neues Beschaffungskonzept vorgelegt. Bei Veranstaltungen öffentlicher Einrichtungen sollen Getränke wie Kaffee, Tee oder Orangensaft nur aus fairem Handel bezogen werden. Auch die öffentliche Beschaffung von Produkten wie Arbeitskleidung, Spielwaren, Sportbällen und Pflastersteinen liegt künftig den neuen Kriterien zugrunde. Nachgewiesen wird die Herkunft über entsprechende Siegel oder durch Selbstverpflichtungserklärungen und unabhängige Kontrollen.
Das neue Konzept beruht auf der einstimmig beschlossenen Milleniumserklärung des deutschen Städtetags. Seit 2005 existiert bereits ein Grundsatzbeschluss der Stadt Hannover, Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit in der Stadtverwaltung auszuschließen. Auf dem neuen Vergaberecht vom April 2009 basierend, legt das Konzept nun Details dazu fest.
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