Montag, 30. August 2010
 Um sich selbst davon zu überzeugen, dass die Stoffe ihrer neue ökologische Mode-Kollektion für das Label "People Tree" aus fairem Handel stammen, reiste Emma Watson selbst nach Asien. Die Schauspielerin war beeindruckt davon, dass die Frauen in den Slums von Bangladesh durch den fairen Verkauf von Kleidung eine Möglichkeit gefunden hatten, sich und ihren Kindern eine Chance auf eine bessere Zukunft in geringerer Armut zu eröffnen.
Um die in den Slums von Bangladesh herrschenden Lebensbedingungen und die Notwendigkeit von Fair Trade Modebegeisterten und Fans der Schauspielerin näher zu bringen, wurde die Reise mit Hilfe einer Kamera dokumentiert (Video anschauen).
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Freitag, 13. August 2010
 Der englische Schokoladenhersteller Cadbury bringt ab sofort auch auf dem kanadischen Markt seinen beliebten Schokoriegel "Dairy Milk" in Fair Trade-Qualität heraus. Das Besondere an dieser Entscheidung ist allerdings, dass dem Verbraucher keine höheren Kosten entstehen, wenn er sich für die Fair Trade Sorte entscheidet. Cadbury hat Investitionen bereitgestellt, um den Preis für die Schokolade aus fairem Handel nicht erhöhen zu müssen und beruft sich dabei auf seine Quäkerwurzeln: "Wir glauben gut zu leben, wenn wir Gutes tun.", so Alison Ward, die Verantwortliche für soziale Verantwortlichkeit des Unternehmens.
In Kanada etabliert sich nach und nach eine große Bandbreite an Fair Trade Produkten in den verschiedensten Kategorien, wie TransFair Canada, die diese Produkte zertifizieren, feststellt.
Die Bewegung startete mit motivierten und interessierten Einzelkonsumenten und kleinen Spezialläden, heute fordern immer mehr Verbraucher Produkte aus fairem Handel in den Regalen der Supermärkte.
Dirk Matten, Dozent für soziale Verantwortlichkeit von Unternehmen an der Schulich School of Business in Toronto, erklärt, dass große, multinationale Konzerne erheblich zum Erfolg und zur Bekanntheit von Fair Trade beitragen.
Letztendlich ist die Initiative von Cadbury, ein Fair Trade Produkt ohne Preisaufschlag anzubieten, ein Schritt in die richtige Richtung: Konsumenten können ihre Kaufentscheidung nun auf Grund von ethischen und nicht rein finanziellen Überlegungen treffen.
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Donnerstag, 5. August 2010
 Wer schmückt sich nicht gern mit einem guten Gewissen? Erstmals wird in Kolumbien zertifiziertes Fairtrade-Gold gewaschen. Im Westen Kolumbiens, in Tado, wurde die Organisation "Oro Verde" auf die traditionelle, umweltschonende Goldwaschpraxis der Einwohner aufmerksam und machte aus dem geschürften Edelmetall eine Marke. Der Verein garantiert höhere Einkommen (2 % über dem Marktwert) und sorgt dafür, dass 13% aus dem Goldverkauf in Entwicklungsprojekte vor Ort fließen. Dies kommt auch anderen Einwohnern zugute: "Viele Menschen profitieren von dem Programm, selbst wenn sie nicht direkt im Geschäft mit Gold sind", so der Goldwäscher Mosquera. Um Umweltschutzkriterien zu gewährleisten, gibt es regelmäßige Kontrollen des Vereins Asocasan vor Ort: So werden Wassertiere geschützt, der Gebrauch von Quecksilber vermieden und die Böden nach den Grabungen wieder bepflanzt. Fairtrade vergibt nun ihr Logo an Oro Verde und an ein Dutzend vergleichbarer südamerikanischer Initiativen. Der Marktanteil von Fairtrade Gold soll langfristig global auf 5 % steigen.
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Dienstag, 3. August 2010
 Die 75-Gramm Packungen der zuckrigen Geleebohnen der Firma Jelly Beans werden ab sofort nur noch mit Fairtrade Zucker hergestellt. Die Geschmacksrichtungen "Gourmet Mix", "Berry Burst Mix", "Fruit Cocktail Mix" und "Tropical Bonanza Mix" tragen nun das Fairtrade-Gütesiegel, womit nach Angabe von Jelly Belly Entwicklungsländer unterstützt werden sollen.
Ob noch weitere Sorten und Packungsgrößen auf Fairtradezucker umgestellt werden sollen,steht allerdings nicht fest.
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Freitag, 30. Juli 2010
 Die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Environmental Justice Foundation gibt an, dass bei der Baumwollernte 2009 in Usbekistan ca. eine Million Kinder ab zehn Jahre zum Pflücken zwangsverpflichtet wurden. Das Testmagazin Konsument befragte neun Großunternehmen der Textilbranche zur Herkunft der verarbeiteten Baumwolle in Bezug auf mögliche Kinderarbeit. Benetton, Fruit of the Loom und Land's End gingen nicht auf die Problematik ein; H&M und Nike erklärten, dass sich kinderarbeitsfreie Baumwolle nicht garantieren lasse; C&A gibt an, Verarbeitungbetriebe und Lieferanten zu kontrollieren. Keines der befragten Unternehmen macht auf den Etiketten das Herkunftsland der verarbeiteten Baumwolle transparent. Der Ethikexperte des Testmagazins, Peter Blazek, rät: "Für Konsumenten, die ohne Kinderarbeit erzeugte Baumwolle tragen möchten, bleibt der Einkauf bei den ,Großen' der Branche eine unsichere Angelegenheit.
Lediglich das Fairtrade-Logo bietet Sicherheit und garantiert u.a., dass keine Kinder dafür arbeiten mussten."
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Freitag, 16. Juli 2010
 Augsburg wird als erste bayrische Großstadt „Fairtrade Stadt“. Die Organisation „Transfair“ verleiht die Auszeichnung am Samstag im Rahmen eines Festaktes auf dem Rathausplatz. Damit gehört Augsburg zu den über 800 Fairtrade-Städten weltweit. In Augsburg gibt es in über 80 Geschäften und 28 Gaststätten fair gehandelte Produkte zu kaufen, außerdem setzen sich 18 Schulen, 30 Kirchengemeinden und acht Vereine für fairen Handel ein. Der Augsburger Stadtrat hatte im Februar den Beschluss gefasst, dass man Fairtrade werden wolle.
Link zum Artikel: Augsburg bekommt den Titel „Fairtrade Stadt“
Dienstag, 13. Juli 2010
 Ein Artikel auf triplepundit.com behandelt die Zusammenarbeit zwischen Britischen Konzernen und den Organisationen Fairtrade und der Rainforest Alliance. Der Artikel kritisiert, dass die Kooperation häufig eher ein "greenwashing" darstellt, als ein ehrlicher Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen. Obwohl Fairtrade im Allgemeinen für bessere Arbeitsbedingungen steht, sind diese nicht garantiert. Ein investigativer Bericht von BBC hat kürzlich die katastrophalen Arbeitsbedingungen auf Kakaoplantagen in Ghana öffentlich gemacht, von denen Nestlé nachweislich seinen Fairtrade Kakao bezieht. Dort wird Kakao häufig von Kindern gepflückt, die nur 6 oder 7 Jahre alt sind, teilweise wurden sie verschleppt und erhalten keinen Lohn. Der Bericht räumt ein, dass die Kakaoplantagen in Ghana nur schwer zu kontrollieren sind, da Kakao nicht, wie häufig angenommen, auf ordentlichen Plantagen wächst, sondern im tiefen Jungle. Dennoch ist Kinderarbeit ein Problem, welches den großen Konzernen mit Sicherheit bekannt ist, denn viele millionen Dollar jährlich werden in Lobbyverbände wie die International Cocoa Initiative und die World Cocoa Foundation investiert, um Anschuldigungen der Kinderarbeit zu entkräften. Auf der anderen Seite benutzen Firmen in Werbekampagnen gezielt einzelne Arbeiter als Beispiele für gute Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern, ein Vorgehen welches triplepundit als heuchlerisch bezeichnet.
 Der Ludwigsburger Mineralienhändler Marco Schreier erarbeitet gemeinsam mit dem Verein "Fair Trade Minerals & Gems e.V." Kriterien für ein Gütesiegel zum fairen Handel mit Mineralien und Schmucksteinen. Eine anerkannte Fairtrade-Zertifizierung gibt es auf dem Sektor bisher nicht, nachdem die Handelswege der Steine intransparent sind und einzelne Verarbeitungsschritte getrennt voneinander durchgeführt werden. Über Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Zulieferbetrieben informiert sich Marco Schreier regelmäßig persönlich mit seinem Team. Mitarbeiter kontrollieren auch vor Ort die Hauptlieferanten in Indonesien, China und Brasilien. Zusätzlich unterstützt er auch aktiv ein faires Opal-Abbau-Projekt in Honduras.
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Montag, 12. Juli 2010
 Seit Juli 2009 erobert eine neue Lifestyle-Limonade die Republik. Mit den Slogans :"Trinken hilft" und "Halb Limonade, halb Entwicklungshilfe", unterstützt LemonAid zwei Kleinbauernkooperativen in Brasilien und Paraguay. Die ceveren Erfinder der Marke, die Jungunternehmer Bethke und Berndt bieten einen biologischen Limettendirektsaft, abgerundet durch fair gehandelten Rohrzucker und Bio-Minze in edel und modern gestalteten Flaschen an. Kaufen kann man LemonAid in ausgewählten Läden und Szenekneipen. Das Produkt soll nicht zur Massenware verkommen, aber junge Konsumenten auch wegen seines guten Geschmacks und seiner Aufmachung dazu animieren, den fairen Handel zu unterstützen.
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Mittwoch, 7. Juli 2010
Puma hat in Zusammenarbeit mit dem Eine Welt Netzwerk Bayern einen fair produzierten, wettkampftauglichen Fußball auf den Markt gebracht. Das Fair-Trade-Zertifikat soll gerechte Arbeitsbedingungen für die Näher im pakistanischen Zulieferbetrieb garantieren. Allerdings reagiert Puma zögerlich auf die Forderung, künftig mehr Fair-Trade-Produkte im Sortiment aufzunehmen. Adidas hingegen will auch in Zukunft vollständig auf eine Fair-Trade-Zertifizierung verzichten. Alexander Fonari vom Eine Welt Netzwerk Bayern kritisiert, dass sich die Hersteller zwar um Mindeststandards bemühen, es aber immer wieder Berichte darüber gebe, dass die Arbeiter nicht so gut behandelt würden, wie der Hersteller verspricht. Das Projekt des „fairen“ Fußballs wird auch von der bayrischen Staatsregierung unterstützt. Dass ein Fair-Trade-Ball irgendwann auch offiziell eingesetzt wird, ist aber eher zu bezweifeln. Zwar hat der Ball durchaus WM-Tauglichkeit, jedoch verhindern die Regularien der FIFA einen Einsatz. Laut FIFA-Regelwerk darf auf dem Ball kein drittes Logo neben dem Logo des Verbandes und des Herstellers vorhanden sein.
Link zum Artikel: Bayern unterstützt Projekt des wettkampftauglichen Fair-Trade-Balls
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