Mittwoch, 10. März 2010
 Die Gemeinde Kammerstein hat beschlossen ihre Vergabepraxis so zu ändern, dass keine Produkte aus Kinderarbeit mehr gekauft werden. Dabei wird nun darauf geachtet, ob Waren ein Siegel wie zum Beispiel TransFair tragen und die Lieferanten versichern, dass ihre Produkte nicht aus Kinderarbeit stammen. Außerdem will man die Bürger und Bürgerinnen aktiv über die Problematik informieren und die Gemeinde als „ Fairtrade Gemeinde“ anmelden
Weiterhin ist die Gemeinde dem »Energiebündel Roth-Schwabach e.V.» beigetreten, mit dem Ziel den Landkreis Roth und die Stadt Schwabach energieautark zu machen, um so eine Umweltfreundlichere Energiepolitik betreiben zu können.
Link zum Artikel: "Nein zu Kinderarbeit Gemeinde Kammerstein schließt sich Bündnis an"
Dienstag, 9. März 2010
 Kaffee genießen und dabei Gutes tun: Der Kaffeeröster Tchibo schenkt ab sofort ausschließlich nachhaltig erzeugten Kaffee aus. Zu den seit 2008 auf Fairtradeproduktion umgestellten Kaffeespezialitäten und Espressoerzeugnissen gesellt sich neu der Caffè Crema. Tchibos klassischer Filterkaffee stammt von nun an von Kaffeefarmen, die durch die Rainforest Alliance zertifiziert sind. Wesentliche Anliegen des Kaffeerösters sind die Sicherung von Ressourcen, Umweltschutz und die Verbesserung der sozialen Bedingungen in den Produktionsländern. Tchibo hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: 2015 soll jede vierte Bohne aus verantwortlichem Anbau stammen.
Auch Starbucks stellt auf Fairtrade-Erzeugnisse um: Ab sofort bietet die Kaffeekette europaweit nur noch zertifizierte Espressogetränke an. Der Kaffeeriese verpflichtet sich durch seine Kooperation zu nachhaltig produziertem und gehandeltem Kaffee: "Starbucks setzt neue Maßstäbe in der Kaffeeindustrie, indem es seine globale Größe dazu einsetzt, Gutes zu tun. So wird die Reichweite von Fairtrade vergrößert und der Einfluss auf zehntausende Bauern, die das Herz des Fairtrade Systems bilden, verstärkt.", so Dieter Overath, Geschäftsführer von TransFair e.V.
Link zum Artikel (Tchibo)<Link zum Artikel (Starbucks)
Dienstag, 2. März 2010
 Die Stadt Hannover will künftig mehr Produkte aus fairem Handel einsetzen. Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit sollen dabei vollständig verbannt werden. Die Stadtverwaltung hat diesbezüglich den Ratsmitgliedern ein neues Beschaffungskonzept vorgelegt. Bei Veranstaltungen öffentlicher Einrichtungen sollen Getränke wie Kaffee, Tee oder Orangensaft nur aus fairem Handel bezogen werden. Auch die öffentliche Beschaffung von Produkten wie Arbeitskleidung, Spielwaren, Sportbällen und Pflastersteinen liegt künftig den neuen Kriterien zugrunde. Nachgewiesen wird die Herkunft über entsprechende Siegel oder durch Selbstverpflichtungserklärungen und unabhängige Kontrollen.
Das neue Konzept beruht auf der einstimmig beschlossenen Milleniumserklärung des deutschen Städtetags. Seit 2005 existiert bereits ein Grundsatzbeschluss der Stadt Hannover, Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit in der Stadtverwaltung auszuschließen. Auf dem neuen Vergaberecht vom April 2009 basierend, legt das Konzept nun Details dazu fest.
Link zum Artikel
Dienstag, 23. Februar 2010
 Die British Medical Association (BMA) hat die gefährlichen Umstände aufgezeigt, die bei der Herstellung von Operationsbesteck in Pakistan herrschen. Diese Werkzeuge werden vom National Health Service (NHS) erworben, den es in England, Schottland und Wales gibt. Zu Beginn der zweiwöchigen Fairtrade Fortnight forderte die BMA die schottische NHS auf, neue Richtlinien bezüglich einer moralisch einwandfreien Beschaffung zu formulieren. In England wird in Kooperation zwischen BMA und NHS bereits an solchen Richtlininen gearbeitet. Nun ist die schottische Regierung aufgefordert, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen.
Link zum Artikel auf Englisch
"Britische BMA drängt auf das Ende von Kinderarbeit bei der Herstellung von Operationsbesteck" vollständig lesen
Montag, 6. Juli 2009
Immer wieder schaffen es junge Unternehmer mit cleveren und sozial verantwortlichen Geschäftsideen zum großen Erfolg. Schon seit ein paar Jahren gibt es Fairliebt, ein Hamburger Label, dass fair gehandelte Mode ohne Kinderarbeit herstellt. Bei MyMuesli kann man sich im Internet sein Müsli ganz individuell aus biologischen Zutaten zusammenstellen und dann per Post zuschicken lassen.
Oft noch während des Studiums kommen junge Menschen auf frische Ideen. Sie kennen die aktuellen Trends, wollen Geld verdienen und dabei Gutes tun. Weil den Medien die Kombination aus jung und sozial verantwortlich gefällt und Unternehmergeist gefragt ist, kommen diese Unternehmen auch ohne Werbebudget an große Abnehmerzahlen. Zeitungen und Fernsehsender berichten über die guten Ideen und machen somit glaubwürdige und vor allem kostenfreie Werbung.
Unter dem Motto "Trinken hilft" verkaufen die zwei Hamburger Schulfreunde Paul Bethke und Jakob Berndt neuerdings faire und biologische Erfrischungsgetränke unter so klangvollen Namen wie "LemonAid" und "ChariTea". Spiegel Online widmete den beiden einen ganzen Artikel.
Dienstag, 23. Juni 2009
90 Prozent der angebotenen Textilien in Deutschland werden im Ausland hergestellt, oft unter schrecklichen Bedingungen wie Niedriglöhnen und Kinderarbeit. Diese Textilien enthalten unter anderem Chemikalien, die gefährliche sind für Mensch und Umwelt. Seit neuestem gibt aber eine große Anzahl an Ökomarken, die ökologische und soziale Herstellungskriterien fordern. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt das Label „IVN zertifiziert Naturtextil best“. Es kennzeichnet Naturfasern, die umweltschonend und sozialverträglich produziert werden. Die Hersteller der Textilien müssen nachweisen, dass ihre Produkte nicht durch Zwangs- oder Kinderarbeit erstellt wurden und es in ihren Betrieben geregelte Arbeitszeiten gibt und Diskriminierung ausgeschlossen wird.
Weitere Informationen finden Sie unter den folgenden Links:
Mehr Informationen zu den verschiedenen Marken Soziale und/oder ökologische Modelabels
Link zum Artikel
 Seald Sweet International, eine renommierte, auf Zitrusfrüchte spezialisierte US-amerikanische Handelsgesellschaft mit Sitz in Florida, erwartet im Juli erste Containerschiffe mit FairTrade zertifizierten Früchten. Damit bekommt dieser bisher stark kommerziell ausgerichtete Markt eine neue Richtung. Die Früchte stammen aus Südafrika und werden von Mouton Citrus produziert, welches seit 2002 seine Arbeiter in einem sozial nachhaltigen Programm im Hinblick auf Bildung, Wohnraum, Kinderschutz und Gesundheitsvorsorge unterstützt. Seit dem Jahr 2007 werden Mouton Citrus Früchte mit dem FairTrade Siegel ausgezeichnet.
Mayda Sotomayor, Geschäftsführerin bei Seald Sweet spricht von einer Drei-Wege-Partnerschaft zwischen Produzenten, Händlern und Konsumenten, die es akzeptabel fänden, höhere Preise zu zahlen, um angemessene Lohnzahlungen in Entwicklungsländern zu garantieren. „FairTrade wird mehr und mehr anerkannt werden, wenn Unternehmen beginnen, sozial verantwortlich zu handeln[...]“, so Sotomayor. Das Programm soll auf Marokko ausgedehnt werden.
Die Produkte erreichen mit Belgien und Großbritannien auch den europäischen Markt.
Link zum Artikel (englisch)
Mittwoch, 20. Mai 2009
Die Elfenbeinküste ist der weltweit größte Kakaoproduzent. Trotzdem leben über 60% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die Abhängigkeit vom Preis der Kakaobohne und bürgerkriegsähnliche Zustände hinterlassen ihren Abdruck im Land. Armut, Hunger und ausbeuterische Kinderarbeit sind an der Tagesordnung. Viele der Heranwachsenden sind gezwungen unter unmenschlichen Bedingungen auf den Kakaoplantagen zu arbeiten. Die Schokoladen-Manufaktur chocri.de möchte diesen Missständen entgegenwirken. Bei jedem Kauf einer chocri-Schokolde gehen im Schnitt 25 Cent an Kinderhilfsprojekte an der Elfenbeinküste. "Es ist uns ein besonderes Anliegen die Elfenbeinküste zu unterstützen, da wir selbst Kakao für unsere Schokolade verarbeiten. Wir verwenden zwar ausschließlich Rohstoffe aus fairem Handel, möchten aber darüber hinaus ortsansässige Hilfsprojekte finanzieren...", so Franz Duge, Co-Gründer von chocri.de. Seit knapp acht Monaten unterstützt chocri.de den Verein DIV Kinder, der sich vor Ort besonders um Straßen-und Waisenkinder kümmert. Nun hat das Schokoladen-Unternehmen die Marke von 10.000 Euro Spendengeld durchbrochen. Kunden können sich auf der Website des Unternehmens darüber informieren, wie die Spenden vor Ort eingesetzt werden.
Quelle:firmenpresse
Donnerstag, 9. April 2009
 Die Organisation World Vision macht im Zuge des nahenden Osterfestes darauf aufmerksam, dass Schokoladen-Ostereier mit Kinderarbeit in Berührung gekommen sein könnten. Susan Mizrahi, die Kampagnenmanagerin von World Vision: „Den meisten Schokoladenfabriken in Australien ist das Problem der Kinderarbeit in der Kakaoproduktion seit annähernd zehn Jahren bekannt. Keine kann garantieren, dass ihre Ostereier auf faire und ethisch korrekte Art, frei von Kinderarbeit, produziert werden.“ Untersuchungen an der Elfenbeinküste und in Ghana, die zusammen 60% des Kakao-Weltmarktes beherrschen, haben ergeben, dass 284.000 Kinder auf den Kakaoplantagen großen Gefahren ausgesetzt sind: Einsatz von Pestiziden ohne Schutzmaßnahmen, das Tragen von schweren Lasten, Brandrodung und der Einsatz von Macheten. 12.000 Kinder wurden zur Kakaoproduktion nach Westafrika verschleppt.
"World Vision Australien warnt vor Schoko-Eiern mit Kakao aus Kinderarbeitsproduktion" vollständig lesen
Freitag, 2. Juni 2006
Die Petra-Kelly-Stiftung präsentiert bis zum 13. Juli im Fair-Grafing Weltladen in Grafing b. München die Ausstellung "Fairer Handel – für eine Zukunft mit menschlichem Gesicht" des Eine Welt Netzwerkes Bayern e.V
Veranstaltungsort: Fair-Grafing Weltladen
Münchnerstraße 2 (Marktplatz/Ecke Rotterstraße), Grafing
"Ausstellung "Fairer Handel – für eine Zukunft mit menschlichem Gesicht"" vollständig lesen
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