Montag, 16. August 2010
 Britische Hilfsorganisationen schätzen, dass hunderte Kinder in Großbritannien zur Prostitution gezwungen werden. Das Problem wurde in der Öffentlichkeit und durch die Medien bisher nicht thematisiert, obwohl es sich nicht um Einzelfälle handelt. Zwischen April 2009 und Mai 2010 hatte das staatliche Human Trafficking Centre 38 Fälle registriert - die Kinderhilfsorganisation Barnardo's berichtete gar von 609 sexuell ausgebeuteten Kindern, die im vergangenen Jahr betreut werden mussten. Die Kinderprostituierten stammten oftmals aus sozial schwachen und instabilen Familien.
Häufig läuft die Ausbeutung nach einem bestimmten Schema ab: Meist sind es Mädchen im Alter zwischen 11 und 13 Jahren, die von älteren Männern - Loverboys genannt - mit Geschenken gelockt und manipuliert werden, bis sich ein Vertrauensverhältnis aufbaut und die Kinder zur Prostitution gezwungen werden.
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Donnerstag, 25. Februar 2010
 Die Philanthropen (Menschenfreunde), die britische Waisenkinder zu Bauernhöfen in Australien und Kanada schickten, dachten, sie täten dies für einen wohltätigen Zweck. Zwischen 1920 und 1960 wurden knapp 150.000 Kinder in Pflegeheime und andere Institutionen nach Übersee verfrachtet, um dort ein besseres Leben im unterbevölkerten Commonwealth zu beginnen. Wohltätigkeitsvereine wie Barnardo´s, die katholische Kirche und die britischen Behörden halfen damals, diese "Emigration" zu organisieren. Meistens erzählte man den betroffenen Kindern, dass ihre Eltern gestorben wären. In Wahrheit waren viele von ihnen Kinder von alleinstehenden Müttern, die gezwungen wurden, ihre Kinder zur Adoption freizugeben. In der damaligen Zeit war der Status von alleinerziehenden Frauen mit einem ernsthaften sozialem Stigma behaftet.
"Nach australischem Premier entschuldigt sich auch Gordon Brown für die damalige Deportation von Kindern" vollständig lesen
Dienstag, 23. Februar 2010
 Die British Medical Association (BMA) hat die gefährlichen Umstände aufgezeigt, die bei der Herstellung von Operationsbesteck in Pakistan herrschen. Diese Werkzeuge werden vom National Health Service (NHS) erworben, den es in England, Schottland und Wales gibt. Zu Beginn der zweiwöchigen Fairtrade Fortnight forderte die BMA die schottische NHS auf, neue Richtlinien bezüglich einer moralisch einwandfreien Beschaffung zu formulieren. In England wird in Kooperation zwischen BMA und NHS bereits an solchen Richtlininen gearbeitet. Nun ist die schottische Regierung aufgefordert, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen.
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"Britische BMA drängt auf das Ende von Kinderarbeit bei der Herstellung von Operationsbesteck" vollständig lesen
Dienstag, 9. Februar 2010
 In walisischen Krankenhäusern werden chirurgische Instrumente verwendet, die unter unmenschlichen Bedingungen von Kindern in pakistanischen Sweatshops hergestellt werden. So sollen zwei Drittel aller weltweit genutzten OP-Bestecke in Sialkot produziert werden. Menschenrechtsaktivisten gehen davon aus, dass mehrere tausend Kinder (darunter erst Siebenjährige) unter riskanten Arbeitsbedingungen und gegen einen Hungerlohn in diesem Industriezweig beschäftigt sind. Die Raumtemperaturen erreichen bis zu 50°C, die Räume sind kaum belüftet, Verletzungen sind an der Tagesordnung.
Das Operationsbesteck wird an Firmen in Europa und in die USA versendet, wo es geprüft und umverpackt wird, bevor es an das britische Gesundheitssystem weitergeliefert wird - mit enormem Preisaufschlag. Im Hinblick auf die Einführung ethischer Beschaffungspraktiken hat die British Medical Association (BMA) nun eine Informationskampagne gestartet, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und Ärzte zu ermutigen, Druck auf das nationale Gesundheitssystem auszuüben.
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Montag, 18. Mai 2009
Die Regierung in Großbritannien muss stärkere Maßnahmen gegen Kinderhandel durchsetzen. Dies hat ein Komitee in einer einjährigen Ermittlung befunden. Das Komitee hat herausgefunden, dass die Kinderhändler staatliche Kinderpflegeheime so lange benutzen würden, bis sie bereit wären, die Kinder wieder abzuholen und mit ihnen zu handeln. Laut dem Bericht sollte die Grenzenpolizei besser ausgebildet werden, um Menschenhandel zu erkennen, und der Staat sollte sicherere Heime zu bauen, um diese Kinder vor den Händlern zu schützen. Des Weiteren sollten die vor kurzem eingeführten Etat-Kürzungen der Polizei rückgängig gemacht werden. Letzte Woche sind mindestens 77 chinesische Kinder, die vermutlich Opfer vor Kinderhandel waren, aus einem staatlichen Kinderheim in der Nähe des Flughafens Heathrow in London weggelaufen.
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Dienstag, 12. Mai 2009
Ärzte in Großbritannien werden seit kurzem von ihrem Berufsverband dazu aufgefordert, Kinder bei Verdacht auf Misshandlungen auch gegen den Willen deren Eltern im Krankenhaus zu behalten. Diese neuen Richtlinien stellte die British Medical Association (BMA) in London vor. Sie sollen dazu dienen, in Zukunft schneller Fälle von Kindesmisshandlung aufzudecken. "Wir Ärzte haben eine zentrale Rolle, um Misshandlungen entweder ganz zu verhindern oder zumindest gefährdete Kinder zu identifizieren und zu schützen", so ein BMA-Sprecher. Wenn eine Misshandlung vermutet wird, sehen die neuen Richtlinien zudem vor, sofort Kontakt mit den Sozialbehörden aufzunehmen. Das Wohlergehen des Kindes habe dabei laut BMA oberste Priorität. In der jüngsten Vergangenheit hatten in Großbritannien eine Vielzahl von Fällen von Kindesmisshandlungen für einen Aufschrei in der Bevölkerung gesorgt. Haus- und Fachärzte begrüßten die neuen Richtlinien.
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