Freitag, 19. Februar 2010
 Gerade bei den großen Markenartikeln seien fair gehandelte Produkte noch immer selten, so Claudia Brück, Sprecherin der Siegelinitiative Transfair.
Zwar würden Großkonzerne wie Nestle, Mars und Kraft-Foods vermehrt auf Fairtrade-Produkte setzen, jedoch geschehe dies vor allem aus Eigennutz. Vorrangiges Interesse sei die zukünftige Sicherung der Ressource Kakao.
Obwohl Bestrebungen der Großkonzerne in Richtung Fairtrade erkennbar seien, so ist laut Claudia Brück jedoch noch viel Luft nach oben.
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Donnerstag, 18. Juni 2009
Am internationalen Tag gegen Kinderarbeit ließ der ghanaische Minister für Arbeit und soziale Sicherheit Antwi Boasiako Sekezere verlauten, dass es das Ziel der Regierung Ghanas sei, Kinderarbeit in der Kakaoindustrie zu beenden. Er sprach über einen Bericht, der letztes Jahr veröffentlicht wurde und das Thema der Mädchen in der Kakaoindustrie aufgreift. Laut dem Bericht besuchen 92 Prozent der Kinder, die in der Kakaoindustrie arbeiten eine Schule. Allerdings können lediglich 56 Prozent der Mädchen schreiben oder lesen. 44,5 Prozent der Kinder, die auf Kakaoplantagen arbeiten sind weiblich und 34,6 Prozent dieser Mädchen arbeiten nebenher noch auf anderen Plantagen.Der Minister meldete, dass die Regierung einige Reformen eingeführt habe, um die schlimmsten Fälle der Kinderarbeit in der Kakaoindustrie auszuschalten. Dabei unterstützt die Regierung schon fast 500 Mädchen in 11 Provinzen, die eine formale Berufsausbildung zur Friseurin oder Schneiderin absolvieren. Er forderte die Bürger auf, die Regierung in diesem Ziel zu unterstützen, damit die Kinder Ghanas eine bessere Zukunft mit Hoffnung und Zuversicht genießen können.
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Donnerstag, 28. Mai 2009
Aufgefordert von der Erklärung von Bern (EVB) unterschrieben stolze 17.826 Menschen die Petition "Nie wieder Schweizer Schoggi aus Kinderarbeit". Die Schweizer Schokoladenkonzerne gehören wie viele andere auch zu den Hauptabnehmern von Kakao aus Westafrika. Über 250.000 Kinder sind gezwungen auf afrikanischen Plantagen unter ausbeuterischen Bedingungen zu arbeiten. Durch ihre Arbeit verhelfen sie der multinationalen Schokoladenindustrie jährlich zu Umsätzen von fast zwei Milliarden Dollar. Die EVB forderte mit Hilfe der Petition die Unternehmen u.a. dazu auf, die Ausbeutung von Kindern auf Kakaoplantagen zu beenden und den Kakaobauern angemessene Preise zu bezahlen. Ein Teil der angeschriebenen Firmen hat daraufhin ihre soziale Verantwortung zur Chefsache gemacht. Allerdings muss dabei die konsequente Einhaltung der grundlegenden Rechte der Kakao-ArbeiterInnen vorrangig sein - rein finanzielle Beteiligungen an sozialen Projekten werden das Kinderarbeitsproblem nicht lösen. Keine Stellung bezogen haben die beiden weltweit grössten Schokoladenkonzerne Nestlé und Barry Callebaut. Die EVB verlangt nun von Chocosuisse - dem Verband Schweizer Schokoladenfabrikanten - endlich die nötigen Schritte in Richtung gerecht gehandelter und produzierter Schokolade zu unternehmen und deren Resultate zugänglich zu machen. Dass eine konsequente Umstellung auf FairTrade Schokolade möglich ist, hat der britische Konzern Cadbury vorgemacht. Die EVB will die Entwicklung in der Schokoladenindustrie weiter im Auge beobachten und an ihren Forderungen festhalten.
Quelle:EVB
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Mittwoch, 20. Mai 2009
Die Elfenbeinküste ist der weltweit größte Kakaoproduzent. Trotzdem leben über 60% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die Abhängigkeit vom Preis der Kakaobohne und bürgerkriegsähnliche Zustände hinterlassen ihren Abdruck im Land. Armut, Hunger und ausbeuterische Kinderarbeit sind an der Tagesordnung. Viele der Heranwachsenden sind gezwungen unter unmenschlichen Bedingungen auf den Kakaoplantagen zu arbeiten. Die Schokoladen-Manufaktur chocri.de möchte diesen Missständen entgegenwirken. Bei jedem Kauf einer chocri-Schokolde gehen im Schnitt 25 Cent an Kinderhilfsprojekte an der Elfenbeinküste. "Es ist uns ein besonderes Anliegen die Elfenbeinküste zu unterstützen, da wir selbst Kakao für unsere Schokolade verarbeiten. Wir verwenden zwar ausschließlich Rohstoffe aus fairem Handel, möchten aber darüber hinaus ortsansässige Hilfsprojekte finanzieren...", so Franz Duge, Co-Gründer von chocri.de. Seit knapp acht Monaten unterstützt chocri.de den Verein DIV Kinder, der sich vor Ort besonders um Straßen-und Waisenkinder kümmert. Nun hat das Schokoladen-Unternehmen die Marke von 10.000 Euro Spendengeld durchbrochen. Kunden können sich auf der Website des Unternehmens darüber informieren, wie die Spenden vor Ort eingesetzt werden.
Quelle:firmenpresse
Donnerstag, 14. Mai 2009
 Der stellvertretende Arbeits- und Wohlfahrtsminister Ghanas, Antwi Bosiako Sekyere, dementierte am Montag Berichte über die sklavenähnliche Beschäftigung von Kindern im Kakaosektor. Ein unabhängiges Team, eingerichtet durch das International Cocoa Verification Board (ICVB), habe herausgefunden, dass die Anschuldigungen nicht haltbar seien. Der Minister machte seine Angabe während der Einführung zu einem dreitägigen Workshop, der sich mit der Abschaffung der schlimmsten Formen ausbeuterischer Kinderarbeit im kakaoproduzierenden Sektor beschäftigt. Den Untersuchungen zufolge würden 90 Prozent der Kinder in kakaoerzeugenden Gegenden Ghanas bei ihren Eltern leben, 9,7% bei anderen Verwandten. 76% der erfassten Bevölkerung seien sich der Auswirkungen von Kinderarbeit bewusst. Das Ministerium habe einen Plan entworfen, der Beschäftigungssicherheit und Gesundheitsvorsorge, dem Alter der Kinder entsprechend, garantiere. Ebenso sollen das Bewusstsein und die Sensibilisierung bei Farmern und Kindern verstärkt werden.
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Montag, 11. Mai 2009
 Um die schlimmsten Formen von Kinderarbeit in kakaoproduzierenden Gegenden abzuschaffen, wurde im Rahmen des Agona West Municipal Programms ein elfköpfiges Komitee gebildet. Fünf Hauptziele sollen dabei in zehn ausgewählten kakaoerzeugenden Regionen umgesetzt werden. Es geht um die Verbesserung des Bildungsniveaus, der Betriebssicherheit, der Gesundheit von Schulkindern und des Zugangs zur Schulbildung, um Kinderarbeit entgegenzuwirken. Eric Bediako Oppong, Direktor des Programms, führt an, dass Kinderarbeit ein Phänomen in der Gesellschaft Ghanas sei, das Leid, Ausbeutung und Missbrauch von Kinderrechten erzeuge und zu Krankheit, Bildungsmangel und sozialer Chancenlosigkeit führe. Das Vermögen jeder Nation seien deren Kinder, deshalb sei es zwingend, Mechanismen zu entwickeln, um sie zu schützen und deren Wohlergehen zu sichern. Vor diesem Hintergrund sei das Programm für kakaoerzeugende Gegenden durch das Ministerium für Arbeitskräfte, Jugend und Beschäftigung gegründet worden. Alle relevanten Interessenvertreter sollen einbezogen werden, um auf dem Kakaosektor Kinderarbeit zu bekämpfen, ihr vorzubeugen und sie zu beobachten. Farmer und Meinungsführer seien in den entsprechenden Gebieten zum Thema Kinderarbeit sensibilisiert und aufgeklärt worden. Um den Kindern den Schulbesuch zu erleichtern, seien Bildungsmaterialien und Schuluniformen ausgeteilt worden. Nun sollen Verordnungen erlassen werden, um Kinderarbeit kontrollierbar zu machen.
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Dienstag, 5. Mai 2009
 Durchschnittlich verspeist jeder Deutsche knapp zehn Kilogramm Schokolade jährlich. Für diesen Genuss müssen, nach Angaben der britischen
Menschenrechtsorganisation Anti-Slavery International, rund 200.000 Kinder auf Kakaoplantagen schuften. Diese werden oftmals für nur 20 Euro von Menschenhändlern an Kakaoproduzenten verkauft. Ein Beispiel dafür ist der zehnjährige Richard, der als Kindersklave an der Elfenbeinlüste bis zu 14 Studen pro Tag hochgiftige Pestizide über Kakaopflanzen versprühen muss. Link zum Artikel
Mittwoch, 22. April 2009
 1,2 Mio. Cedis (das entspricht in etwa 1 Mio. Euro) stellt Cocobod, eine Organisation, die den Kakaoanbau an der Elfenbeinküste unterstützt, zur Verfügung, um in 36 Kakaoanbaugebieten des Landes ausbeuterische Kinderarbeit abzuschaffen. Ein Teil des Geldes diene der Ausbildung von Kindern, die dieser Form von Ausbeutung auf Kakaofarmen ausgesetzt seien. Dies berichtete der Geschäftsführer von Ghana Cocoa Board (Cocobod), Tony Fofie, auf der Eröffnungsveranstaltung im Zuge eines Trainingsprogramms, das der Kontrolle und Abschaffung von ausbeuterischer Kinderarbeit in der Kakaoindustrie dient. Organisiert wird das Program vom Arbeits- und Wohlfahrtsministerium. Bis Ende des Jahres sollen 47 Kakaogebiete unter das Aufklärungsprogramm fallen. Ökonomische Erfolge und Ertragsreichtum auf nachhaltiger Basis hängen maßgeblich vom Einsatz moderner Technologien ab, so Fofie. Die Fortschritte in der Kakaoproduktion in den vergangenen vier Jahren seien durch verbesserte Techniken, produktionssteigernde Programme, wie Schädlingsbekämpfung und Einsatz von Düngemitteln, sowie lukrative Produktionspreise erreicht worden – nicht durch Kinderarbeit! Das Ziel eines nationalen Programms zur Abschaffung von ausbeuterischer Kinderarbeit in der Kakaoproduktion sei es, nach und nach regionale Kontrollsysteme einzuführen, um langfristig eine Veränderung von Verhaltensweisen und Denkansätzen auf Gemeindeebene zu erreichen.
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Donnerstag, 9. April 2009
 Die Organisation World Vision macht im Zuge des nahenden Osterfestes darauf aufmerksam, dass Schokoladen-Ostereier mit Kinderarbeit in Berührung gekommen sein könnten. Susan Mizrahi, die Kampagnenmanagerin von World Vision: „Den meisten Schokoladenfabriken in Australien ist das Problem der Kinderarbeit in der Kakaoproduktion seit annähernd zehn Jahren bekannt. Keine kann garantieren, dass ihre Ostereier auf faire und ethisch korrekte Art, frei von Kinderarbeit, produziert werden.“ Untersuchungen an der Elfenbeinküste und in Ghana, die zusammen 60% des Kakao-Weltmarktes beherrschen, haben ergeben, dass 284.000 Kinder auf den Kakaoplantagen großen Gefahren ausgesetzt sind: Einsatz von Pestiziden ohne Schutzmaßnahmen, das Tragen von schweren Lasten, Brandrodung und der Einsatz von Macheten. 12.000 Kinder wurden zur Kakaoproduktion nach Westafrika verschleppt.
"World Vision Australien warnt vor Schoko-Eiern mit Kakao aus Kinderarbeitsproduktion" vollständig lesen
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