
Unter Missachtung eines nationalen Gesetzes nehmen weiterhin zehnjährige Jungen in den
Vereinigten Arabischen Emiraten an Kamelrennen teil. Dies teilte die Menschenrechtsorganisation Anti-Slavery International mit, welche im vergangenen Monat auf die minderjährigen Jockeys in Abu Dhabi stieß. Vor fünf Jahren wurde ein Gesetz erlassen, welches unter 18jährigen die Teilnahme an Kamelrennen untersagt - einem traditionellen Sport in arabischen Ländern. Das Gesetz entstand unter anhaltendem internationalen Druck und wurde von einer Rückführungskampagne flankiert, welche (teils vierjährige) Kinderjockeys in ihre Heimatländer in Südasien und Afrika zurückbrachte. Das Rennen, bei welchem die zehnjährigen Jockeys auffielen, fand unter Anwesenheit von Polizeibeamten und Scheich Sultan bin Zayed Al-Nahyan, einem Mitglied der Königsfamilie, statt. "Kinder als Kameljockeys zu missbrauchen, bricht internationales Gesetz, welches unter 18jährige vor gefährlicher Arbeit schützen will, egal aus welchem Land sie stammen. [...] manche sind so verängstigt, dass sie versuchen, während des Rennens abzuspringen", so Catherine Turner, die Koordianatorin des Kinderarbeitsprogramms von Anti-Slavery International. Den Autoritäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten fehle es am nötigen Willen, mit der Kinderjockey-Tradition zu brechen.
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