Freitag, 26. Februar 2010
 In Uganda herrscht seit 23 Jahren Krieg zwischen der Lord´s Resistance Army (LRA) und der Regierung von Uganda, von dem vor allem der nördliche Teil des Landes betroffen ist. Die amerikanische Non-Profit-Organisation "Invisible Children" setzt sich dafür ein, die Einberufung von Kindern in die LRA zu verhindern. Manche dieser Kinder sind gerade mal zwei Jahre alt. Im Mittelpunkt steht dabei der Anführer der LRA, Joseph Kony. Der amerikanische Senat zieht mittlerweile einen Gesetzesentwurf in Betracht, mit dem drei verschiedene Ziele erreicht werden sollen: Die Gefangennahme von Joseph Kony, die Erneuerung der vom Krieg zerstörten Gebiete und der Friedensprozess in Norduganda. Invisible Children möchte die Verabschiedung dieses Gesetzes vorantreiben.
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Dienstag, 23. Februar 2010
 Die Gruppe der paramilitärischen „Lord’s Resistance Army“ (LRA) um Rebellenführer Joseph Kony setzt seit über zwanzig Jahren Kindersoldaten in Uganda ein. Insgesamt sollen so bereits mehr als 30 000 Kinder durch Entführung "rekrutiert" worden sein.
Ziel der 1987 gegründeten Miliz ist es, Staatspräsident Yoweri Kaguta Museveni zu stürzen und einen fundamental-christlichen Gottesstaat zu errichten.
Auch gegenwärtig verübt die LRA massive Verbrechen an der Zivilbevölkerung Ugandas und wirkt bis in den Südsudan hinein.
Dabei werden äußerste Brutalität und Massenmord als taktische und militärische Mittel verwendet, um die Region im Nordwesten Ugandas gezielt zu destabilisieren.
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 Nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation sind seit August vergangenen Jahres 187 Kinder bei Kämpfen zwischen Armee und schiitischen Aufständischen im Norden des Jemen getötet worden. Die jemenitische Kinderschutzorganisation SEYAJ, die in Zusammenarbeit mit UNICEF eine Studie erstellt, beklagte am Montag, dass 71% der getöteten Kinder bei Kämpfen, die restlichen aus Nahrungs- oder Medikamentenmangel ums Leben kamen. Laut SEYAJ hätten sowohl die Houthi-Rebellen als auch die Pro-Regierungsmiliz hunderte Kindersoldaten in dem sechs Jahre dauernden Konflikt eingesetzt. Nachdem Rebellenführer Abdulmalik al-Houthi im September 2004 die Nachfolge seines Bruders angetreten hatte, waren in den folgenden Jahren 150.000 Menschen vertrieben worden.
Am 12. Februar wurde eine Waffenstillstand vereinbart.
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Donnerstag, 25. Juni 2009
Laut einer Pressemittelung von FOCUS (Fore-runners of Children’s Universal Rights to Survival), eine Organisation für Kinderrechte in Liberia, sollen ehemaligen Rebellenführer in Liberia eine Stiftung für ehemalige Kindersoldaten anbieten, die sie damals auf Drogen gesetzt und bewaffnet zum Rebellenkampf in Liberia gezwungen hatten. Der Pressemitteilung zufolge glaubt FOCUS, dass die ehemaligen Fraktionsführer, welche die Kinder ausbeuteten um sich zu bereichern, nicht in dem Schweigen ihrer Opfer Trost finden und die Kinder in bitterer Armut und ewigem Analphabetismus hinterlassen dürfen. Die Ex-Rebellenführer sollten den Kindern ermöglichen eine Schule zu besuchen, damit sie in der Bildung einen Weg aus Armut finden können, welches ihre einzige Alternative zur Arbeit darstellt. Laut der ILO-Versammlung wurde weltweit 75 Millionen Kindern das Grundrecht der Bildung verwehrt.
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Montag, 15. Juni 2009
 Aufgrund der Finanzkrise werden mehr Kinder der Gefahr der Kinderprostitution oder des Soldatendaseins ausgesetzt, warnen Sprecher der US-Regierung. „Zum ersten Mal seit 1930 erleben wir eine globale Rezession. Arbeitslosigkeit und Lebensmittelpreise steigen. Verzweifelte Menschen machen verzweifelte Sachen um zu überleben, einschließlich Kinder zu ausbeuterische Arbeit zwingen,“ sagte US Senator Tom Harkin bei einer Versammlung in Washington, D.C., die im Rahmen Welttags gegen Kinderarbeit von der US Labor Secretary Hilda Solis initiiert wurde. In schweren finanziellen Zeiten ignorieren Regierungen oft die Arbeitgesetze. Solis merkte an, dass das US Labor Department mehr als $60 Millionen ausgeben werde, um Programme zu finanzieren, die Kindern und Eltern helfen um Alternativen zu finden, sodass sie ihre Kinder nicht zur Arbeit schicken müssen. Laut der UN Labor Agency arbeiten 218 Millionen Kinder weltweit. Fast die Hälfte sind Mädchen und mehr als die Hälfte dieser Mädchen verrichten gefährliche Arbeit, von Minen bis zur Prostitution.
"Die Finanzkrise, Armut und Kinderarbeit" vollständig lesen
Dienstag, 9. Juni 2009
 In ihrem Kampf gegen das amerikanische Militär nutzten die Rebellen im Irak Jugendliche und Kinder, meldete die US-Armee letzten Samstag. Jugendliche und Kinder werden oft von den Soldaten nicht bemerkt. Sie erfüllen auch den Zweck der Propaganda, da die Soldaten wissen, wenn sie Kinder erschießen, würden sie dafür schwer kritisiert werden. In der Vergangenheit war die Meinung des Militärs, dass Al-Qaida Kinder engagiere, da sie nicht bemerkt würden. Diesem Bericht zur Folge könne man einen wachsenden Trend von Jugendlichen und Kindern, die Attacken ausführen verzeichnen. Army Col. Gary Volesky, der für die US-Truppen im Norden Iraks verantwortlich ist, sagte, dass die Granatenangriffe einen Aufstieg erfahren hätten, aber dass das Werfen der Granaten durch die Kinder ein „beunruhigenderer Trend“ sei.
"Kinder werfen Granaten in Irak" vollständig lesen
Freitag, 22. Mai 2009
 Menschenrechtsgruppen befürchten nach dem Ende des Bürgerkriegs in Sri Lanka einen Rachefeldzug durch paramilitärische Gruppierungen. So habe es z.T. aufgrund von Lösegeldforderungen Entführungen von tamilischen Kindern gegeben. Teils seien ehemalige Kindersoldaten aber auch wegen vermuteter Verbindungen zur Rebellenorganisation LTTE entführt worden. Am Donnerstag wies die Regierung von Colombo Vorwürfe zurück, sie gewähre den Rebellengruppen ungehindert Zugang zu Flüchtlingslagern. Die Regierung betonte, sie wolle die entsprechenden Lager auflösen, um die Flüchtlinge wieder in ihren Heimatorten anzusiedeln. Vermutlich 280.000 Zivilisten sind in der monatelangen Offensive gegen die LTTE vertrieben worden. Unabhängige Informationen sind kaum zu erhalten, da den Hilfsorganisationen der Einblick in die Flüchtlingslager erschwert sei, wenn nicht gar unmöglich gemacht werde. UN-Generalsekretär Ben Ki-moon will sich am heutigen Freitag für einen ungehinderten Zugang zu den Lagern einsetzen.
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Mittwoch, 20. Mai 2009
Der Name wirkt harm-, ja fast belanglos: Alleinreisende Kinder und Jugendliche, kurz Alreju. Diese sechs Buchstaben stehen für ein Heim in Brandenburg, in dem Unbegleitete Minderjährige Flüchtline (UMF) aufgenommen werden. Es handelt sich hier also nicht um Jugendliche, die sich freiwillig auf ein Reise-Abenteuer einlassen, sondern um Kinder, die in ihren Heimatländern teilweise die schlimmsten Kriegsverbrechen miterlebten. Manche wurden dazu gezwungen, selbst Menschen zu töten und zu zerstückeln, andere mussten mit ansehen, wie ihre Eltern gefoltert und ermordet wurden. Wenn diesen Kindern die Flucht aus ihrem Heimatland gelingt und sie sich nach Deutschland durchschlagen können, werden sie in Heime wie das Alreju aufgenommen. Das Alreju gibt es seit mittlerweile 16 Jahren; zur Zeit wohnen dort ca. 50 Flüchtlingskinder gemeinsam und bekommen so die Chance, zur Schule zu gehen oder eine Ausbildung zu machen. Obwohl die meistern der Kinder und Jugendlichen durch ihre schrecklichen Erfahrungen schwer traumatisiert sind, reden nur sehr wenige über ihre Erlebnisse. "Das ist ein Schutzmechanismus", sagt Mathilde Killisch, Leiterin des Alreju, zum Beispiel über den heute 20-jährigen Tim Okello aus dem Sudan. Tim lächelt ständig, egal was er gerade sagt oder zu wem er spricht. Als 10-Jähriger wurde er als Kindersoldat rekrutiert; erst vier Jahre später gelang ihm die Flucht. Was in diesen vier Jahren passierte, darüber spricht Tim nicht. Das Schicksal der Heimbewohner ist in den meisten Fällen ungewiss. Manche werden abgeschoben, andere hingegen würden gerne wieder nach Hause zurückkehren, jedoch wird ihnen die Einreise verweigert. In den meisten Fällen aber haben die Jugendlichen einfach nur Angst vor der Rückkehr in ihre Heimat.
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Donnerstag, 14. Mai 2009
Ein Artikel aus The Sydney Morning Herald berichtet, dass Soldaten der Regierung von Sri Lanka mehr und mehr Kinder in den Reihen von Rebellen kämpfen sähen. Die Soldaten melden, dass unter den Rebellen viele Mädchen mit sehr kurze Haaren wären, die von den Tamilen-Rebellen zum Kampf gezwungen worden seien, weil die Rebellen nicht genug Kämpfer hätten. Deswegen würden sie kräftig Zivilisten und Kinder einziehen. Die Kindersoldaten berichten, sie hätten für sieben Tage gelernt, wie man eine Kalashnikov schieße und Bomben behandele. Die Kinder hätten auch gelernt, dass sie Selbstmord begehen müssten, wenn die Gefahr bestehe, dass sie festgenommen würden. Die Regierung versucht, diese Kinder zu finden und in einem Camp zu schützen, da die meisten von diesen Erlebnissen sehr traumatisiert sind.
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Mittwoch, 6. Mai 2009
Nächste Woche geht es im Forum Freies Theater (FFT) Düsseldorf um das Thema „Kindersoldaten“. Farbe bekennen lautet das Motto. Dabei werden die Zuschauer aufgefordert, sich an die Politik zu wenden – mit einer Unterschrift der besonderen Art: eine Hand wird mit Fingerfarben rot angemalt und auf Zettel mit Vorschlägen gedrückt. „Kinder brauchen Liebe“ oder „Kinder gehören in die Schule“ könnten diese lauten. Dahinter verbirgt sich eine Aktion des Bündnis Weißes Friedensband. 2003 in Düsseldorf gestartet, fordert sie Gerechtigkeit für die Kinder dieser Welt. 250 000 werden als Kindersoldaten missbraucht und erleiden schwere Traumata. Diesmal sollen nun Europa- und Bundestagsabgeordnete direkt angesprochen werden.
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