Mittwoch, 1. September 2010

Das dritte Internationale Treffen gegen Kinderarbeit findet dieses Jahr am 3. und 4. November in Bogotá, Kolumbien statt. Im Vordergrung steht das Thema Kinderarbeit in Lateinamerika. Schon in den Monaten September und Oktober sollen einige Onlineaktivitäten realisiert werden ( Zeitplan).
Die konkreten Ziele des Treffens sind zum einen, ein Internationales Netzwerk aus Personen und Organisationen auszubauen und eine Plattform zu entwickeln, auf der sich über Erfahrungen im Kampf gegen Kinderarbeit ausgetauscht und gemeinsam Lösungsansätze gefunden werden können. Außerdem soll anhand eigener Initiativen ein Mitwirken an der Umsetzung der Millenniumsziele der UN stattfinden und geholfen werden die Kinderarbeit in Lateinamerika einzudämmen.
Die Eröffnung findet am ersten September statt.
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Donnerstag, 5. August 2010
 Wer schmückt sich nicht gern mit einem guten Gewissen? Erstmals wird in Kolumbien zertifiziertes Fairtrade-Gold gewaschen. Im Westen Kolumbiens, in Tado, wurde die Organisation "Oro Verde" auf die traditionelle, umweltschonende Goldwaschpraxis der Einwohner aufmerksam und machte aus dem geschürften Edelmetall eine Marke. Der Verein garantiert höhere Einkommen (2 % über dem Marktwert) und sorgt dafür, dass 13% aus dem Goldverkauf in Entwicklungsprojekte vor Ort fließen. Dies kommt auch anderen Einwohnern zugute: "Viele Menschen profitieren von dem Programm, selbst wenn sie nicht direkt im Geschäft mit Gold sind", so der Goldwäscher Mosquera. Um Umweltschutzkriterien zu gewährleisten, gibt es regelmäßige Kontrollen des Vereins Asocasan vor Ort: So werden Wassertiere geschützt, der Gebrauch von Quecksilber vermieden und die Böden nach den Grabungen wieder bepflanzt. Fairtrade vergibt nun ihr Logo an Oro Verde und an ein Dutzend vergleichbarer südamerikanischer Initiativen. Der Marktanteil von Fairtrade Gold soll langfristig global auf 5 % steigen.
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Donnerstag, 17. Juni 2010
Kinder und Krieg – dies sind eigentlich zwei Begriffe, die nie zusammen auftauchen sollten, doch die Realität sieht leider auf vielen Teilen der Welt ganz anders aus. Kinder werden nicht nur zufällig, sondern gezielt und mit Zwang in bewaffnete Konflikte hineingebracht, damit sie dort bewaffnete Kriege führen oder als Sex-Sklaven für Ablenkung sorgen.
Weltweit gibt es nach Schätzungen von Hilfsorganisationen rund 250.000 Kindersoldaten. Seit den 1990er Jahren ließen rund 2  Millionen Kinder ihr Leben auf dem Kriegsplatz, hinzu kommt das Dreifache an verstümmelten und verkrüppelten Kinderkörpern. Tausende von Mädchen fielen sexueller Ausbeutung zum Opfer.
Der UN-Sicherheitsrat verurteilte jüngst diese verheerenden Zustände aufs schärfste. Nun sollen verdächtige Gruppierungen, unter denen sich auch Regierungen befinden, an den Pranger gestellt werden und für ihre Taten bestraft werden.
Derzeit arbeiten Einsatzgruppen der Vereinten Nationen in 14 Ländern, um die Rekrutierung von Kindern als Soldaten zu verhindern und Kinder aus Armeen zu befreien. Nach Angaben von UNICEF sind vor allem die Länder Afghanistan, Kolumbien, Birma, Somalia, Sri Lanka und der Sudan betroffen. Dies alles sind erschreckende Tatsachen, wenn man bedenkt, dass bislang 120 Staaten das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet haben, das den Einsatz von Minderjährigen im Krieg verbietet.
Link zum Artikel: UN verurteilen Einsatz von Kindersoldaten
Tags für diesen Artikel: afghanistan, afrika, asien, kindersoldat, kindersoldaten, kolumbien, prostitution, recht, sri lanka, sudan, südamerika, unicef
Mittwoch, 31. März 2010

Eine im März veröffentlichte Studie der nationalen Abteilung für Statistiken (DANE) belegt den Rückgang der Kinderarbeitsquote in Kolumbien um 44,2 Prozent.
Demzufolge verringerte sich die Anzahl der Arbeiter zwischen 5 und 17 Jahren von 1,4 Millionen im Jahr 2001 auf 780.000 zwischen 2001 und 2007.
Des Weiteren macht die Recherche der DANE darauf aufmerksam, dass die Anzahl der Kinder, die z.B. auf Märkten arbeiten, in städtischen Gebieten höher ist als in den ländlichen Gebieten.
Zudem gibt es eine große Anzahl von Kindern, die 15 oder mehr Stunden wöchentlich in Familienbetrieben arbeiten.
Somit weist die Studie zwar einen allgemeinen Rückgang der Kinderarbeit in Kolumbien nach, bestätigt aber, dass das Land auch noch weiterhin mit dem Problem der Kinderarbeit zu kämpfen haben wird.
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Freitag, 26. Februar 2010
 Die Lokalregierung des kolumbianischen Departamentos El Magdalena plant, am kommenden Dienstag ihre neue Strategie im Kampf gegen Kinderarbeit zu veröffentlichen. Dabei geht es vorrangig um die Bekämpfung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit, mit dem Hauptziel, Maßnahmen zu finden, diesem Problem entgegenzuwirken. Für die ILO ist weiterhin die Armut einer der Hauptgründe für das Entstehen von Kinderarbeit.
Im Rahmen der neuen Strategie werden zunächst alle 30 kolumbianischen Departamentos besucht, um der jeweiligen Lokalregierung das Problem näherzubringen und später zu einer gemeinsamen Vorgehensweise zu gelangen. El Magdalena ist das erste kolumbianische Bundesland, das sich verpflichtet, eine neue Methode im Kampf gegen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit einzusetzen. Obwohl keine offiziellen Zahlen bekannt sind, wird vermutet, daß allein in El Magdalena ca. 32.000 Kinder arbeiten.
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Mittwoch, 12. November 2008
Pater Gabriel Mejía, Berater des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, setzt sich besonders dafür ein, Kinder und Jugendliche von den Straßen Kolumbiens fortzubringen. Deshalb wird er am 15. November mit dem Romero-Preis der Katholischen Männerbewegung ausgezeichnet.
Viele Kinder und Jugendlichen nehmen Drogen, haben Verhaltensprobleme und sind in gefährlichen Straßengangs, so Mejía, Projektpartner der entwicklungspolitischen Aktion SEI SO FREI der Katholischen Männerbewegung. Es bedarf viel Disziplin und Verantwortung beim Umgang mit den Kindern, denn ohne ist dies unmöglich.
1984 gründete Mejía sein erstes Heim für Straßenkinder in Medellín. Inzwischen gibt es 49 Heime mit über 3000 Jugendlichen, darunter auch Kindersoldaten.
Sie erhalten Nahrung, medizinische Verpflegung, Bildung, psychologische Betreuung sowie Hilfestellungen bei der Wiedereingliederung.
Für Pater Mejía „stellt jedes Kind eine unendliche Chance dar“.
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Katholische Männerbewegung
Dienstag, 23. September 2008
Zahlen des kolumbianischen Gesundheits- und Familienministeriums (ICBF) enthüllen, daß allein im Nordosten Boyacás, einer der Provinzen Kolumbiens mit großer Tradition im Bergbau, 12.000 Kinder in handwerklicher Ausbeutung arbeiten, bei der sie schwerwiegende Gesundheitsrisiken in Kauf nehmen.
Aus diesem Grund wird die kolumbianische Regierung im Zeitraum eines Jahres 11.400 Familien mit Kindern und Jugendlichen, welche im Bergbau tätig sind, offiziell anerkennen.
Somit erhalten die Jugendlichen Rechte und Möglichkeiten, zu verhindern, daß sie bereits im frühen Alter zu arbeiten beginnen müssen und in gewissen Berufen ihre Gesundheit riskieren. Die Regierung erhofft sich ebenfalls, daß die Kinder und Jugendlichen dadurch weiterhin zur Schule gehen und folglich die Optionen für ihr zukünftiges Arbeitsleben verbessern können.
"Kolumbien bekämpft Kinderarbeit im Bergbau" vollständig lesen
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