Donnerstag, 4. März 2010
 Laut einer Unicef-Studie ist die Zahl der arbeitenden Kinder in Venezuela zurückgegangen. Derzeit gibt es ungefähr 80.770 Kinder im Alter zwischen 10 und 15 Jahren, die dort arbeiten müssen. Die Studie bestätigt die altbekannten Gründe für Kinderarbeit. In den meisten Fällen sind es Armut, die Wirtschaftskrise, der fehlende Zugang zu Bildung und die kulturellen Bedingungen im Land. Die Regierung Venezuelas hat zusammen mit Unicef einen Aktionsplan für die Zeit von 2009 bis 2013 unterschrieben. Dabei geht es um Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarbeit.
Link zum Artikel auf Spanisch
Dienstag, 23. Februar 2010
 Im Rahmen der Konferenz „Roma-Kinder in Europa - Zwischen Integration und Isolation“ hat Unicef eine Studie zur Lage der Roma-Kinder in Osteuropa veröffentlicht.
Kinder der Roma in Südosteuropa sind, laut Unicef, besonders stark von Kinderarbeit betroffen. Sie bilden auch den Großteil der Straßenkinder in Albanien und Bosnien- Herzegovina. UNICEF führt den hohen Anteil vor allem auf den schlechteren Bildungszugang der Volksgruppe zurück. Durch Integrationsprojekte und überwachte Einschulung ist die Zahl der arbeitenden Roma-Kinder in Rumänien inzwischen rückläufig.
Link zur Unicef Studie: "Breaking the cycle of exclusion - Roma children in south east Europe"
Donnerstag, 25. Juni 2009
Die politischen Unruhen und hohe Lebensmittelpreise in Afghanistan haben die Lebensgrundlage vieler Familien gefährdet. Aus diesem Grunde arbeiten hier viele Kinder. Wie in anderen Ländern ist Kinderarbeit ein Problem, welches aus der Armut und den sozialen Gegebenheiten entspringt. 30 Prozent der afghanischen Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren arbeiten bereits. Die dreizehnjährige Nafissa arbeitet an der Grenze in Torkham, wo sie Mehl aus Pakistan schmuggelt. Nafissa wäre gerne Lehrerin und hofft auf ein ruhiges Afghanistan, in dem jedes Kind eine gute Bildung bekommt. Ein Freund von ihr, der vierzehnjährige Masooma, will nur den Grenzbehörden entkommen. „Sie sind gemein und schlagen uns, weil wir das Mehl schmuggeln,“ sagt er.
"UNICEF setzt sich für Kinder in Afghanistan ein" vollständig lesen
 Die UNICEF drängte heute die bolivianische Regierung dazu verstärkte Maßnahmen im Kampf gegen Kinderarbeit zu ergreifen. Der Vertreter der UNICEF Boliviens, Gordon Jonathan Lewis, forderte den Regierungschef Evo Morales auf, sich dem Thema mit mehr Engagement und finanziellen Mitteln zu widmen. So solle, nach seinem Wortlaut, die Regierung gegen Kinderarbeit mit dem gleichen politischen und finanziellen Engagement vorgehen, mit dem sie der Bekämpfung der chronischen Unterernährung Minderjähriger nachgeht. Die Herausforderung bestehe darin, sich diesen Kindern in vergleichbaren Situationen mit dem gleichen Verantwortungsgefühl zu begegnen. Problematisch sei dabei, dass Daten lediglich aus dem Jahr 2001 vorliegen. Der Vertreter der International Labor Organisation (ILO) in Bolivien, César Mosquera, ließ verlauten, dass allerdings die nächsten Statistiken im kommenden August erscheinen sollen.
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Freitag, 5. Juni 2009
Am 20. November 1989 verabschiedete die UN-Generalversammlung ihre
Kinderrechtskonvention. In ihr stehen neben einem Recht auf Schulbildung und auf Freizeit, auch der Schutz vor Ausbeutung festgeschrieben. Bis heute haben 193 Staaten und somit fast alle Mitglieder der Vereinten Nationen, das bindende Abkommen ratifiziert. Neben Somalia sind die USA das einzige Land, welches dem bindenden Vertrag noch nicht beigetreten ist. Bis 2005 existierte dort beispielsweise die Todesstrafe für Minderjährige. Aber auch Deutschland widerspricht zu Weilen der Konvention; Zusammen mit Österreich ist es das einzige EU-Land, in dem eine Abschiebehaft für Kinder existiert.
Das 20-jährige Jubiläum nahm UNICEF Deutschland zum Anlass auf die Besonderheit dieses Abkommens hinzuweisen, „die Konvention ist zweifellos ein Meilenstein, da erstmals über Grenzen hinweg die Bedürfnisse und Rechte von Kindern
formuliert wurden“, sagte Rudi Tarneden. Zugleich wies er in einer Linie mit Amnesty International aber auch darauf hin, dass die in der Konvention festgeschriebenen Rechte oft nicht erfüllt würden. Bis heute seien Kinderarbeit, Gewalt und katastrophale gesundheitliche Zustände für viele Millionen Kinder an der Tagesordnung.
SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier sprach sich für eine Implementierung der Konvention in das deutsche Grundgesetz aus.
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Mittwoch, 6. Mai 2009
Obwohl Ägypten die UN-Kinderrechtskonvention von 1990 unterschrieben hat, ist Kinderarbeit laut UNICEF-Aussagen weiterhin ein immenses Problem. Viele Kinder speziell in der Hauptstadt Kairo werden aus Armut auf die Straße geschickt, um ein paar Ägyptische Pfund für die Familie dazu zu verdienen; andere flüchten von zu Hause, weil sie dort misshandelt werden. Die Kinder haben dann kein Zuhause mehr, sondern leben in den Straßen der 20-Millionen-Metropole. Um ein wenig Geld für Nahrung zu verdienen, verkaufen sie Früchte oder Taschentücher im Kairener Verkehr, indem sie bei Staus von Auto zu Auto laufen. Das Wenige, das sie dabei verdienen, dürfen sie oft nicht behalten, sondern müssen es an ihre 'Aufseher' - meist lediglich ein paar Jahre ältere Jugendliche - weitergeben. Die arbeitenden Kinder werden von organisierten Ringen kontrolliert und durch Ausübung von Gewalt, Drohungen und Drogen gefügig gemacht. Vor Fotokameras haben die Kinder panische Angst; sie wissen, dass Fotos von ihnen in der Presse ihren 'Aufsehern' nicht gefallen würden. Um dieses System zu durchbrechen, arbeiten UNICEF, Caritas und andere Organisationen zu Fuß in den Straßen Kairos, um manche der Kinder in Lernzentren zu bringen, wo ihnen Lesen und Schreiben beigebracht wird und sie etwas zu essen bekommen. Nur ein Bruchteil der Kinder kann jedoch dauerhaft in diesen Zentren bleiben. Es gibt zu viele von ihnen und zu wenig Zentren im Straßengewirr Kairos.
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